In Gattersdorf, einem kleinen, aber engagierten Ort in der Gemeinde Völkermarkt, wurde am 18. September ein öffentlich zugänglicher Defibrillator in Betrieb genommen. Das Besondere daran? Dieser lebensrettende Apparat steht rund um die Uhr für die Bevölkerung bereit. Bei der offiziellen Übergabe waren zahlreiche Gäste anwesend, darunter Feuerwehrmitglieder und interessierte Bürger. Auch Vertreter der Gemeinde Völkermarkt ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen. Nach der feierlichen Einweihung gab es eine Schulung durch das Rote Kreuz, bei der die Teilnehmer wichtige Informationen zum richtigen Umgang mit dem Defibrillator im Notfall erhielten.

Die Feuerwehr Gattersdorf äußerte dabei die Hoffnung, dass das Gerät möglichst selten zum Einsatz kommen muss. Dennoch ist die Bedeutung eines Defibrillators in kritischen Situationen unbestritten. Die schnelle Verfügbarkeit kann in einem Notfall über Leben und Tod entscheiden. Falls jemand kollabiert, zählt jede Sekunde. Das sollte jeder im Hinterkopf haben.

Was tun im Notfall?

Im Falle eines medizinischen Notfalls ist es wichtig, zuerst die 112 zu wählen. Auf diese Weise wird der Rettungsdienst alarmiert, und die Dispatcher können Informationen über den nächstgelegenen Defibrillator geben. Tatsächlich führen Rettungsleitstellen Verzeichnisse der registrierten AED-Standorte, um Ersthelfer direkt dorthin zu lotsen. Es gibt auch öffentliche Defibrillator-Register und regionale Ersthelfer-Alarmierungs-Apps, die helfen können, den nächsten AED zu finden. Allerdings sind viele Defibrillatoren nicht erfasst. Daher bleibt der Notruf 112 der sicherste Weg zur Hilfe.

Wenn es zu einem Zusammenbruch kommt, sollte eine zweite Person umgehend nach einem Defibrillator suchen, während die erste Person mit der Herzdruckmassage beginnt. Dabei ist es entscheidend, dass die Defibrillatoren gut sichtbar und an zentralen, öffentlich zugänglichen Orten montiert sind. Das internationale Rettungszeichen E010 kennzeichnet Defibrillatoren und sollte unbedingt verwendet werden, um deren Auffindbarkeit zu erhöhen.

Ein Blick auf die Defibrillator-Register

In vielen Regionen gibt es unterschiedliche Ansätze zur Erfassung von Defibrillatoren. Auch wenn die Idee gut ist, sind die Erfassungskriterien oft uneinheitlich. Betreiber, wie etwa Hersteller oder Verkehrsbetriebe, filtern die Daten häufig nach eigenen Interessen. Ein kontinuierliches Update der Informationen fehlt häufig, was die Suche nach einem Defibrillator im Notfall erschwert. Der Verein Definetz eV hat seit 2011 das größte Kataster für Defibrillatoren in Deutschland und darüber hinaus ins Leben gerufen. Dort werden nicht nur die Standorte erfasst, sondern auch Angaben zu Betreibern, Wartung und Erreichbarkeit gesammelt.

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Das Ziel dieser Initiative ist klar: Helfer sollen im Notfall nicht vor verschlossenen Türen stehen. Ein einheitliches und plattformunabhängiges Datenmanagement könnte hier Abhilfe schaffen. Kooperationen mit vergleichbaren Einrichtungen in Europa sind in Planung, um eine europaweit nutzbare Datenbank zu schaffen – denn im Notfall zählt jeder Moment.

In Gattersdorf hat man nun einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Der neue Defibrillator könnte, sollte es einmal darauf ankommen, entscheidend sein. Lassen wir uns also wünschen, dass er nicht oft zum Einsatz kommt, aber wenn es darauf ankommt, ist er da – für alle, die ihn brauchen.