Aumannplatz im Aufruhr: Währinger Bürger fordern Mitbestimmung bei Umgestaltung
Heute ist der 7.10.2026. Im 18. Bezirk von Wien, genauer gesagt in Währing, brodelt es gewaltig. Die geplante Umgestaltung des Aumannplatzes sorgt für jede Menge Aufregung. Ein traditioneller Platz, der seit über 100 Jahren ein beliebter Treffpunkt für die Anrainer ist, steht auf der Kippe. Eine von besorgten Währingern initiierte Petition nimmt Fahrt auf, um gegen das Projekt zu protestieren. Die Kritiker sind laut und deutlich: Sie fordern eine umfassende Überarbeitung der Pläne.
Der Aumannplatz, der im Herzen Währings liegt, soll laut Grobkonzept stark umgestaltet werden. Dabei stehen vor allem die bestehenden Verkehrsstrukturen auf der Kippe. Der Lehrer Dieter-Heinz Granser und andere Kritiker bemängeln, dass es an einem Gesamtverkehrskonzept fehlt. Bedenken gibt es auch, dass der Umbau der Währinger Straße in eine Fußgängerzone den Verkehr in die ruhigen Seitengassen verlagern könnte. Besonders betroffen wären Anrainer, Familien, ältere Menschen und lokale Betriebe. Die Forderungen der Kritiker sind klar: Erhalt der Verkehrsverbindung in der Währinger Straße, sichere Schulwege für Kinder und Senioren sowie eine transparente Bürgerbeteiligung. Und ganz wichtig: keine Umsetzung ohne gesicherte Finanzierung, um das Bezirksbudget nicht zusätzlich zu belasten.
Ein Platz mit Potenzial
Die aktuelle Gestaltung des Aumannplatzes stammt aus den 1980er Jahren und wird stark vom Autoverkehr geprägt. Im Rahmen der Neugestaltung soll jedoch ein ganz neuer Wind wehen. Die Ideen sind vielversprechend: Ein Beteiligungsprozess wird angestrebt, um die Meinungen der Bürger einzubeziehen. Verkehrszählungen sind bereits in Auftrag gegeben worden, und eine neue Verkehrsorganisation steht in den Startlöchern. Erfreulicherweise wird der Autoverkehr nur auf der Gentzgassen-Seite in beide Richtungen geleitet, während die Währinger-Straßen-Seite zur Fußgängerzone umgestaltet werden soll.
Ein parkähnlicher Bereich wird direkt an die neue Fußgängerzone angeschlossen, mit altem Baumbestand, der erhalten bleibt. Neue Nutzungsmöglichkeiten wie Sitzmöbel, Hängematten und sogar Hüpfspiele sind geplant. Über 450 Quadratmeter sollen entsiegelt werden, und stolze 25 neue Bäume sollen gepflanzt werden. Das klingt nach einem echten Gewinn für die grüne Lunge der Stadt! Auch die Verkehrssicherheit für Fußgängerinnen soll erheblich verbessert werden, mit direkten Zugängen ohne Autoverkehr.
Finanzierung und Partizipation
Die Gesamtkosten für die Neugestaltung belaufen sich auf 3,2 Millionen Euro, wobei 60 % von Stadt und Bund gefördert werden. Aber die Kritiker bleiben skeptisch: Sie fordern ein umfassendes Verkehrskonzept, bevor tiefgreifende Umgestaltungen stattfinden. Und nicht zu vergessen: eine transparente Einbindung der Bürger in alle Planungsprozesse. Das ist nicht nur ein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu gewährleisten.
Moderne Stadtentwicklung sollte immer auf Nachhaltigkeit, Bürgerbeteiligung und Inklusion setzen. In Zeiten des Klimawandels und demografischem Wandel ist es entscheidend, dass die Kommunen auf die Bedürfnisse der Bürger reagieren. Partizipative Ansätze sind essenziell für zukunftsfähige Lösungen. Wer weiß, vielleicht wird der Aumannplatz durch diese Umgestaltung nicht nur ein schönerer, sondern auch ein lebenswerterer Ort für alle Währinger. Die Rückmeldungen von den Bürgerinnen sind bis Juni 2026 gefragt, und die Pop-Up-Ausstellung informiert über den aktuellen Planungsstand. Zeit wird’s, dass alle Stimmen gehört werden!
