Am Roten Berg in Wien-Hietzing wird aus der bisherigen Gatsch-Partie bald wieder ein verlässlicher Fußballplatz. Der Platz an der Ratmannsdorfergasse wird umfassend saniert. Gerade Kinder und Jugendliche nutzen die Fläche intensiv – mit der Zeit entstanden dadurch immer wieder Unebenheiten.

Bei Regen wurde das Spielfeld teilweise zur schlammigen Fläche. Der Spielbetrieb war deshalb mehrmals wochenlang eingeschränkt oder überhaupt nicht möglich. Das soll sich ändern: Ab Frühjahr 2027 soll der erneuerte Platz ganzjährig und uneingeschränkt bespielbar sein.

Neuer Belag, gleiche Spielfläche

Zuerst wird der Untergrund befestigt, danach kommt ein resedagrüner EPDM-Belag darauf. Die Spielfläche bleibt mit 20 × 45 Metern unverändert groß – das sind 900 Quadratmeter. Die beiden bestehenden Tore bleiben ebenfalls stehen. Sie sind noch gut erhalten und verursachen wenig Lärm.

Neu errichtet wird ein geschlossenes, geräuscharmes Ballfanggitter mit zwei Eingangstoren. Auch beim Regenwasser wurde mitgedacht: Es soll seitlich aufgefangen und über einen Versickerungsschacht in das umliegende Erdreich geleitet werden.

Die Arbeiten sollen noch heuer, also 2026, so lange wie möglich laufen – abhängig von der Witterung. Die Stadt Wien übernimmt 60 Prozent der Projektkosten. Im Bezirk tragen alle fünf Parteien die Sanierung mit.

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Was ein EPDM-Belag leisten kann

EPDM-Beläge werden vor Ort eingebaut und bestehen bei PEGASOFT aus einer hochelastischen Basisschicht sowie einer farbechten, durchgefärbten EPDM-Deckschicht. Der Anbieter BECO BERMÜLLER beschreibt die fugenlosen Fallschutzbeläge als „Made in Germany“ und bietet rund 30 Standardfarben an. Resedagrün ist dabei nur eine von vielen Möglichkeiten.

Gedacht sind solche Beläge für Spiel-, Sport- und Außenflächen. Sie sollen über die gesamte Fläche gleichbleibenden Fallschutz bieten, witterungs-, UV- und verschleißbeständig sein und lange halten. Dazu kommen eine rutschhemmende Oberfläche, gute Wasserdurchlässigkeit, schnelle Trocknung, geringerer Pflegeaufwand und eine verminderte Schallemission – Eigenschaften, die auf einem dicht genutzten Fußballplatz nicht ganz nebensächlich sind.

Die Oberfläche kann dreidimensional ausgeführt werden, etwa mit Hügeln, Mulden, Wellen oder Rinnen und Neigungen bis 45 Grad. Fugenlose, ergonomisch sanfte Übergänge ohne Kanten und Versätze sind möglich. Auch barrierefreie Lösungen für Rollstühle oder Gehhilfen gehören zum Angebot. Für den Platz in Hietzing ist allerdings keine solche Geländeform genannt.

Je nach Aufbauhöhe reicht der geprüfte Fallschutz von 30 bis 140 Millimetern für Fallhöhen bis 3,20 Meter. Die Beläge sind nach DIN EN 1177, „Stoßdämpfende Spielplatzböden – Bestimmung der kritischen Fallhöhe“, geprüft. Der Grenzwert zur Verminderung schwerwiegender Kopfverletzungen liegt bei 1.000 HIC und darf vom Belag nicht überschritten werden. Diese Nachweise gelten nur bei Spielplatzgeräten, die nach DIN EN 1176 geprüft sind – für den Fußballplatz ist das vor allem ein technischer Hintergrund, kein angekündigtes Klettergerüst.

Einbau und Pflege

Vorgesehen sind je nach Anforderung unterschiedliche Konstruktionen: einschichtig 10 bis 20 Millimeter EPDM-Deckschicht auf gebundener Tragschicht oder zweischichtig mit 10 Millimetern Deckschicht und 25 Millimetern Basisschicht. Für Bereiche mit Fallschutzanforderungen nennt der Anbieter 10 Millimeter Deckschicht und 20 bis 130 Millimeter Basisschicht. Bis zu einer Gesamtaufbauhöhe von 20 Millimetern ist eine gebundene Tragschicht erforderlich, sonst kann der Einbau auch auf ungebundenen Tragschichten erfolgen.

Verlegt wird ausschließlich durch erfahrene, von BECO BERMÜLLER autorisierte PEGASOFT-Fachverleger. Zum Leistungspaket gehören Beratung in der Planungsphase, fachgerechte Ausführung, langzeitbeständige EPDM-Granulate, regionale Betreuung auch bei kleineren Projekten, Nachweise zu den geforderten Fallschutzeigenschaften sowie die Umsetzung von Ausschreibungen und Gestaltungsvorgaben. Auch Termine und kurze Bauzeiten sollen sich anpassen lassen.

Für die Pflege reicht bei Erde, Laub oder Moos zunächst ein Handbesen. Bei stärkerem Schmutz ist ein Hochdruckreiniger mit Lanze erlaubt – mit ausreichend Abstand. Mechanische Reinigungsmaschinen sind nicht zulässig. BECO BERMÜLLER bietet zusätzlich fachgerechte Pflege- und Wartungsleistungen an. Die fugenlose Struktur soll Löcher unter stark frequentierten Geräten verhindern, die Oberfläche leicht reinigen lassen und Verunreinigungen durch tierische Exkremente vermindern.

Zur Farbauswahl gehören Weiß-, Beige-, Gelb-, Orange-, Rot-, Violett-, Blau-, Grün-, Grau- und Schwarztöne mit zugeordneten RAL-Nummern. Für bestimmte Farben wird lichtechtes PU-Bindemittel empfohlen, damit vorübergehende Farbveränderungen vermieden werden. Die Darstellung auf der Website ist technisch nicht exakt; Original-Farbmuster können angefordert werden. In einem Farbdesigner lassen sich 30 Granulate kombinieren, als virtuelle 3-D-Fläche und in einer Realvorschau ansehen, in einer Galerie speichern oder als PDF herunterladen. Optimiert ist das Werkzeug für Desktop-Computer.

Vom Kleinspielfeld bis zum Parkour

PEGASOFT wird für Spielplätze, Multisportfelder, Kleinspielfelder, Fußball- und Golfplätze, Bewegungsparcours, Sportanlagen und Parkouranlagen angeboten. Weitere genannte Einsatzorte sind Seniorenheime und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Freizeitparks und Schwimmbäder, Hotels und Gaststätten, Gärten und Parkanlagen, Kletterwände, Fußgängerzonen, Dachgärten, Hausgärten, Wasserparks und Inklusionsspielplätze. Als Praxisbeispiele nennt der Anbieter die Neugestaltung der Außenanlage der KiTa Zwergenland in Lübeck und die Revitalisierung des Spielplatzes im Colleggarten in Nürnberg.

Die verfügbaren Downloads umfassen eine Produktbroschüre, Ausschreibungstexte für Aufbauhöhen von 30 bis 140 Millimetern, Texte für lichtechtes Bindemittel und Spielbeläge sowie einen Praxisbericht. Als ähnliche Produkte werden PEGAFLOR-Fallschutzbeläge aus Kunstrasen und REGUM-Fallschutzplatten genannt. Für Vertrieb und Ansprechpartner führt die Produktseite BECO BERMÜLLER samt Kontaktdaten an.

Der Blick auf solche Flächen geht inzwischen über die einzelne Sportart hinaus. Mehrzweckplätze werden meist ganzjährig, bei jeder Witterung und für unterschiedliche Aktivitäten verwendet: als Pausenplätze, für Spiele und Freizeit, verschiedene Sportarten oder sogar kulturelle Veranstaltungen. Dafür müssen Bodenbeläge komfortabel, elastisch und widerstandsfähig sein.

In Schwimmbädern, Erlebnisbädern, kommunalen Freibädern, privaten Pools und auf Wasserspielplätzen kommen weitere Anforderungen dazu – Pflegeleichtigkeit, Rutschhemmung, Chlorresistenz und Hygiene. Hochwertiges EPDM-Granulat gilt in diesem Umfeld als dauerhaft elastisch, langlebig und vielseitig gestaltbar. Am Roten Berg geht es jetzt aber erst einmal um etwas viel Alltäglicheres: Schuhe, die nach dem Training nicht mehr bis zu den Knöcheln im Gatsch stecken.