Heute ist der 8.10.2026 und wir blicken auf die spannende Reise der Sissi Chen, einer talentierten Kochbuchautorin, die nicht nur ihre Wurzeln in Beijing hat, sondern auch eine besondere Verbindung zu Wien und Berlin pflegt. Aufgewachsen in der pulsierenden Metropole Nordchinas, zog sie im Alter von sieben Jahren mit ihrer Familie in die österreichische Hauptstadt. Diese Veränderung brachte einen kulinarischen Schock mit sich – die Esskultur war ganz anders, mit weniger Gerichten pro Mahlzeit. Das war für die kleine Sissi ein echtes Umstellen! In Wien entdeckte sie eine interessante Mischung aus ihrer chinesischen Heimat und dem österreichischen Lebensstil. Zum Beispiel gab es bei ihr zu Hause oft Tiefkühlbackhendl mit einem erfrischenden chinesischen Gurkensalat. Eine kulinarische Fusion auf zwei Kontinenten!

Sissi lebt mittlerweile in Berlin, wo sie sich intensiver mit ihrer kulinarischen Identität auseinandersetzt. Mit Anfang 20 begann sie, sich wieder mit ihren Wurzeln zu beschäftigen, insbesondere durch die Zubereitung von Speisen. Dabei ist ihr erstes Kochbuch „Einfach Chinesisch“ im Jahr 2024 erschienen. In diesem Werk vereinfacht sie chinesische Rezepte, um sie für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen. Besonders wichtig ist ihr die Verwendung von Doubanjiang, einer fermentierten Chilipaste, die in der chinesischen Küche unverzichtbar ist. Doch Sissi geht noch weiter: Sie kritisiert die Vorurteile gegenüber der echten chinesischen Küche und thematisiert rassistische Erfahrungen, die sie aufgrund ihrer Herkunft gemacht hat. Ihre jüngste Veröffentlichung, „Eating in Taiwan“, widmet sich der taiwanesischen Küche, die sie als äußerst wertvoll erachtet.

Kulinarische Einflüsse und Resilienz

Die kulinarische Prägung von Sissi Chen ist tief verwurzelt in den Traditionen ihrer Heimat. In Nordchina sind Nudeln und Weizenmehlprodukte Grundnahrungsmittel – Teigtaschen, gedämpfte Brötchen, Fladenbrote – die Vielfalt ist schier endlos. „Kohlenhydrate sind einfach super Comfort Food“, sagt Sissi, und das kann ich nur bestätigen! Besonders in Städten wie München und Berlin erfreuen sich chinesische Nudeln großer Beliebtheit. Der Hype um handgezogene Nudeln ist in den letzten Jahren greifbar gewachsen, und Sissi beobachtet mit Freude, dass neue Gastronominnen und Gastronomen oft eine mutige Entscheidung treffen: Sie konzentrieren sich auf ein einziges Gericht, das ihre Herkunft widerspiegelt, anstatt eine breite Speisekarte anzubieten.

Diese Fokussierung wird als mutig angesehen und steht im Kontrast zu den klassischen China-Restaurants, die oft mit einem Überangebot an Gerichten aufwarten. Sissi Chen zeigt uns, wie durch das Kochen und Essen kulturelle Identität gestärkt werden kann. Ihre Liebe zur austro-chinesischen Küche, wie etwa beim Gericht Acht Schätze, sieht sie als Ausdruck von Resilienz. In einer Welt, die oft mit Vorurteilen kämpft, ist das eine wichtige Botschaft. Sissi ist 37 Jahre alt und hat bereits zwei Kochbücher veröffentlicht, die nicht nur Rezepte, sondern auch Geschichten und Erfahrungen widerspiegeln. Ihre Reise ist ein Zeugnis für den Reichtum und die Vielfalt der kulinarischen Kulturen, die sie verkörpert.

Es bleibt spannend zu sehen, wie sich Sissi Chen und ihre Küche weiter entwickeln werden. Ihre Geschichten und Rezepte bringen uns nicht nur näher an die chinesische und taiwanesische Kultur, sondern zeigen auch, wie Essen Brücken zwischen verschiedenen Welten bauen kann.

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