Kirchweihfest in Villach: Tradition trifft Bewegung und Gemeinschaft
Es war ein sonniger Tag in Villach, der 20. September 2026, als die Pfarre Villach-St. Martin ihr Kirchweihfest feierte. Ein Ereignis, das viele Mitglieder der Pfarre und Gäste aus den umliegenden Gemeinden anlockte. Die Vorfreude war spürbar, auch wenn die Anreise für viele zur kleinen Herausforderung wurde. Die Straßensperren, die für das internationale Radrennen Carinthia200 eingerichtet wurden, erschwerten die Anfahrt. Knapp 2.000 Radfahrerinnen und Radfahrer aus dem In- und Ausland waren am Sonntag auf den Straßen von Villach unterwegs, was die Situation nicht gerade einfacher machte.
Zu den Feierlichkeiten in der Kirche gehörte eine Festmesse, die vom Kirchenchor unter der Leitung von Gerald Rabitsch und dem Organisten Alois Unterluggauer musikalisch gestaltet wurde. Acht Ministrant*innen halfen am Altar und trugen zur festlichen Stimmung bei. Pfarrer Burgstaller hielt eine bewegende Predigt, in der er über das geistige Zuhause in Gott sprach und die Zuhörer dazu einlud, sich als geliebte Kinder Gottes zu sehen. Die Predigt betonte die Bedeutung des Evangeliums sowie der persönlichen Auseinandersetzung mit den heiligen Texten und kirchlichen Ritualen, die uns helfen, die Liebe Gottes zu erfahren.
Gemeinschaft und Feierlaune
Nach der Messe versammelten sich die Gemeindemitglieder im Pfarrhof. Die Sonne strahlte vom Himmel, und die Atmosphäre war von einer herzlichen Gastfreundschaft geprägt. Viele helfende Hände hatten dafür gesorgt, dass es an nichts fehlte – von den kulinarischen Köstlichkeiten bis zu den festlich gedeckten Tischen. Dank galt der Organisation rund um Edith Mölzer, deren Engagement spürbar war. Man hörte Lachen, Gespräche und das Klirren von Gläsern, während die Menschen die Gemeinschaft genossen. Kirchweihfeste wie dieses sind in Österreich nicht nur religiöse Feiern, sondern auch zentrale Bestandteile der ländlichen Kultur.
Die Kirchweih hat eine lange Tradition und bringt Menschen zusammen, um zu danken, Musik zu hören und regionale Spezialitäten zu genießen. Historisch betrachtet geht die Kirchweih auf das Mittelalter zurück, als neue Kirchen geweiht wurden. Von den feierlichen Gottesdiensten über Prozessionen bis hin zu kulinarischen Höhepunkten und Tanzveranstaltungen – die Kirchweih zeigt, wie lebendig und vielfältig unser Brauchtum ist. Ein typischer Kirchweih-Tag bietet alles, was das Herz begehrt, und schafft Erinnerungen, die bleiben.
Radrennen und Straßensperren
Während die Feierlichkeiten im Pfarrhof ihren Lauf nahmen, gaben die Radrennfahrer ihr Bestes auf der Strecke, die durch Villach führte. Die Straßensperren waren temporär, doch für die Anwohner und Besucher eine kleine Geduldsprobe. Die Abfahrt A2 Villach-Warmbad war zwar jederzeit geöffnet, jedoch mussten einige Umwege in Kauf genommen werden, wenn man in die Innenstadt wollte. Halte- und Parkverbotszonen in der Innenstadt sorgten für zusätzliche Herausforderungen, aber die meisten waren gut gelaunt und fanden ihren Weg zum Fest. Es war ein Tag voller Bewegung – sowohl auf den Straßen als auch im Herzen der Gemeinde.
Insgesamt war das Kirchweihfest der Pfarre Villach-St. Martin ein gelungener Tag, der die Bedeutung von Gemeinschaft und Tradition eindrucksvoll unter Beweis stellte. So feiert man in Kärnten, wo die Menschen, ganz im Sinne der Kirchweih, zusammenkommen, um das Leben zu feiern und einen Teil ihrer kulturellen Identität zu bewahren.
