Das Älpele in Forchach ist nicht nur ein Ort der Schönheit, sondern auch ein lebendiges Stück Geschichte. Edi Pichler hat in einem faszinierenden Artikel die Traditionen rund um Stadel und Bergmessen auf der Hochebene aufgegriffen. Der Durrenstadel, eines der wenigen noch intakten Bauwerke, wurde von Werner Scheiber festgehalten, während andere Stadel bereits dem Verfall preisgegeben wurden. Die Erinnerungen an vergangene Zeiten sind in einer Foto-Chronik eines ehemaligen Lehrers und Chronisten festgehalten, die es wert ist, erkundet zu werden. In der Rundschau war sogar ein Bild einer Stadelgruppe aus dem Gästebuch Oldenburg in Rieden zu sehen – ein weiteres Puzzlestück der lokalen Kulturgeschichte.
Die Bergwacht Forchach spielte eine zentrale Rolle bei der Organisation der Bergmessen in den Jahren 1980, 1986, 1989 und 1997. Unter der Leitung von Peter Sprenger und dem Pfarrer Josef Ahorn, der von 1984 bis 2002 tätig war, fanden diese Zusammenkünfte unter dem Giebelkreuz statt. Auf einem Bild sind nicht nur Ahorn, sondern auch Bezirksleiter Franz Pixner und Kameraden aus Forchach und Gramais zu sehen. Diese Treffen waren mehr als nur religiöse Versammlungen; sie waren Ausdruck einer lebendigen Gemeinschaft, die sich um Traditionen und Zusammenhalt gruppiert hat.
Wanderungen und Naturgenuss
Die Wanderung zum Älpele beginnt bei der Hausnummer 7 in Forchach. Wanderer folgen dem gut ausgeschilderten Wegweiser „Älpele“, der sie durch eine malerische Landschaft führt. Der Steig wird steiler, und irgendwann muss man sogar den Forstweg zweimal queren – ein kleines Abenteuer für sich! Während des Aufstiegs kann man den Duft der frischen Bergluft schnuppern und das Rauschen der Bäume hören. Auf dem Almboden angekommen, wird man mit einer beeindruckenden Aussicht belohnt. Hier gibt es auch die Jagdhütte von Oldenburg, die einst von Herrn Generalkonsul von Oldenburg aus München erworben wurde, um sein Jagdrevier zu vergrößern.
Im Jahr 1922 erhielt die Gemeinde Forchach das Recht, Galtvieh auf die Alpe zu treiben, was die Tradition der Almwirtschaft weiter festigt. Im Sommer weiden hier etwa 50 bis 60 Stück Galtvieh in der freien Natur. Diese Jahrhunderte alte Praxis ist nicht nur ein Teil der lokalen Landwirtschaft, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes der Region. Das Älpele wird somit nicht nur als idyllischer Rückzugsort geschätzt, sondern auch als lebendiger Teil der Gemeinschaft, die hier in den Bergen lebt und arbeitet.
Die Verbindung von Natur, Tradition und Gemeinschaft macht das Älpele zu einem besonderen Ort in Forchach. Es ist ein Platz, an dem man die Ruhe der Berge genießen und gleichzeitig die Spuren der Geschichte entdecken kann – und das ist einfach nur schön.
