Heute ist der 17.06.2026 und es gibt Grund zur Feier in Wien-Landstraße! Das Complexity Science Hub (CSH) hat sein 10. Jubiläum begangen. Vor zehn Jahren wurde das Forschungszentrum ins Leben gerufen – und seit dem Vorjahr hat es seinen Sitz im prachtvollen Palais Springer-Rothschild. Hier wird nicht einfach geforscht, sondern versucht, komplexe Daten aus ganz Europa in verständliche Lösungen zu verwandeln. Das klingt spannend, oder? Bei so viel Komplexität ist es auch kein Wunder, dass rund 80 Forschende aus fast 30 Nationen in 13 verschiedenen Bereichen tätig sind.

Das CSH arbeitet eng mit 11 Mitgliedsinstitutionen zusammen, zu denen auch die Boku und die TU Wien zählen, und hat zudem etwa 70 Partnerorganisationen im In- und Ausland an seiner Seite. Diese internationale Zusammenarbeit ist entscheidend, um die Herausforderungen der modernen Datensysteme zu bewältigen. Ein herausragendes Beispiel für die Innovationskraft des CSH ist das Start-up Iknaio, das sich mit Blockchain-Forensik beschäftigt. Dabei hat das CSH eine Methode zur Nachverfolgung von Geldflüssen im Kryptowährungsbereich entwickelt, die zur Stilllegung von 370.000 kriminellen Seiten im Darknet beigetragen hat!

Forschung für die Zukunft

Stefan Thurner, der Präsident des CSH, hebt hervor, dass man mittlerweile in der Lage ist, Hypothesen zu testen und Modelle an realen Systemen zu überprüfen. Das klingt nach einem echten Fortschritt! Aber der nächste Schritt für das CSH ist noch ambitionierter: Gezieltes Eingreifen in komplexe Systeme soll es ermöglichen, noch effektivere Lösungen zu finden. Das gesamte Schaffen des CSH wurde in einem Buch mit dem Titel „It’s the Complexity, stupid“ zusammengefasst, das die Erfolge und Herausforderungen der letzten zehn Jahre dokumentiert.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Arbeit des CSH wurde kürzlich beim INTERPOL-Forum zum Thema „Umgang mit Volumen und Komplexität“ angesprochen. Ermittler sehen sich heutzutage riesigen Datenmengen gegenübergestellt, einschließlich verschlüsselter Kommunikationsnetzwerke und automatisierter Angriffe. Um hier nicht den Überblick zu verlieren, sind neue Technologien zur Mustererkennung notwendig. Thurner betont, dass die Komplexitätswissenschaften neue Werkzeuge für die Strafverfolgung bieten, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Die Rolle der Technologie

Die Themen des INTERPOL-Forums umfassten auch die Chancen und Risiken von Quantentechnologien und den Einsatz großer Sprachmodelle bei Ermittlungen. Thomas Goger, Chief Public Prosecutor, machte deutlich, dass sich Kriminalitätsmuster immer weiter verkomplizieren und eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Privatsektor nötig ist. „Kriminelle nutzen neue Technologien schneller als die Behörden“, erklärt Bernhard Haslhofer, ein Wissenschaftler am CSH, der zusammen mit seinem Team Methoden zur Verfolgung von Kryptowährungszahlungen entwickelt hat.

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Die Bedeutung digitaler forensischer Werkzeuge wird immer größer, insbesondere im Hinblick auf die Bekämpfung illegaler Aktivitäten wie Waffenhandel und die Verbreitung von missbräuchlichem Material im Darknet. Vincent Danjean von INTERPOL weist darauf hin, dass die Herausforderungen für Polizeikräfte in den 196 Mitgliedsländern enorm sind – technische Fähigkeiten zur Nutzung neuer Technologien sind entscheidend.

Wenn Sie mehr über die spannende Welt der Cyberkriminalität und die neuesten Entwicklungen im Bereich der Komplexitätswissenschaften erfahren möchten, finden Sie weitere Informationen auf Cybercrime FAU.

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