Heute ist der 7.05.2026 und die Stadt Wien-Josefstadt bringt frischen Wind in die Gestaltung ihres öffentlichen Raums. In der Bezirksvertretungssitzung am vergangenen Mittwoch, dem 6. Mai, wurde die Umgestaltung des Josef-Matthias-Hauer-Platzes offiziell beschlossen. Ein Schritt, der für viele Anwohnerinnen ein Lichtblick ist. Mit den Stimmen der SPÖ, Grünen und KPÖ wurde der Finanzierungsantrag genehmigt, während die Neos, ÖVP und FPÖ Bedenken äußerten. Man kann sagen, es war ein spannendes Ringen um die Zukunft des Platzes.
Das Projekt, das jetzt auf dem Tisch liegt, sieht eine umfassende Neugestaltung vor. Herzstück ist eine sogenannte „Schleifenlösung“, die den Platz weitgehend autofrei machen soll. Das klingt doch vielversprechend, oder? Zu den geplanten Maßnahmen gehören mehr Begrünung, Verkehrsberuhigung und eine Aufwertung der Radinfrastruktur. Ein schönes Ziel, das sicherlich viele begrüßen. Allerdings gab es auch kritische Stimmen. Neos-Klubobfrau Julia Gremsl äußerte Bedenken zur Finanzierung, da ursprünglich 80% Förderungen erwartet wurden. Nun stehen nur etwa eine Million Euro zur Verfügung. Die FPÖ und die ÖVP kritisieren das Vorhaben als „teures Prestigeprojekt“ und befürchten einen verschwenderischen Umgang mit öffentlichen Mitteln.
Befragung zeigt Wünsche der Bürgerinnen
Ein Blick auf die Bürgerbeteiligung macht die Diskussion noch interessanter. Bei einer Befragung zur Neugestaltung des Josef-Matthias-Hauer-Platzes nahmen 5.942 von 21.221 wahlberechtigten Bewohnerinnen ab 16 Jahren teil – das entspricht einer Rücklaufquote von 28%. Beeindruckend, wenn man bedenkt, dass 75% der Befragten sich mehr Bäume und Begrünung wünschen. Das zeigt, dass die Menschen hier wirklich ein Interesse an einem lebendigen und grünen Platz haben.
68% der Teilnehmenden wünschen sich zusätzliche Trinkbrunnen für Mensch und Tier, und 64% fordern mehr Sitzgelegenheiten. Es klingt fast nach einem kleinen Paradies für alle, die gerne draußen sind. Zudem sind 61% bereit, auf Parkplätze zu verzichten, um mehr Grünraum zu schaffen. Das ist schon eine klare Ansage an die Stadtplanung! Die Vision, den Josef-Matthias-Hauer-Platz bis 2026 zu einem lebendigen Zentrum zu machen, nimmt somit konkrete Formen an.
Geplante Maßnahmen und Veränderungen
Die geplanten Maßnahmen sind vielversprechend: Acht neue Bäume, Blumenbeete mit Sitzmöglichkeiten und ein zentraler Springbrunnen sollen den Platz aufwerten. Auch die Abbiegespuren in die Josefstädter Straße werden entfernt, um den Durchzugsverkehr zu reduzieren. Ein neuer Zweirichtungsradweg neben den Straßenbahnschienen wird ebenfalls eingerichtet. Parallel dazu werden die Albertgasse und Skodagasse aufgewertet, mit 20 neuen Bäumen, Hochsträuchern, mehreren Grünbeeten und neuen Sitzbänken. Das klingt nach einem Paradies für Radfahrer und Fußgänger!
Die finale Planung wird mit den zuständigen Dienststellen der Stadt Wien abgestimmt und soll nachhaltige sowie inklusive Ansätze beinhalten. Man möchte schließlich nicht nur einen schönen Platz schaffen, sondern auch das Mikroklima verbessern und barrierefreie Zugänge ermöglichen. Die Linienführung der Straßenbahnen 5 und 33 bleibt dabei unverändert – das ist sicher für viele Pendlerinnen eine gute Nachricht.
Die Diskussion um die Umgestaltung des Josef-Matthias-Hauer-Platzes ist also noch lange nicht zu Ende, und die politische Landschaft bleibt angespannt. Während die Mehrheit für das umfassende Projekt stimmt, bringen die Neos ihren eigenen Antrag „Hauer-Platz Light“ ein, der phasenweise kostengünstige Maßnahmen vorschlägt. Dieser Antrag findet jedoch keine Mehrheit und wird von der politischen Opposition abgelehnt. Die Meinungen gehen auseinander, aber eines steht fest: Die Bürger*innen haben ihre Wünsche klar geäußert und die Stadt hört hin. Weitere Details zur Umgestaltung des Josef-Matthias-Hauer-Platzes finden Sie hier.