Heute ist der 10.05.2026 und in Innsbruck brennt die Sonne auf die Straßen. Ein guter Anlass, um über die Veränderungen in der Welt zu sprechen, die Claus Kleber, ein renommierter deutscher Journalist und ehemaliger ARD-Korrespondent, beleuchtet hat. In einem kürzlich geführten Interview beschreibt er die USA als einen Ort, der zunehmend von Angst und Vorsicht geprägt ist. Diese Entwicklung ist alarmierend, denn in seiner Zeit als Korrespondent in Washington hat er so etwas nicht erlebt. Die Verunsicherung betrifft nicht nur die Politik, sondern auch die Medien und Familien. Kleber äußert besorgt, dass viele Menschen sich unsicher fühlen vor ihrem eigenen Staat und eine veränderte Wahrnehmung des Rechtsstaates spüren.

Ein weiterer Punkt, der Kleber am Herzen liegt, ist der wachsende Einfluss großer Technologiekonzerne auf die US-Politik. Er nennt Kalifornien als eine wirtschaftlich und politisch starke Region, die weniger Regulierung anstrebt. Elon Musk, das bekannteste Gesicht dieser Tech-Eliten, wird dabei nicht unerwähnt gelassen. Kleber kritisiert auch den geplanten Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland, da dies die militärische Abschreckung gefährden könnte. Die Frage nach dem nuklearen Schutzschirm der USA bleibt offen, und er äußert Zweifel an der Bereitschaft der USA, im Ernstfall schnell zu handeln.

Vertrauen in Technologien und Unternehmen

Die besorgniserregenden Entwicklungen sind nicht nur in den USA spürbar. Auch in Deutschland wird seit Trumps Amtsantritt die Abhängigkeit von US-Technologiekonzernen wie Google, Microsoft und Amazon kritisch betrachtet. Eine Bitkom-Studie zeigt, dass 38% der deutschen Unternehmen ihr Vertrauen in die USA als „erheblich geschwächt“ bewerten. Über 90% geben an, ohne US-Technologien nicht weiterarbeiten zu können. Das ist ein starkes Signal! München, beispielsweise, hat ein eigenes Rechenzentrum, das sensible Daten verwaltet, nutzt jedoch auch Dienste amerikanischer Hyperscaler. Laura Dornheim, Leiterin des IT-Referats der Stadt, äußert Bedenken: Eine vollständige Abkopplung von Big Tech sei keine Lösung. Es brauche einen Mittelweg, um die Digitalisierung selbstbestimmt zu gestalten.

Die Bundesregierung hat bereits darauf reagiert und ein Digitalministerium ins Leben gerufen, um die digitale Souveränität zu stärken. Ein zentraler Bestandteil dieser Initiative ist der „Deutschland-Stack“, eine nationale Technologieplattform, die bis 2028 fertiggestellt werden soll. In einer Zeit, in der kritische Infrastrukturen in Deutschland häufig Ziel von Cyberangriffen sind, wird die Notwendigkeit eines solchen Projektes umso deutlicher.

Die Rolle des Journalismus

Zu all diesen Themen wird Kleber auch am Journalismusfest in Innsbruck sprechen, wo er sich mit dem Einfluss von Trump auf die Medienwelt auseinandersetzen wird. Dabei fordert er, dass Journalisten ihre Arbeit besser erklären und auf die Menschen zugehen sollten, um Missverständnisse über den Journalismus abzubauen. Er lobt beispielsweise die journalistische Arbeit von Armin Wolf vom ORF als vorbildlich. Es ist wichtig, dass der Journalismus sich seiner Verantwortung bewusst wird und auch in schwierigen Zeiten als verlässliche Informationsquelle agiert.

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In einer Welt, die so stark von technologischen Entwicklungen und politischen Unsicherheiten geprägt ist, können wir nur hoffen, dass sowohl Politiker als auch Journalisten ihren Teil dazu beitragen, um Vertrauen zurückzugewinnen. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich diese Dynamiken auf unsere Gesellschaft auswirken werden.