Tango-Revival: Ein Abend mit Dhatu und den Klängen Piazzollas in Wien
Am 29. Oktober 2026, von 19:00 bis 21:00 Uhr, gibt es im Amtshaus Alsergrund in Wien ein ganz besonderes Event, das die Herzen aller Musikliebhaber höher schlagen lässt. Das Duo Dhatu, bestehend aus der talentierten Flötistin Kateryna Movchan aus der Ukraine und der kroatischen Gitarristin Danica Škreblin, wird Werke des berühmten argentinischen Komponisten Astor Piazzolla präsentieren. Es ist eine Gelegenheit, die faszinierende Welt des Tangos in einer neu interpretierten Form zu erleben.
Die beiden Künstlerinnen haben sich auf die Neuinterpretation von Piazzollas Musik spezialisiert und werden im Rahmen des Konzerts unter anderem „Las Cuatro Estaciones Porteñas“ und „Histoire du Tango“ aufführen. Auch die Klassiker „Libertango“ und „Oblivion“ stehen auf dem Programm. Wer sich für die Hintergründe der Musik interessiert, wird sicherlich nicht enttäuscht sein. Piazzolla selbst, geboren 1921, gilt als Revolutionär des Tango und hat die traditionelle Musikrichtung mit Elementen des Jazz und der klassischen Musik kombiniert.
Die Künstlerinnen
Kateryna Movchan ist eine Ausnahmeerscheinung. Bereits mit 12 Jahren debütierte sie als Solistin und hat seither eine beeindruckende Karriere hingelegt. Ihr Masterstudium in Österreich schloss sie 2024 mit Auszeichnung ab und ihre Auftritte im Wiener Musikverein sowie in der Carnegie Hall und im Konzerthaus Berlin sprechen für ihr enormes Talent. Danica Škreblin, geboren 2003 in Zagreb, hat sich ebenfalls als Preisträgerin von über 20 internationalen Wettbewerben einen Namen gemacht. Aktuell studiert sie an der Kunstuniversität Graz und bringt frischen Wind in die Szenerie des zeitgenössischen Tangos.
Piazzolla und sein Erbe
Astor Piazzolla wurde als einziges Kind von Vicente Piazzolla und Assunta Mainetti geboren. Die Familie wanderte wegen der schlechten Wirtschaftslage in Argentinien 1924 nach New York aus, wo sein Vater einen Friseursalon eröffnete. Schon früh zeigte Piazzolla musikalische Begabung und erlernte Klavier und Bandoneon. Seine Liebe zum Tango wurde stark von seinem Vater geprägt, der ein großer Fan dieser Musikrichtung war. Nach der Rückkehr nach Buenos Aires 1937 perfektionierte Piazzolla sein Bandoneonspiel und wurde Mitglied des Orchesters von Aníbal Troilo, wo er erste Arrangements für das Orchester schrieb. In den 1950er Jahren gründete er das Octeto Buenos Aires, das den Tango Nuevo einleitete – eine Mischung aus traditionellem Tango und modernen Klängen.
Es ist spannend zu sehen, wie Piazzollas Werke, die oft nicht mehr tanzbar sind, sondern eher für den Genuss des Zuhörers geschaffen wurden, auch heute noch Menschen faszinieren. Seine Kompositionen sind ein Zeugnis für die Verschmelzung von Tradition und Innovation. Und genau das werden die beiden Künstlerinnen beim Konzert in Wien eindrucksvoll demonstrieren.
Ein Genuss für die Sinne
Nach dem Konzert wird es eine Weindegustation geben, bei der zwei verschiedene argentinische Weine verkostet werden können – ein perfekter Abschluss für einen Abend voller Musik. Der Eintritt für das Konzert beträgt eine empfohlene Spende von € 10,- und für die Degustation ist ein Unkostenbeitrag von € 8,- zu entrichten. Platzreservierung ist empfohlen, da die Plätze nach freier Wahl vergeben werden.
Wer also Lust hat, in die Welt des Tangos einzutauchen und gleichzeitig einen Abend in entspannter Atmosphäre zu genießen, sollte sich diesen Termin im Kalender markieren. Es wird ein Abend voller Musik, Emotionen und sicher auch wunderschöner Begegnungen!
