Am 20. Mai 2026 herrscht reges Treiben am Sportplatz in St. Anton am Arlberg. Der Grund? Ein besonderes Schnuppertraining für fußballinteressierte Mädchen, das im Rahmen der Initiative „Fußball für Mädchen – TWOgether Schule & Verein“ des Österreichischen Fußball-Bunds (ÖFB) in Kooperation mit dem Sportministerium stattfindet. Bei strahlendem Wetter und guter Laune haben sich zahlreiche junge Talente eingefunden, um den Ball ins Rollen zu bringen.
Die Initiative, die von der gebürtigen St. Jakoberin und ÖFB-Vertreterin Sarah Huter vorgestellt wurde, zielt darauf ab, mehr Mädchen für den Fußball zu begeistern und sie langfristig im Sport zu halten. Dabei sollen Schulen mit lokalen Vereinen vernetzt werden – ein echter Gewinn für alle Beteiligten. „Wir möchten, dass mehr Mädchen die Chance bekommen, ihre Leidenschaft für den Fußball auszuleben“, erklärt Huter. Umso erfreulicher ist es, dass 19 Mädchen am ersten Schnuppertraining teilgenommen haben. Das zeigt, dass das Interesse am Mädchenfußball im Bezirk Landeck durchaus vorhanden ist. Zudem ist die SPG Arlberg Stanzertal stolz darauf, die einzige Mädchen-Nachwuchsmannschaft im Bezirk zu haben.
Gelegenheit zur Weiterentwicklung
Für alle, die jetzt neugierig geworden sind, gibt es eine zweite Chance: Am 27. Mai um 17.45 Uhr findet das nächste Schnuppertraining am Sportplatz St. Anton statt. Hier können Mädchen zwischen 6 und 12 Jahren nicht nur den Umgang mit dem Ball erlernen, sondern auch neue Freundschaften schließen. Die U14 Mädchenmannschaft der SPG Arlberg Stanzertal hat derzeit 16 Spielerinnen – und das Potenzial, weiter zu wachsen!
Ein wichtiger Aspekt der Initiative ist auch die Suche nach einem Trainer für eine neue U12 Mädchenmannschaft. Wer also Spaß am Fußball hat und bereit ist, mit den jungen Talenten zu arbeiten, kann sich direkt an die SPG Arlberg Stanzertal wenden. Die Mindestanforderung? Ein Alter von 18 Jahren. Eine Trainerausbildung ist nicht zwingend erforderlich! Das ist doch eine tolle Gelegenheit, sich in der Gemeinschaft einzubringen.
Ein Blick über die Grenzen hinaus
Es ist spannend zu sehen, wie solche Initiativen nicht nur lokal, sondern auch auf nationaler Ebene im Fokus stehen. Der DFB verfolgt mit seiner „Strategie Frauen im Fußball FF27“ ähnliche Ziele. Diese Strategie, die im Dezember 2021 verabschiedet wurde, soll die Strukturen im Fußball stärken und die öffentliche Wahrnehmung des Frauenfußballs deutlich erhöhen. Konkrete Ziele sind unter anderem die Verdopplung der medialen Reichweite und die Erhöhung des Anteils aktiver Spielerinnen, Trainerinnen und Schiedsrichterinnen um 25 Prozent. Es zeigt sich, dass auch in Österreich eine wachsende Bewegung für den Frauenfußball im Gange ist – und Initiativen wie die von Sarah Huter sind der erste Schritt in die richtige Richtung.
Insgesamt bleibt zu hoffen, dass solche Projekte nicht nur das Interesse am Fußball fördern, sondern auch einen nachhaltigen Wechsel in der Kultur des Sports bewirken. Fußball für Mädchen – zweifellos ein Schritt in die richtige Richtung! Wer mehr über die Initiative erfahren möchte, kann dies hier nachlesen.