In der Fachberufsschule für Holztechnik in Absam ging es am 30. Mai hoch her. Der Landeslehrlingswettbewerb stand an und 47 Tischlerlehrlinge aus ganz Tirol hatten die Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen. Mit dabei war auch Daniel Waldauf, ein talentierter Lehrling der Tischlerei Friedrich Wieser in Strassen. Und was soll ich sagen? Er hat es tatsächlich geschafft, den Landessieg im 3. Lehrjahr zu erringen! Ein unglaublicher Erfolg, auf den er zu Recht stolz sein kann. Jetzt wird er Tirol am 20. Juni beim Bundeslehrlingswettbewerb in Graz vertreten. Das ist doch einfach klasse, oder?
Die Jury, zu der auch der Landesinnungsmeister Helmuth Hehenberger gehörte, bewertete die Leistungen der jungen Tischler. Über die Osttiroler Teilnehmer:innen kann man nur Positives berichten. Sie haben nicht nur gut abgeschnitten, sondern gleich sechs der neun Podestplätze in den ersten drei Lehrjahren erkämpft! Marian Blasisker von der Gabriel Forcher Tischlerei GmbH in Lienz holte im 1. Lehrjahr den 2. Platz, während Paul Ploner von der Tischlerei Martin Gollner in St. Johann i.W. den 3. Platz belegte. Im 2. Lehrjahr konnte Matthias Moosmair von der Tischlerei Franz Mariacher in Virgen den 3. Platz für sich sichern.
Starke Leistungen der Osttiroler
Im 3. Lehrjahr war es dann Daniel Waldauf, der mit seinem ersten Platz die Jury hinter sich vereinen konnte. Aber auch Florian Mariner von der Tischlerei Franz Mariacher in Virgen hat einen tollen 2. Platz errungen. Lucas Obernosterer, ebenfalls von der Tischlerei Friedrich Wieser, landete auf dem 3. Platz. Diese hervorragenden Ergebnisse der Osttiroler Tischlerlehrlinge sind ein Zeichen für die hohe Qualität der Ausbildung in der Region.
Die Ausbildung zum Tischler, oder auch Schreiner, bildet die Grundlage für das Tischlerhandwerk. Nach der Lehre stehen den Absolventen viele Türen offen. Sie können als Gesellin oder Geselle in verschiedenen Betrieben arbeiten und sich zudem fachlich oder betriebswirtschaftlich weiterbilden. Wer noch tiefer in die Materie eintauchen möchte, hat die Möglichkeit, den Meisterbrief zu erwerben. Dieser eröffnet nicht nur die Chance, Betriebsleitungen zu übernehmen, sondern erlaubt auch die Ausbildung von Lehrlingen. Außerdem kann man mit einem Meisterbrief sogar ein Studium ohne Abitur beginnen!
Die Vielfalt der Berufsperspektiven im Tischlerhandwerk ist beeindruckend. Ob als Gestalterin im Handwerk, als Gebäudeenergieberater für klimafreundliche Umbauten oder als Restaurator für Kulturgüter – die Möglichkeiten sind schier endlos. Das Tischlerhandwerk ist nicht nur traditionell, sondern bietet auch Platz für kreative Ideen und innovative Ansätze. So bleibt es spannend zu sehen, wie Daniel Waldauf und seine Kollegen ihren Weg in dieser vielseitigen Branche gestalten werden.
