Heute ist der 24. September 2026 und während die Blätter allmählich ihre Farben wechseln, feiern die Unterkärntner Bauern den Tag der Schulmilch. Ein ganz besonderer Anlass, denn in der Region haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, frische Schulmilch und leckeren Schulkakao direkt in die Klassenzimmer zu bringen. Die kleinen und großen Schüler können sich glücklich schätzen, denn täglich werden frische Produkte von den Höfen in die Schulen geliefert.

Die Familie Mucher vom Glantschnighof in Ratschitschach ist seit 1996 mit von der Partie. Mit ihren 60 Milchkühen versorgen sie stolz 13 Schulen im Bezirk Völkermarkt. Das morgendliche Melken ist für sie nicht nur eine Tätigkeit, sondern eine Tradition, die auch das Bewusstsein der Kinder für die Herkunft ihrer Lebensmittel schärft. Ebenso engagiert ist Johann Koroschetz vom Magdalensberg, der seit 30 Jahren Schulmilch produziert. Vor kurzem übergab er seinen Hof an seinen Sohn, doch die Tradition bleibt. Sein Betrieb beliefert 13 Schulen im Unteren Lavanttal mit Milch und Kakao in recycelbaren Viertel-Liter-Flaschen. Täglich werden zwischen 400 und 500 Fläschchen gefüllt – alles unter strengen Auflagen und Kontrollen, die sicherstellen, dass die Qualität stimmt!

Ein Blick auf den Brüchl-Hof

Markus Kollmann vom Brüchl-Hof in Schönweg bei St. Andrä ist ebenfalls ein wichtiger Akteur in der Schulmilchversorgung. Mit seinen 40 Kühen beliefert er täglich 36 Schulen im Mittleren und Oberen Lavanttal sowie im benachbarten Obdach. Er setzt nicht nur auf frische Milch in verschiedenen Geschmacksrichtungen, sondern bietet auch Trinkjoghurt an. Dabei nutzt er mehr als tausend Kunststoffbecher pro Tag! Nachhaltigkeit ist für ihn kein leeres Wort – sein Hof verfügt über E-Lieferwägen und eine eigene Stromladestation. Das ist doch mal ein Schritt in die grüne Zukunft!

Obwohl die Schulmilchproduktion in Österreich rückläufig ist, erfreut sich die Schulmilch in der Region nach wie vor großer Beliebtheit. Die Zusammenarbeit zwischen Bauern und Schulen hat einen positiven Einfluss auf die Ernährungsgewohnheiten der Kinder. Hierbei spielt auch das EU-Schulmilchprogramm eine wichtige Rolle. Es fördert nicht nur den Konsum von Milchprodukten, sondern sensibilisiert die Kinder auch für gesunde Ernährung und die Landwirtschaft. In Hessen haben Schulen und vorschulische Bildungseinrichtungen die Möglichkeit, Fahrtkosten für Besuche auf landwirtschaftlichen Betrieben zu beantragen. Das Programm bietet auch zahlreiche Fördermöglichkeiten für pädagogische Maßnahmen.

E-Lieferwägen und Nachhaltigkeit

Die Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“ ist ein weiterer Schritt, um Kindern die Landwirtschaft näherzubringen. Schulen dürfen sogar Fördermittel für Materialien der Ernährungs- und Agrarbildung beantragen. Die Kontaktstelle für diese Förderungen ist Birgit Gemmer-Bellof vom Regierungspräsidium Gießen – eine wichtige Anlaufstelle für alle, die mehr über die Möglichkeiten erfahren möchten.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Familienbetriebe wie die Muchers, Koroschetz und Kollmann tragen nicht nur zur Ernährung der Kinder bei, sie stärken auch das Bewusstsein für regionale Produkte und deren Bedeutung. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit immer wichtiger wird, sind diese Bauern echte Vorbilder. Es ist schön zu sehen, wie viel Herzblut in der Schulmilchproduktion steckt und wie diese Tradition in der Region weiterlebt. Das ist nicht nur Milch, das ist ein Stück Heimat.