Heute ist der 16.10.2026 und in der Region Völkermarkt wird bereits morgen ein ganz besonderer Tag gefeiert. Am Samstag, dem 17. Oktober, findet in Bleiburg und Völkermarkt ein Informationstag der Bestattungen statt. Ein Tag, der dazu einlädt, offen mit den Themen Sterben, Abschied und Trauer umzugehen. Man könnte sagen, es ist eine Gelegenheit, den Elefanten im Raum anzusprechen – auch wenn das nicht immer leichtfällt.

In Bleiburg startet der Tag der offenen Tür um 10 Uhr in der Aufbahrungshalle in der Heimstraße. Hier gibt es nicht nur Einblicke in die Arbeit eines Bestattungsunternehmens, sondern auch Informationen zu Abschied und Vorsorge. Ein Highlight wird sicherlich der Vortrag von Psychotherapeut und Theologe Arnold Mettnitzer sein, der über „Bruder Tod – Gedanken über die Zeit und die Zeit danach“ sprechen wird. Das klingt nach einer tiefgründigen Auseinandersetzung mit einem Thema, das viele von uns betrifft, selbst wenn wir es nicht immer an die große Glocke hängen.

Unterhaltung und Information

Doch das ist noch nicht alles! Kabarettistin Katrin Winkler-Jandl wird als „Bestatterin Herta“ auftreten und humorvolle Aspekte des Themas präsentieren. Humor in solch ernsten Angelegenheiten kann manchmal der Schlüssel sein, um mit der eigenen Trauer umzugehen oder einfach mal wieder zu lächeln. In Völkermarkt findet der Informationstag ebenfalls am 17. Oktober statt, und zwar in den Räumlichkeiten am Hauptplatz 1. Hier wird die offizielle Begrüßung um 11 Uhr stattfinden, gefolgt von einer Vorstellung der Bestattung Völkermarkt und Einblicken in deren Arbeit.

Von 10 bis 15 Uhr gibt es in Völkermarkt Raum für persönliche Gespräche mit verschiedenen Berufsgruppen im Bestattungswesen. Außerdem wird Blumen Wanda florales Handwerk präsentieren, während Notar Armin Müller über Testament, Erbfolge und Verlassenschaft informiert. Das ist nicht nur wichtig für den Kopf, sondern auch für das Herz, denn solche Themen betreffen uns alle irgendwann.

Trauer und wie man sie begleitet

Doch wie geht man mit Trauer um? Viele Menschen wissen oft nicht, wie sie Trauernden begegnen sollen – und das Schweigen kann sich wie ein zweiter Verlust anfühlen. Es gibt keinen „richtigen“ Satz, den man sagen muss. Vielmehr ist es wichtig, einfach da zu sein. Den Namen des Verstorbenen zu nennen kann helfen, die Angst des Vergessens zu nehmen. Einfach zuzugeben, dass man ratlos ist, ist schon ein guter Anfang: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll, aber ich denke an dich.“

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Natürlich gibt es auch Sätze, die oft nicht gut ankommen, wie etwa „Das Leben geht weiter“ oder „Du musst jetzt stark sein“. Stattdessen sind konkrete Angebote hilfreicher – etwa „Ich komme am Donnerstag um 17 Uhr vorbei und bringe Suppe mit.“ Kleine Gesten können oft mehr Trost spenden als große Worte. Trauer verläuft nicht linear – sie kommt in Wellen. Besonders schwer sind die ersten Jahrestage. Da kann eine kurze Nachricht viel bedeuten.

Für diejenigen, die nach längerer Zeit nicht zurück in den Alltag finden oder sich zurückziehen, kann professionelle Hilfe sinnvoll sein. In vielen Städten, so auch in Speyer, gibt es Trauergruppen und Begleiterinnen, die helfen können. Und natürlich ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar – ein wichtiger Anker in stürmischen Zeiten.

Ein Tag wie der kommende Informationstag in Bleiburg und Völkermarkt ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ein Schritt hin zu einem offenen Umgang mit dem Thema Trauer. Manchmal braucht es nur einen kleinen Anstoß, um sich mit den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen – und vielleicht auch um zu lernen, dass es in Ordnung ist, nicht immer die richtigen Worte zu finden. Wir freuen uns auf einen bereichernden Tag!