Heute ist der 23. September 2026. Ein besonderer Tag für die Kunstszene in Ruden, denn am 24. September wird die Vernissage zur Kunstausstellung „Gemeinsam|2Gether|Skupno“ von Erika Kulterer im Amtshaus Ruden stattfinden. Der Beginn dieser Veranstaltung ist für 19:30 Uhr angesetzt. Die Ausstellung zeigt die beeindruckenden Werke von Erika Kulterer sowie die ihres verstorbenen Mannes, Sigi Kulterer. Ja, das ist eine emotionale Sache, die nicht nur die künstlerische Seite beleuchtet, sondern auch tief in die menschliche Psyche eintaucht.

Erika Kulterer wird nicht nur die Kunst präsentieren, sondern auch ihre Tochter, die die Veranstaltung moderiert. Ein ganz besonderer Moment, denn die musikalische Umrahmung wird von ihren Kindern gestaltet. Das gibt dem Ganzen einen familiären, warmen Touch. Ein Fotograf wird einen Katalog erstellen und ein Filmer dokumentiert den Abend. Das zentrale Thema dieser Ausstellung ist der Mensch, seine Körpersprache und die gesellschaftspolitischen Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind – Machtgier, Rassismus, Antisemitismus und Terror. Ja, das sind schwere Themen, aber sie sind von großer Bedeutung.

Ein Blick auf Sigi Kulterers Vermächtnis

Erika Kulterers künstlerische Reise begann nach dem Tod ihres Mannes. Sie widmete sich intensiv dem Malen, oft bis zu acht Stunden täglich. Dabei nutzt sie eine Vielzahl von Techniken – von Acryl über Kohlestifte bis hin zu Ölkreide. Sogar Küchenutensilien kommen zum Einsatz, um besondere Strukturen zu schaffen. Die Farben Rot und Schwarz spiegeln ihre Identität wider, und ihre Faszination für die Ausstrahlung von Menschen, Körpersprache und Mimik wird in ihren Arbeiten lebendig.

Doch die Kulterers sind nicht nur in der Kunstwelt aktiv. Sigi Kulterer, der 1955 in Lienz geboren wurde, war auch ein kultureller Botschafter für Österreich, Kärnten und Ruden. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter das große goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und das Ehrenzeichen des Landes Kärnten. Bei der Eröffnung seiner Ausstellung, „La vita è bella – das Leben ist schön“, waren zahlreiche Wegbegleiter, Freunde und Vertreter aus der Politik anwesend. Landeshauptmann Peter Kaiser würdigte Sigi Kulterer als großen Sohn der Gemeinde und Ehrenbürger.

Gesellschaftliches Engagement und Zivilcourage

Beide Kulterers haben sich sozial engagiert. Sigi Kulterer organisierte Workshops für Kinder und Menschen mit Beeinträchtigungen. Erika Kulterer wurde durch die Aufdeckung eines versuchten Internetbetrugs bekannt, bei dem sie aktiv der Polizei half. Ihr Ziel: Zivilcourage zeigen und Frauen ermutigen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Das ist eine Botschaft, die in der heutigen Zeit mehr denn je wichtig ist.

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Die kulturelle Beteiligung in Österreich, insbesondere von Menschen mit Migrationshintergrund, ist ein weiteres Thema, das in diesen Zusammenhängen nicht vergessen werden sollte. Studien zeigen, dass der Besuch von Kulturveranstaltungen und Kultureinrichtungen für die Gemeinschaft von großer Bedeutung ist. Kultureinrichtungen haben nicht nur einen sozialen, sondern auch einen ökonomischen Einfluss auf andere Sektoren, wie etwa den Fremdenverkehr. Es ist spannend zu sehen, wie Kunst und Kultur nicht nur unsere Seelen, sondern auch unsere Wirtschaft nähren können.