Heute ist der 1.10.2026 und die Radfahrgemeinschaft in Wien kann sich freuen! Die Stadt investiert kräftig in den Ausbau der Radinfrastruktur und sorgt dafür, dass immer mehr Menschen auf zwei Rädern unterwegs sind. Seit 2021 sind bereits über 100 Kilometer neue Radwege im Hauptradwegenetz und 50 Kilometer im Bezirksnetz entstanden. Dieses Jahr kommt noch einmal eine gehörige Portion dazu – 12,5 Kilometer neuer Radwege sollen das Netz weiter verfeinern und die Sicherheit sowie den Komfort für alle Radfahrenden erhöhen.

Besonders in Floridsdorf und Donaustadt tut sich einiges. Der Radhighway Nord auf der Wagramer Straße – ein echter Meilenstein – wird bald fertiggestellt. Mit 7 Kilometern von der City bis Kagran und einem über 4 Meter breiten Zwei-Richtungs-Radweg, der das Autofahren hier zum Nebenschauplatz macht, sieht es richtig gut aus. Zudem sind 8.000 Quadratmeter Fläche entsiegelt worden und 100 neue Bäume gepflanzt worden. Ein „Straßenpark“ auf 250 Metern sorgt für ein wenig Natur inmitten des urbanen Treibens. In Floridsdorf gibt’s weitere neue Zwei-Richtungs-Radwege auf der Floridsdorfer Hauptstraße, der Prager Straße und der Angerer Straße. Und auch die Leopoldauer Straße bekommt mit 1,2 Kilometern neuen Ein-Richtungs-Radwegen ein frisches Gesicht – inklusive 17 neuer Bäume!

Die LiDo-Radkarte – Ein echter Helfer für Radler

Die Mobilitätsagentur Wien hat eine neue LiDo-Radkarte erstellt. Diese zeigt nicht nur das Haupt- und Bezirksradwegenetz, sondern auch neue Routen, Trinkbrunnen, Radservicestationen und Fahrradgeschäfte. Wer sich eine gedruckte Version oder die digitale PDF-Ausgabe schnappen möchte, kann diese kostenlos in den Bezirksvorstehungen von Floridsdorf und Donaustadt abholen. Martin Blum, der Radverkehrsbeauftragte, hebt hervor, wie wichtig der Fokus auf die Radwege in diesen beiden Bezirken ist. Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy von Donaustadt und Georg Papai von Floridsdorf sehen die Vorteile des Ausbaus der Radinfrastruktur für alle Verkehrsteilnehmer und betonen, wie sehr dies die Lebensqualität verbessert.

Apropos Lebensqualität! Wien hat auch an anderen Ecken Hand angelegt. Ein Verbot für E-Mopeds auf Radwegen tritt am 1. Oktober 2026 in Kraft, was sicher für einige Erleichterung sorgen dürfte. Das Radverkehrsnetz in Wien erstreckt sich mittlerweile über 1.800 Kilometer und bietet eine Vielzahl an Radwegen, Radfahrstreifen und mehr. Um den Radverkehr weiter zu fördern, wurden im Mai 2026 zusätzlich 90 neue Grünpfeile an 67 Kreuzungen installiert. Die Radwegoffensive schließt Lücken in den Bezirken 9, 22 und 23 und sorgt dafür, dass es immer weniger Hindernisse für Radfahrer gibt.

Aktive Mobilität im Aufwind

Eine aktuelle Erhebung zur aktiven Mobilität zeigt, dass Radfahren in Österreich immer mehr an Bedeutung gewinnt. Laut dem „Report Aktive Mobilität 2026“ sind über 2,1 Millionen Menschen in Österreich täglich oder mehrmals pro Woche mit dem Rad unterwegs. In Salzburg radeln sogar fast 40% der Bevölkerung regelmäßig. Zudem kombinieren 14% der Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel ihre Reisen mit dem Fahrrad, was einen Anstieg von 12% seit 2023 bedeutet. Es ist klar, dass sicherere Radwege auch für die Nutzung von Bike & Ride unerlässlich sind. Die Statistik zeigt, dass 61% der Bevölkerung im 10-Minuten-E-Bike & Ride-Einzugsbereich von ÖV-Haltestellen wohnen.

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Die Wiener Radverkehrszählungen basieren auf Messungen der Raddauerzählstellen – ein wichtiges Werkzeug, um die Nutzung und Entwicklung des Radverkehrs zu verfolgen. Die Stadt nimmt sich dieser Aufgabe ernst und will die Infrastruktur weiter ausbauen, um die Multimodalität zu fördern. Wer also noch nicht auf den Geschmack gekommen ist, sollte sich vielleicht einmal die neuen Routen auf der LiDo-Radkarte anschauen oder ein Leihrad an einer der WienMobil Radstationen in den 23 Bezirken ausleihen. Das könnte der erste Schritt sein, um in die Welt des Radfahrens einzutauchen!