Der ESV Union Ladler Wang ist am Samstag, 7. November 2026, in Vöcklabruck schwungvoll in die Wintersaison gestartet. Beim Eisturnier trat Wang mit Markus Karl, Christian Hobl sowie Jakob und Patrick Solböck an – und blieb trotz gerade einmal einer Trainingseinheit auf Eis ohne Niederlage.

Im 13 Mannschaften umfassenden Teilnehmerfeld gewann das Team jedes Spiel und holte sich damit den Turniersieg. Viel besser kann ein Saisonauftakt kaum laufen. Für Wang geht es bereits in der kommenden Woche weiter: Beim eigenen Vorbereitungsturnier in Amstetten wartet der nächste Test im Hinblick auf den Europacup.

Wang geht als Titelverteidiger ins Europacup-Jahr

Der niederösterreichische Verein ist im Europacup der Herren Titelverteidiger und wurde 2025 außerdem Staatsmeister. Wang gilt als Favorit und ist seit mehr als einem Jahr ungeschlagen. Die letzte Niederlage kassierte die Mannschaft im Staatsligafinale 2024. Danach folgten sämtliche nationalen und internationalen Titel.

Zum erfolgreichen Saisonstart zählen auch die Siege beim Ladler-Cup im deutschen Waldkirchen und beim Wanger Eisturnier in Amstetten. In Vöcklabruck kam nun der nächste Erfolg dazu – obwohl die Eisvorbereitung bisher ausgesprochen kurz ausgefallen ist.

Im Herrenbewerb vertreten neben Wang der GSC Liebenfels aus Kärnten, der SSV ASKÖ Weiz-Nord und der EV Ladler Tal Leoben aus der Steiermark Österreich. Liebenfels wurde 2025 Zweiter der Staatsmeisterschaft, Weiz-Nord Dritter, Leoben Vierter.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Junge Mannschaft und erfahrene Rückkehrer

Für den GSC Liebenfels ist der Europacup Neuland. Das junge Team wird von dem 22-jährigen Michael Regenfelder junior angeführt, auch Kevin Kronewetter gehört zum Kader. Der überraschende zweite Platz bei der Staatsmeisterschaft brachte Liebenfels anstelle des Europacup-Rekordhalters EV Rottendorf Seiwald ins internationale Bewerbsgeschehen. Kronewetter hält einen Viertelfinalplatz für möglich; danach, in den Play-off-Spielen, sei der Ausgang offen. Als Athletensprecher äußerte er sich außerdem zu einer geplanten IFI-Regelung für die Nachwuchs-Europameisterschaft.

Weiz-Nord belegte im Sommer Rang drei in der Staatsliga und im Winter Rang drei bei der Staatsmeisterschaft. Mit Mario Braunstein und Mario Weingartmann stehen zwei international erfahrene Spieler im Kader. Auch die Damen des Vereins qualifizierten sich über Rang vier bei der Staatsmeisterschaft für den Europacup.

Der EV Ladler Tal Leoben kehrt erstmals seit 2018 auf die Europacup-Bühne zurück. Der dreifache Europacupsieger holte seinen letzten Titel 1997. Nach den Abgängen von Markus Rothberger und Bernd Zambo wurde die Mannschaft neu formiert, Michael Miglar kam als Neuzugang dazu. Michael Brantner sprach von einer kurzen Vorbereitung auf Eis, weil in der Region zunehmend Eiszeiten fehlten. Wang sei derzeit nahezu konkurrenzlos, meinte Brantner.

Vier österreichische Damenteams dabei

Bei den Damen startet der amtierende Europacup-Sieger ESV Union Vornholz in Peiting und peilt den vierten Europacup-Titel der Vereinsgeschichte an. Die Steirerinnen wurden zur „Mannschaft des Jahres 2025“ gewählt und setzten sich dabei auch gegen den SK Sturm Graz durch. In der laufenden Saison fehlt zwar noch ein großer Titel, die Formkurve zeigte in der Vorbereitung aber nach oben.

Der ESV Neustift-Innermanzing, Europacup-Sieger von 2022 und aktueller Staatsmeister, zählt zu den Medaillenanwärtern. Beim Wanger Eisturnier gewann das Team die Gruppe B – und war dort die einzige Damenmannschaft im Teilnehmerfeld.

Der ESV Großfeistritz möchte an die Europacup-Bronzemedaille von 2023 anschließen. Marion Peinhaupt gehört zum Kader. Bei Vorbereitungsturnieren in Weiz und Wenigzell landete Großfeistritz auf Platz eins beziehungsweise zwei.

Für den SSV ASKÖ Weiz-Nord ist Alexandra Szumer eine prominente Verstärkung. Die zweifache Europacup-Siegerin gewann 2012 in Telfs und 2014 in Meran mit dem ESV Weiz Nord den Titel. Die erneute Teilnahme bezeichnet sie als besonderes Ereignis und verweist auf die Entwicklung der jungen Mannschaft. Als Mannschaftsführerin traut sie dem Team an einem guten Tag viel zu. Die Generalprobe gewann Weiz bei der ASKÖ-Landesmeisterschaft.

Der Europacup eröffnet die Wintersaison in Peiting und Peißenberg. Wang bringt dafür aus Vöcklabruck nicht nur den Turniersieg, sondern auch ordentlich Selbstvertrauen mit – und nächste Woche wartet in Amstetten schon die nächste Eispartie.