Ein Halloween-Spaß mit Schokolade und Kaubonbons nahm in Vöcklamarkt eine gefährliche Wendung: In gesammelten Süßigkeiten wurden Nadeln entdeckt. Eine Elfjährige hatte am 31. Oktober 2026 zwischen 18 und 20 Uhr im Gemeindegebiet von Vöcklamarkt im Bezirk Vöcklabruck Süßigkeiten gesammelt.

Bei der Kontrolle stieß ihre Mutter, eine 40-Jährige aus dem Bezirk Vöcklabruck, in einem Kaubonbon auf eine dickere Nadel. Auch in einem Schokoriegel steckte eine weitere Nadel. Das Mädchen hatte bereits in eines der präparierten Stücke gebissen, blieb dabei aber unverletzt.

Anzeige bei der Polizei

Am Nachmittag des 2. November erstattete die Mutter Anzeige bei der Polizei. Die Ermittlungen laufen, Hinweise auf einen möglichen Täter gibt es bislang nicht. Unklar sind auch die Herkunft der Süßigkeiten und die Identität jener Person, die die Fremdkörper versteckt haben könnte.

Der Fall aus Vöcklamarkt steht nicht allein da. Auch in der Steiermark wurden präparierte Halloween-Süßigkeiten gemeldet. Eltern fanden dort Heftklammern in einer Schokolade, die ihr Kind beim Sammeln erhalten hatte. Laut Polizei gingen bisher vier Anzeigen gegen unbekannte Täter ein.

Auch Nägel in Süßigkeiten entdeckt

In Linz-Oed entdeckte ein Vater rund einen Zentimeter lange Nägel in mehreren Schokoriegeln und Kaubonbons, die seine Kinder am 31. Oktober gesammelt hatten. Teilweise waren die Nägel von außen nicht zu sehen.

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In der Steiermark registrierte die Polizei vier Fälle möglicherweise manipulierter Halloween-Süßigkeiten. Betroffen waren die Bezirke Weiz und Leibnitz, wo Kinder am Halloween-Abend metallische Gegenstände in gesammelten Süßigkeiten fanden. Die Anzeigen gingen am Montagnachmittag, 2. November 2026, ein; erhalten hatten die Kinder die Süßigkeiten am Samstagabend, 31. Oktober. Verletzt wurde bislang niemand.

Die Polizei ermittelt gegen unbekannte Personen und versucht, die Herkunft der Manipulationen zu klären. Vergleichbare Vorfälle wurden laut Polizei auch aus einem weiteren österreichischen Bundesland und aus Deutschland gemeldet. Ob zwischen den Fällen ein Zusammenhang besteht, ist derzeit offen. Die Ermittlungen in den Bezirken Weiz und Leibnitz dauern an.

Vor dem Essen genau hinschauen

Metallische Fremdkörper können beim Kauen Verletzungen im Mund verursachen oder beim Verschlucken gefährlich werden. Die Polizei empfiehlt daher, alle gesammelten Halloween-Süßigkeiten vor dem Verzehr sorgfältig zu kontrollieren – vor allem auf beschädigte Verpackungen, ungewöhnliche Einstichstellen und erkennbare Fremdkörper.

Verdächtige Süßigkeiten sollten nicht gegessen werden. Werden metallische Gegenstände entdeckt, sollen Betroffene die Polizei verständigen und die Produkte samt Verpackung für die Ermittlungen aufbewahren.