Heute, am 28. Oktober 2026, geht der Blick in der Steiermark von einem spektakulären Verkehrsunfall bis in den Landtag, von regionaler Energie bis zum Sport. In Eggersdorf krachte ein Elektroauto in ein Wirtschaftsgebäude, in Graz standen 24 Feuerwehrleute bei einem Kellerbrand im Einsatz. Und in Wien-Favoriten wurde es für den TSV Hartberg dramatisch.

Auch abseits der Steiermark gibt es einiges: Bei „Rat vom Notariat“ in Feldkirch bekamen Interessierte am 10. Oktober kostenlose rechtliche Erstberatung. Die Beratungswochen mit kostenlosen Services laufen noch bis 30. Oktober 2026 in allen Vorarlberger Notariaten. Auf dem Tisch liegen unter anderem Kaufverträge, Immobilienrecht, Testamente, Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen.

Elektroauto steckt halb im Gebäude

Am Dienstagabend, dem 27. Oktober, kam ein Elektroauto auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Eggersdorf von der Straße ab und prallte in ein Wirtschaftsgebäude. Laut Bereichsfeuerwehrverband Graz-Umgebung war vermutlich Sekundenschlaf die Ursache. Das Fahrzeug durchbrach die Außenmauer und blieb zur Hälfte im Gebäude stecken.

Die vorderen Türen waren durch das Mauerwerk blockiert. Der geschockte Fahrer rettete sich über den Kofferraum beziehungsweise die Rückseite des Autos ins Freie. Das Rote Kreuz betreute und versorgte ihn medizinisch. Gleichzeitig drohte das beschädigte Gebäude einzustürzen – und bei der Bergung musste auch die mögliche Gefahr durch die Hochvoltbatterie berücksichtigt werden.

Die Freiwilligen Feuerwehren Hart-Albersdorf und Eggersdorf bargen das Fahrzeug und sicherten das Gebäude. Unter der Einsatzleitung von HBI Klaus Rosenberger wurde das Auto mit schwerem Gerät herausgezogen, danach stabilisierten die Einsatzkräfte die Unfallstelle. Ein Abschleppunternehmen übernahm den Wagen zur gesicherten Lagerung.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Im Einsatz standen 37 Feuerwehrleute mit sechs Fahrzeugen. Zusätzlich waren das Rote Kreuz mit einem Rettungswagen, die Polizei und ein Abschleppunternehmen vor Ort. Wie hoch der Schaden am Gebäude und am Fahrzeug ist, wird noch polizeilich ermittelt.

Landtag, Kaufhaus und ein packendes Elfmeterschießen

In der steirischen Politik sollen für die Landtagsklubs künftig strengere Budgetvorgaben gelten. Außerdem gründeten die VP-Frauen einen neuen Klub, der Frauen in der Politik stärken soll. Erwähnt wird auch ein gemeinsamer Antrag der Regierungsparteien zur Novelle der Geschäftsordnung des steirischen Landtags.

Wirtschaftlich setzt das Kaufhaus Hubmann auf regionale Energie und zog dazu eine positive Bilanz. Lisa Steinwidder wiederum vereint drei Berufe unter einem Dach. Im Sport sorgte der TSV Hartberg für Gesprächsstoff: In Wien-Favoriten gewann der Klub ein dramatisches Spiel im Elfmeterschießen. Beim Crosslaufcup in Österreich steht nach 30 Jahren außerdem eine Änderung an.

Auf Video festgehalten ist das 15-jährige Bestehen der LebensGroß-Wäscherei am Deutschlandsberger Hauptplatz. Ein weiteres Video begleitet „Graz gibt Acht!“ mit Helmi im Grazer Straßenverkehr und zieht ein positives Fazit.

Was die Unfallforschung über E-Autos sagt

Der Unfall in Eggersdorf reiht sich in eine Debatte ein, die längst über einzelne Crashs hinausgeht. Eine Studie der Unfallforschung der Versicherer, kurz UDV, kommt zum Ergebnis, dass Elektro-Pkw insgesamt ähnlich sicher wie Verbrenner sind und ihre Fahrenden kaum mehr Schäden verursachen. Für die Untersuchung analysierte die UDV knapp 500 schwere Unfälle aus der Unfalldatenbank der Versicherer. Verglichen wurden E-Autos mit baugleichen Verbrennern aus Mini-, Klein-, Kompakt-, Mittel- und Oberklasse.

Die Stichprobe bildet allerdings nicht das gesamte Unfallgeschehen ab. Ergänzend flossen eine Literaturrecherche und eine Online-Befragung mit 238 Personen ein. Auffällig sind bestimmte Unfallmuster vor allem bei sehr langsamer Fahrt: Fußgängerunfälle mit E-Pkw passieren häufiger beim Anfahren aus dem Stand, beim Rückwärtsfahren oder beim Abbiegen, besonders in der Dämmerung und bei Dunkelheit. Fußgänger nehmen die leisen Fahrzeuge in solchen Situationen möglicherweise schlechter wahr.

Seit 2021 müssen Elektrofahrzeuge bei Geschwindigkeiten unter 20 km/h künstliche Geräusche abgeben. Laut UDV sind diese Signale möglicherweise nicht laut genug oder werden nicht eindeutig als Pkw-Geräusch erkannt. Die Untersuchung liefert außerdem Hinweise auf häufigere Unfälle durch Fehlbedienung, vor allem beim Anfahren aus dem Stand. Betroffen waren besonders Fahrzeuge mit „One Pedal Drive“: Herunterdrücken des Fahrpedals beschleunigt, Anheben bremst. Wer diese Bedienweise noch nicht verinnerlicht hat, könnte in einer Notsituation eher die Pedale verwechseln. Knapp die Hälfte der auf diese Weise Verunfallten war älter als 75 Jahre.

Kleine E-Autos bieten gegenüber vergleichbaren Verbrennern laut Studie Vorteile beim Insassenschutz. Moderne Sicherheitsausstattung und das höhere Fahrzeuggewicht spielen dabei eine Rolle; schwerere Fahrzeuge schützen ihre Insassen bei Unfällen in der Regel besser. Größere Gewichtsunterschiede erhöhen allerdings das Verletzungsrisiko für Unfallgegner.

In den untersuchten Fällen fuhren E-Auto-Fahrende im Durchschnitt weniger riskant. Sie verloren seltener die Kontrolle über ihr Fahrzeug, außerdem kamen Alkohol- und Drogenunfälle seltener vor. Die UDV sieht deshalb keinen grundsätzlichen Anlass gegen Elektromobilität, die Schadenhäufigkeit von E-Autos sei im Vergleich zu Verbrennern nahezu unauffällig.

Als Verbesserungen nennt die Studie deutlichere künstliche Fahrgeräusche, die Fußgänger gerade bei niedrigen Geschwindigkeiten warnen, gut wahrnehmbare Signale für die Fahrbereitschaft im Innenraum und außerhalb des Fahrzeugs sowie aktive Sicherheitstechnik, die Personen oder Gegenstände beim Anfahren erkennt. Auch ein geringeres Fahrzeuggewicht könnte den Partnerschutz verbessern. Forschungsbedarf gibt es weiterhin zur Wirkung von One Pedal Drive auf die Fahrsicherheit und zum Unfallgeschehen einer sich verändernden Fahrzeugflotte.

Zum 1. Januar 2026 waren in Deutschland rund zwei Millionen E-Fahrzeuge unterwegs – etwa vier Prozent der zugelassenen Pkw. Nach einer Prognose des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft könnten Elektroautos 2040 rund 60 Prozent aller Pkw ausmachen. In Eggersdorf blieb derweil der Blick auf die Mauer, das Bergegerät und den Wagen, der halb im Wirtschaftsgebäude steckte.