Ab 26. November 2026 wird die MARX HALLE in Wien-Landstraße zur Projektionsfläche für Vincent van Goghs bewegte letzte Jahre. Die immersive Ausstellung „Vincent: Zwischen Wahn und Wunder – Van Gogh Immersiv“ nimmt das Publikum mit nach Arles, Saint-Rémy und Auvers-sur-Oise – in jene Schaffensperiode von 1888 bis 1890, in der der Maler seine Farben zu einer ganz persönlichen Ausdruckssprache entwickelte.

Van Gogh begann erst mit 27 Jahren ernsthaft zu malen. Nun werden seine Werke in einer multisensorischen 360-Grad-Inszenierung rundum erlebbar: Bilder, Animationen und Videos wandern über große Flächen und dreidimensionale Objekte, dazu kommen ein eigens zusammengestellter Soundtrack und Originalzitate aus seinen Briefen. Die Besucherinnen und Besucher können sich dabei frei im Raum bewegen. „Immersiv“ meint hier das Eintauchen in eine multimediale Illusion aus Bild und Ton – nicht bloß das Anschauen von Gemälden an einer Wand.

Jo rückt ins Zentrum

Eine zentrale Rolle spielt erstmals Johanna van Gogh-Bonger, genannt „Jo“. Sie war die Ehefrau von Vincents Bruder Theo. Nach dem Tod der beiden Brüder 1891 blieb sie mit ihrem Säugling und mehr als 400 zunächst abgelehnten Gemälden zurück. Eine künstlerische Ausbildung hatte sie nicht, dafür aber den festen Willen, van Goghs Werk bekannt zu machen. Ein Audioguide lässt Jo die Geschichte der Brüder erzählen.

Das Fundament der Ausstellung bildet der dokumentierte Briefwechsel zwischen Vincent und Theo van Gogh mit mehr als 600 Briefen. Darin geht es um Gedanken, Zweifel und Hoffnungen, aber auch um existenzielle Krisen und familiäre Konflikte. Die Show thematisiert außerdem psychische Krisen, existenzielle Belastungen sowie van Goghs letzte Lebensjahre und seinen Tod. Für Menschen mit psychischen Erkrankungen oder in emotional belastenden Lebenssituationen können diese Inhalte aufwühlend sein.

Im zentralen Showroom tauchen unter anderem „Caféterrasse am Abend“, „Sternennacht“ und „Sonnenblumen“ in den Rundumprojektionen auf. 3D-Mapping bringt Grafiken, Animationen, Bilder und Videos auf dreidimensionale Objekte. Das wirkt weniger wie ein Museumsrundgang als wie ein Hineinsteigen in van Goghs Bildwelt – mit wechselnden Lichtstimmungen, Kontrasten und dynamischen Lichteffekten.

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Infos für den Besuch

Zu sehen ist die Ausstellung von 26. November 2026 bis 14. Februar 2027 in der MARX HALLE, Karl-Farkas-Gasse 19, 1030 Wien. Geöffnet ist Sonntag bis Mittwoch von 10:00 bis 20:00 Uhr. Die Besuchsdauer bleibt individuell, empfohlen werden etwa 90 Minuten. Führungen gibt es nicht; die Schau ist für ein selbstständiges Erleben konzipiert. Sie findet ausschließlich drinnen statt.

Der Ticketvorverkauf startet am 29. Oktober 2026 über die offizielle Website und einen Wartelisten-Link. Tickets gibt es außerdem in der Fever-App für Google Play und Apple Store, auf der Fever-Website sowie an der Tageskasse. Dort ist ausschließlich bargeldlose Zahlung möglich. Eine vorherige Online-Buchung wird empfohlen, denn bei hoher Auslastung kann der Eintritt an der Tageskasse nicht garantiert werden. Ist der Online-Ticketshop ausverkauft, sind auch vor Ort keine Tickets erhältlich.

Besucher sollen innerhalb des auf dem Ticket angegebenen Zeitfensters eintreffen. Bis zu 15 Minuten nach Beginn ist der Eintritt möglich, sofern im folgenden Zeitfenster Plätze frei sind. Das Ticket findet sich in der Fever-App unter „Tickets“ oder über den QR-Code in der Kaufbestätigungs-E-Mail. Für den Zugriff muss dieselbe Login-Methode beziehungsweise dasselbe Konto wie beim Kauf verwendet werden. Wenn das Ticket nicht auftaucht, soll die Fever-App geprüft oder der Veranstalter kontaktiert werden.

Tickets können kostenlos auf eine andere Person übertragen werden. Dafür ist in der Fever-App die Funktion „Tickets übertragen“ vorgesehen; bei Problemen soll der Veranstalter unter Angabe der Ticket-Bestellnummer kontaktiert werden. Datum und Uhrzeit lassen sich vorbehaltlich Verfügbarkeit bis spätestens 48 Stunden vor Beginn ändern, dafür wird die Ticket-ID benötigt. Rückerstattungen sind grundsätzlich ausgeschlossen. Gruppen- und Schulgruppenbuchungen laufen über die entsprechende Landingpage.

Add-on-Tickets, etwa für das Metaverse, können online oder vor Ort gekauft werden. Ein sicherer Eintritt zu diesen Zusatzangeboten wird wegen möglicher hoher Auslastung nur bei Online-Buchung gewährleistet. Die VR-Erlebnisse sind auch für Brillenträger geeignet, das Personal hilft bei der Einrichtung.

Barrierefrei, aber mit Einschränkungen

Die Ausstellungsräume sind barrierefrei und mit Rollstuhl, Rollator oder anderen Mobilitätshilfen zugänglich. Besucher mit Schwerbehindertenausweis erhalten eine Ermäßigung gemäß Ticketanbieter; bei dem Merkzeichen „B“ kommt die Begleitperson gratis hinein und braucht kein eigenes Ticket. Der Ausweis ist vor Ort vorzulegen. Behindertenparkplätze befinden sich in der Regel in der Nähe der Halle, für deren Nutzung soll das Personal angesprochen werden. Rollstühle können vor Ort allerdings nicht ausgeliehen werden.

Für gehörlose Menschen oder Menschen mit Hörbeeinträchtigungen steht das Voiceover der immersiven Show vorab zum Download bereit. Die VR-Erlebnisse sind überwiegend musikalisch und atmosphärisch, Textfassungen der VR-Inhalte derzeit nicht verfügbar. Blinde oder sehbehinderte Menschen erleben vor allem Musik, Klang, Raumgefühl und Atmosphäre. Die stark visuelle Schau arbeitet mit großflächigen Projektionen, wechselnden Lichtstimmungen und Lichteffekten; Audiodeskription, taktile Elemente und speziell aufbereitete Inhalte werden derzeit nicht angeboten. Eine Begleitung wird empfohlen.

Die wechselnden Lichtintensitäten, Projektionen, Kontraste und dynamischen Effekte sollten Menschen mit lichtempfindlicher Epilepsie oder starker Lichtempfindlichkeit vorab sorgfältig prüfen. Die Altersfreigabe gilt für alle Altersgruppen. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt und benötigen kein eigenes Ticket. Kinderwagen und Buggys sind im Ausstellungsbereich nicht zugelassen; je nach Verfügbarkeit können sie im Eingangsbereich ohne Gewähr und Haftung abgestellt werden.

Praktisches vor Ort

Direkt an den Ausstellungsstandorten gibt es keine Besucherparkplätze. In der Umgebung stehen öffentliche und teilweise kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung, wobei die jeweiligen Regelungen gelten. Eine Garderobe und Schließfächer für kleines Gepäck oder Wertgegenstände sind vorhanden, ihre Nutzung erfolgt ohne Haftung. Toiletten gibt es ebenfalls; Hinweise dazu gibt das Personal. Fundsachen können während der Öffnungszeiten beim Team vor Ort gemeldet werden.

Fotografieren und Filmen für private Zwecke ist erlaubt – ohne Blitz, Stativ oder sonstige Aufbauten und nur, solange andere Gäste nicht gestört werden. Eine gewerbliche oder werbliche Nutzung ist nicht gestattet. Wer die Ausstellung auf Englisch erleben möchte, kann am Eingang Kopfhörer ausleihen; Zeitlinien und Texttafeln lassen sich per QR-Code auf Englisch aufrufen. Quelle: Wiener Bezirksblatt und vincent-immersiv.at