Eifersuchtsstreit in Wien eskaliert: Mann mit Messer in den Oberschenkel gestochen
Am Freitagabend, dem 6. November, ist es gegen 20:30 Uhr in der Widerhofergasse im Wiener Bezirk Alsergrund zu einem Streit zwischen zwei Freunden gekommen. Der Konflikt eskalierte auf offener Straße: Ein 34-jähriger Iraner soll aus Eifersucht mit einem Messer auf seinen 36-jährigen Freund losgegangen sein.
Der Verdächtige soll dem Mann in den Oberschenkel gestochen haben. Das Opfer erlitt eine stark blutende Stichwunde. Ein Bekannter alarmierte die Einsatzkräfte, die zunächst notfallmedizinische Hilfe leisteten. Die Berufsrettung Wien versorgte den 36-Jährigen am Tatort und brachte ihn anschließend in ein Spital.
Fahndung bis zum Matzleinsdorfer Platz
Nach Angaben der Landespolizeidirektion soll der 34-Jährige der Ansicht gewesen sein, das Opfer habe sich zu lange mit seiner Lebensgefährtin unterhalten. Aus Eifersucht dürfte daraus der Streit entstanden sein. Nach dem Messerstich flüchtete der Verdächtige.
Die Polizei leitete daraufhin eine groß angelegte Fahndung ein. Einsatzkräfte aus mehreren Wiener Bezirken waren ebenso beteiligt wie die Sondereinheit WEGA. Beim Matzleinsdorfer Platz im Bezirk Margareten entdeckten die Beamten schließlich das Auto des 34-Jährigen.
Zunächst war der Verdächtige nicht bei dem abgestellten Fahrzeug. Später kehrte er jedoch dorthin zurück – und wurde von den Polizisten festgenommen. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde bislang nicht gefunden.
Mehr angezeigte Gewalttaten mit Stichwaffen
Der Fall fällt in eine Zeit, in der die Zahl angezeigter Gewalttaten mit Messern oder anderen Stichwaffen in Österreich weiter gestiegen ist. 2024 wurden rund 2.600 Gewalttaten angezeigt, bei denen Stichwaffen verwendet, mitgeführt oder deren Einsatz angedroht wurde. Damit stieg die Zahl der Gewaltdelikte mit Messern das vierte Jahr in Folge und erreichte den höchsten Stand des Beobachtungszeitraums.
Die Angaben stammen aus der polizeilichen Kriminalstatistik, kurz PKS. Sie ist eine Anzeigenstatistik und erfasst nur jene Straftaten, die der Polizei angezeigt und an ein Gericht übermittelt wurden. Das Dunkelfeld der Kriminalität bleibt ebenso unberücksichtigt wie der Ausgang der Gerichtsverfahren. Außerdem können das Anzeigeverhalten der Bevölkerung, die Intensität polizeilicher Kontrollen und gesetzliche Änderungen die Zahlen beeinflussen.
