Radfahren im Chaos: Der Alserbachstraße Rad-Highway kämpft mit Baustellen und Problemen
Heute ist der 24.10.2026 und in Wien-Alsergrund ist der Rad-Highway in der Alserbachstraße ein heißes Thema. Er wurde erst im Dezember 2025 eröffnet und sollte eigentlich ein großes Plus für Radfahrer sein. Man könnte sagen, die ersten Berichte waren durchwegs positiv – ein breiter, vom Autoverkehr getrennter Radweg, der den Donaukanal mit dem Gürtel verbindet. Doch die Realität sieht ganz anders aus. Seit der Eröffnung gab es zahlreiche Probleme.
Aktuell sorgt eine Baustelle beim Franz-Josefs-Bahnhof für Verwirrung und Unmut. Der Radweg ist dort gesperrt, und das nicht ohne Grund: Eine mehrere Meter tiefe Künette wurde ausgegraben, um einen Schaden an einer 100.000-Volt-Hochspannungsleitung zu beheben. Die Arbeiter haben mittlerweile den genauen Ort des Gebrechens gefunden – das klingt vielversprechend, aber einen konkreten Termin für die Wiederfreigabe hat man nicht genannt. Das Aufgraben hat zudem seine Spuren hinterlassen, denn der Asphalt leidet unter den ständigen Baustellen, wird uneben und zu einer echten „Kriechspur“ für die Radfahrer.
Probleme an Kreuzungen und Ampelschaltungen
Besonders frustrierend für die Radler sind die Kreuzungen. An der Althanstraße wurde die Grünphase der Radampel zwar auf 30 Sekunden verlängert – das ist eine positive Änderung, die den Radfahrern das Vorankommen erleichtern soll. Zuvor war die Ampel so kurz grün, dass viele Radfahrer gezwungen waren, auf die Fahrbahn auszuweichen, was natürlich nicht im Sinne der Verkehrssicherheit ist. Aber trotz dieser Verbesserung bleibt die Situation angespannt, solange die Baustelle am Franz-Josefs-Bahnhof andauert.
Erst im Mai 2026 mussten Reparaturarbeiten durchgeführt werden, weil ein unterirdisches Gebrechen den Asphalt beschädigte. Ein Teufelskreis, der die Freude am Radfahren in einem wichtigen Teil der Stadt dämpft. Der Radweg hat in den wenigen Monaten seines Bestehens bereits mehrere Bauphasen durchlebt. Man fragt sich, ob das wirklich so geplant war oder ob hier einfach die Planung und Ausführung nicht rundlaufen.
Hauptradverkehrsnetz und seine Herausforderungen
In einem größeren Kontext gehört dieser Radweg zu einem übergeordneten Hauptradverkehrsnetz, das in Wien aus verschiedenen Bestandteilen besteht. Die Planung und der Ausbau dieser wichtigen Radverkehrsanlagen sind unerlässlich, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Umwege zu reduzieren. Die Mobilitätsagentur Wien hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Qualität und Sicherheit des Radverkehrs zu verbessern. Aber bei so vielen Baustellen und Problemen bleibt abzuwarten, wie effektiv diese Maßnahmen letztendlich sein werden.
Wien hat sich viel vorgenommen, die Radinfrastruktur auszubauen und zu verbessern. Die Bemühungen um ein besseres Radwegenetz sind unbestritten, doch muss man anmerken, dass die Umsetzung oft hinter den Erwartungen zurückbleibt. Die Radfahrer in Wien werden weiterhin auf eine spürbare Verbesserung warten müssen, während sie durch die Unebenheiten der Alserbachstraße navigieren.
