Wer in Wien im Herbst Kürbis essen will, muss nicht lange suchen. Auf den Speisekarten landen Suppen, Pasta, Risotto, Gnocchi und sogar Desserts mit dem orangefarbenen Gemüse. Auch in Wien-Landstraße, wo mehrere der genannten Lokale liegen, dreht sich derzeit einiges um die Zucca.

Die Auswahl reicht von italienischer Küche über österreichisch inspirierte Sharing-Gerichte bis zu internationalen Kombinationen. Grundlage dieses Überblicks ist der am 3. November 2026 veröffentlichte Artikel „Die 5 besten Restaurants, um Kürbis zu genießen“ von Ines Brunner auf gastro.news.

Fünf Lokale, fünf ziemlich unterschiedliche Kürbisideen

In der Erdbergstraße 21 im 3. Bezirk serviert die Bella Compagnia italienische Küche mit Holzofenpizza und saisonalen Gerichten. Das Drei-Gänge-Wahlmenü „Bella Zucca“ beginnt mit Kürbiscarpaccio, Stracciatella di Burrata, Parmigiano und gerösteten Haselnüssen. Danach kann man zwischen Kürbisravioli in Salbeibutter, Tagliatelle oder Risotto mit Kürbissauce sowie Hühnerbrust mit Ofenkürbis wählen. Wer lieber Pizza isst, nimmt die „Zuccarella“ mit Kürbis, Räucherspeck und Burrata. Zum Schluss kommt eine Apfelstrudeltasche mit Vanillesauce.

Am Stadtpark 1 setzt LENZ – Social Dining auf österreichisch inspirierte Küche im Sharing-Stil. Auf der Abendkarte stehen eine Kürbisvariation mit geröstetem Hokkaido, Kürbiskerncreme, Kürbiskernöl-Mayonnaise und Püree, außerdem Kürbisrisotto mit Kürbischips, mariniertem Kürbis und Ziegenkäsebällchen. Das Kürbisschnitzel wird mit Chicorée und Ziegenkäse-Honig-Eis serviert. Süß klingt der Abend bei Kürbis-Cheesecake mit Halva-Parfait aus.

Im Donnersmarkt, Parkring 16, 1010 Wien, treffen moderne alpine Küche und saisonales Gemüse aufeinander. À la carte gibt es hausgemachte Gnocchi mit Ziegenkäse, Hokkaidokürbis, Cashmir-Curry und steirischem Kürbiskernöl. Der Business Lunch läuft vom 2. bis 13. November 2026, werktags von 12 bis 14 Uhr: Montags steht Freiland-Hendlbrust mit Kürbis auf dem Plan, dienstags ein Herbstsalat mit Hokkaido, Süßkartoffel und Cashewkernen. Das Lokal befindet sich im Palais Henckel von Donnersmarck.

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Wiener Küche in familiärer Atmosphäre bietet Family & Friends in der Praterstraße 20. Bei der Thanksgiving Buffet Dinner Party gibt es herzhaft gefüllten Eichelkürbis mit Quinoa, Cranberrys und Nüssen, Pumpkin Pie sowie Kürbis-Tiramisu mit Schokolade. Dazu kommen frisch tranchierter Truthahn, Thanksgiving-Beilagen und weitere Desserts. Das Konzept: all-you-can-eat – also lieber nicht schon beim ersten Teller völlig übermütig werden.

Im ZentRuhm in der Schreyvogelgasse 4/6 wird internationale Fusionsküche zum Teilen serviert. Beim Gans’l-Sharing-Menü wird der Kürbis asiatisch interpretiert: Kürbis-Tempura mit Yuzu-Dressing, Gansleber-Mousse mit Preiselbeergelee und Brioche sowie Gänsebrust für zwei Personen mit Orangen-Miso-Sauce, Rotkraut und Kürbis-Gnocchi. Das Dessert besteht aus Schokoladenkuchen mit Rotweinbirnen und glasierten Maroni.

Das Menü ist vom 15. Oktober bis 14. November 2026 erhältlich und kostet 54 Euro pro Person, bestellbar ab zwei Personen. Optional gibt es Sauerteigbrot mit Miso-Butter um 4,50 Euro pro Person. Der Gans’l-Abend verbindet österreichische und asiatische Einflüsse – eine Kombination, die zumindest am Papier ordentlich knistert.

Feste, Fackeln und mehr als 200 Sorten

Wer den Kürbis lieber draußen, zwischen Marktständen und Kinderlärm erlebt, hatte vom 24. bis 26. Oktober 2026 mehrere Möglichkeiten. Am Siebenbrunnenplatz standen Kürbisschnitzen, Basteln und Musik auf dem Programm, ab 17 Uhr zog ein Fackelzug durch die Dunkelheit.

Am Himmel lockten mehr als 200 Kürbissorten, eine Kürbisgourmetstraße und die Möglichkeit zu einer Herbstwanderung im Wienerwald. Der Kürbis-Bauernmarkt Am Himmel fand ebenfalls vom 24. bis 26. Oktober 2026 statt und bot ein saisonales Angebot in herbstlicher Atmosphäre. Beim Kürbisfest am Himmel gab es außerdem von jeweils 10 bis 18 Uhr Kürbisspezialitäten auf der Gourmetstraße, weitere Herbstgerichte im Oktogon, Flugdrachenbasteln und das Steigenlassen der Drachen unter professioneller Anleitung. Eine Kürbisschnitzstation für Halloween war ebenfalls dabei; erreichbar war das Fest mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Im Kürbishof Wunderlich warteten Kürbissuppe und Pumpkin Pie. Der Hof in Hausleiten hatte von 11. September bis 1. November 2026 geöffnet, mit großer Auswahl an Kürbissorten, dekorierten Fotokulissen mit Oldtimern, Flugzeug und Kutsche, einer beleuchteten Kürbisscheune und einem Gruselkabinett für Kinder. Mehrere Foodtrucks übernahmen die Verpflegung.

Auch beim Franzlbauer in St. Andrä-Wördern dauerte das Kürbisfest vom 5. September bis 31. Oktober 2026, täglich von 9 bis 19 Uhr. Zu sehen waren zahlreiche Sorten, handgefertigte Kürbisskulpturen und eine Ausstellung in einer Scheune. Dazu kamen regionale Kürbisprodukte, Speisen und Sturm sowie ein Heuspielbereich für Kinder.

Herbstprogramm für Familien und Genießer

Beim Sperling im Augarten wurde am 26. September 2026 gefeiert – mit herbstlichen Kürbisgerichten, Kürbisschnitzen, Kreativstationen, Hüpfburg und einer Kürbis-Tombola mit Preisen.

Die Wiener Herbsttage im Palmenhaus im Burggarten fanden von 9. bis 11. Oktober 2026 statt. Dort wurden heimische Obst- und Gemüsesorten präsentiert, darunter Äpfel, Birnen, Zwetschken und Wildobst. Neben Kulinarik und Kunsthandwerk gehörten auch Kürbisse zum Sortiment und Programm.

Für Kinder von 5 bis 13 Jahren gab es am 24. Oktober 2026 von 10 bis 15 Uhr das Kinder-Kürbisschnitzen am Enkplatz. Eine Begleitperson war erforderlich. Der Preis pro Kürbis betrug 6 Euro, mit Kinderaktivcard 4,50 Euro.

Kürbis bleibt damit im Herbst nicht auf den Teller beschränkt: Er taucht in Restaurants, auf Bauernmärkten, bei Festen und in Kinderprogrammen auf – mal als Ravioli, mal als Schnitzkunst, mal als beleuchtete Kulisse. Weitere Tipps versammelt der Lokalführer „Wien, wie es isst“, der im Falter Verlag und online erhältlich ist.