Heute, am 27.06.2026, dreht sich im Arne-Karlsson-Park in Wien-Alsergrund alles um einen ganz besonderen Baum: eine majestätische Platane, die stolze 147 Jahre alt ist. Diese grüne Riese hat nicht nur eine beeindruckende Geschichte, sondern auch einen Kronendurchmesser von über 21 Metern, was ihn zum echten Schattenspender für die Parkbesucher macht. Doch nun stehen die Platanen, die auch als natürliche Klimaanlage im dicht verbauten neunten Bezirk gelten, vor einer ungewissen Zukunft.

Besorgte Anwohnerinnen – namentlich Alexandra Baer-Zwick, Anja Harsch und Katharina Tschernitsch – haben eine Petition ins Leben gerufen, um die Platanen als Naturdenkmäler unter Schutz zu stellen. Ihr Ziel ist es, die Bäume zu retten, während die Stadt Wien den Ausbau der neuen U-Bahnstation plant. Dabei betonen sie, dass sie nicht gegen den U-Bahn-Ausbau sind, sondern lediglich die wertvollen Bäume bewahren möchten. Die Petition mit dem Titel „Rettet die Drei Schwestern“ richtet sich an Bürgermeister Michael Ludwig und die Stadt Wien (MA 22).

Engagement für die Bäume

Die Bäume haben in der Vergangenheit bereits viel durchgemacht, aber die Anwohnerinnen sind fest entschlossen, sie zu schützen. Sie äußern den Wunsch nach rechtlichem Schutz, basierend auf Kriterien wie wissenschaftlicher oder kultureller Bedeutung, Seltenheit und der wichtigen Funktion für die Natur. Die Entscheidung über den Schutz obliegt der Naturschutzbehörde. Bezirksvorsteherin Saya Ahmad (SPÖ) unterstützt die Initiative und hat einen unabhängigen Baumgutachter mit der Begleitung des Projekts beauftragt. Das klingt doch nach einem guten Ansatz, oder?

Die Wiener Linien haben ebenfalls betont, dass der Schutz von Grünflächen und Bäumen höchste Priorität hat. Der Ausbau soll nach einer möglichst schonenden, minimal-invasiven Bauweise erfolgen. Man möchte jeden Baum erhalten oder, falls nötig, verpflanzen. Der Baustart für die zweite Baustufe der U5 bis Hernals ist für 2028 geplant, und die Baustelleneinrichtung soll in angrenzende Straßen verlegt werden, während das Stationsgebäude in Richtung Straße gerückt wird. Aber ob diese Maßnahmen ausreichen, um das Überleben der Platanen zu sichern? Das bleibt abzuwarten.

Erfahrungen aus der Vergangenheit

Das Thema Bürgerbeteiligung ist nicht neu. Eine andere Petition zur Erhaltung einer Platane an der Josefstaedter Straße hat 608 Unterschriften gesammelt und wurde am 14.01.2021 eingereicht. Diese Initiative zeigt, wie wichtig den Menschen ihre Umgebung ist. Auch wenn diese Petition nur teilweise entsprochen wurde, zeigt sie das Engagement der Bevölkerung für ihre Bäume. Die Stadt Wien, vertreten durch die Magistratsabteilung 18, hat die Unterschriftensammlung bis 2021 unterstützt – ein Schritt in die richtige Richtung, um die Bürgerbeteiligung zu stärken.

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Die Platanen im Arne-Karlsson-Park sind nicht nur Bäume, sie sind ein Teil des Lebensraums. Ihre Erhaltung ist Teil eines größeren Ganzen, das die Verbindung von Mensch und Natur widerspiegelt. Es bleibt zu hoffen, dass die Stimme der Anwohnerinnen Gehör findet und die „Drei Schwestern“ weiterhin Schatten spenden können.

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