In Wien-Hernals, genauer gesagt, in der Sportwelt, gibt es aktuell viel Bewegung. Sportstadtrat Hacker hat kürzlich in einem Interview betont, dass die Stadt Wien keine Pläne für ein neues Bernabéu-Stadion hat. Stattdessen liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung des Frauensports und der Verbesserung der bestehenden Sportanlagen. Während der Männerbereich im Fußball stabil bleibt, soll der Mädchen- und Frauenbereich wachsen. Es ist eine Herausforderung, aber die Stadt evaluiert ständig die Nutzung ihrer Sportanlagen und analysiert den Nutzungsgrad, um Schwachstellen zu identifizieren. Gespräche mit Pächtern laufen, und die meisten unterstützen das Anliegen der Stadt. Hier zeigt sich, dass ein gemeinsames Engagement notwendig ist.
Die Stadt hat erkannt, dass in schwierigen Transformationsbereichen manchmal Nachdruck nötig ist. Auch eine Diskussion über eine stärkere Regulierung von Untervermietungen ist im Gange. Dabei ist es wichtig, dass der Stadtrat alle Alternativen prüft, bevor er über einen Pächterwechsel nachdenkt. Ein Beispiel dafür ist die Anlage des Post SV im 17. Bezirk. Die Post AG, Eigentümerin des Geländes, könnte Grundstücksteile für Wohnbau nutzen, was Sorgen aufwirft. Doch es gibt bereits Verbesserungen der baulichen Zustände auf den Anlagen in den letzten Jahren. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird.
Vielfältige Sportmöglichkeiten
Ein weiteres Anliegen des Sportstadtrats ist der Erhalt vielfältiger Sportmöglichkeiten am Standort. Die Stadt hat jedoch eine geringe direkte Einflussmöglichkeit, da sie nicht Eigentümerin der meisten Anlagen ist. Dennoch gibt es den Sportstättenschutz auf dem gesamten Gelände, was einen klaren Vorteil für Wien darstellt. Das zeigt, wie wichtig eine konstruktive Gesprächsbasis ist, um auch in Zukunft attraktive Sportangebote zu gewährleisten.
Die Abteilung Sport Wien (MA 51) hat einen breiten Aufgabenbereich, der die Grundverwaltung von Sportflächen in Wien umfasst. Das sind unglaubliche ca. 3,6 Millionen Quadratmeter! Dazu kommt die Betriebsführung von Sporthallen und Outdoor-Sportanlagen. Die MA 51 berät auch bei der Planung baulicher Maßnahmen und kümmert sich um das Wiener Sportstättenschutzgesetz. Subventionen für Wiener Sportverbände und Sportvereine stehen ebenfalls auf der Agenda, um Breiten- und Spitzensport zu fördern. Und auch die Motivation von Kindern und Jugendlichen zur Integration von Sport in ihr Leben liegt der Stadt am Herzen.
Die Platzmieten für Amateurvereine sind im Vergleich zu Bundesligisten hoch, was die Situation für viele Vereine erschwert. Aber die Stadt arbeitet daran, korrigierende Maßnahmen zu ergreifen, um die Situation zu verbessern. Es bleibt spannend, wie sich der Frauensport in den kommenden Jahren entwickeln wird und welche neuen Möglichkeiten sich für alle Sportlerinnen und Sportler in Wien ergeben werden.
