Heute, am 23. Mai 2026, ereignete sich in Wien-Landstraße ein Vorfall, der nicht nur die Polizei, sondern auch die Anwohner in Staunen versetzte. Um 3:30 Uhr in der Würtzlerstraße beobachtete eine Zeugin das Zerbrechen einer Glasscheibe. Drei Jugendliche, anscheinend auf „Diebestour“, entnahmen Verpackungen aus der Auslage eines nahegelegenen Geschäfts und flüchteten in ein Wohnhaus. Kurze Zeit später kehrten zwei der Jugendlichen zurück, um erneut ihren „Raubzug“ fortzusetzen.

Ein Sicherheitsmitarbeiter einer vorbeifahrenden Sicherheitsfirma hatte die Jugendlichen bemerkt und hielt sie an. Die Polizei wurde sofort verständigt und traf wenig später ein. Bei ihren Ermittlungen entdeckten die Beamten in der Nähe eine weitere eingeschlagene Auslagenscheibe eines Geschäfts. Die Festnahme der beiden Jugendlichen, einer 14-jährigen und eines 14-jährigen Staatsangehörigen Österreichs, ließ nicht lange auf sich warten. Ein 13-jähriger, der Staatsangehöriger der russischen Föderation ist, wurde im Zuge der Ermittlungen ebenfalls befragt. Er zeigte den Polizisten Videos von verschiedenen Straftaten auf seinem Mobiltelefon.
Laut der Quelle, die über diesen Vorfall berichtete, haben die beiden festgenommenen Jugendlichen insgesamt zwölf Straftaten zugeordnet bekommen, darunter Kfz-Einbruch in Langenberg-Dorf, Körperverletzung und Sachbeschädigung im 10. Bezirk sowie fünf Kfz-Einbrüche im 3. Bezirk. Beide 14-Jährigen gestanden ihre Taten und die 14-Jährige kündigte sogar gegenüber den Beamten weitere Straftaten an. In der Folge wurde die Staatsanwaltschaft Wien informiert, und die Jugendlichen wurden in eine Justizanstalt eingeliefert (Quelle).

Ein besorgniserregender Trend

Die Statistiken zur Kriminalität in Österreich zeigen, dass die Zahl der angezeigten Straftaten im Jahr 2025 leicht gestiegen ist – insgesamt 538.656 Fälle wurden erfasst. Dies entspricht einem Anstieg von 0,8% und ist der höchste Wert seit zehn Jahren. Die Aufklärungsquote liegt bei 53,6%. Besonders auffällig ist die Zunahme der Kinder- und Jugendkriminalität: 75.724 Verdächtige wurden registriert, was einem Anstieg von 2,3% entspricht. Der Zuwachs bei den unter 10-Jährigen ist alarmierend, mit 1.119 tatverdächtigen Kindern, was einem sprunghaften Anstieg von 32,3% entspricht. Diese Zahlen wecken Besorgnis, vor allem wenn man bedenkt, dass die Zahl fremder Verdächtiger von 105.551 im Jahr 2016 auf 164.573 im Jahr 2025 gestiegen ist. Rumänien, Syrien und Deutschland sind die häufigsten Herkunftsländer dieser Verdächtigen (Quelle).

In Anbetracht dieser Entwicklungen ist es nachvollziehbar, dass die Polizei und die Justiz verstärkt gegen die Jugendkriminalität vorgehen müssen. Die Vorfälle in Wien-Landstraße sind nur die Spitze des Eisbergs. Der gesellschaftliche Diskurs über Prävention und die Rolle von sozialen Einrichtungen wird in den kommenden Monaten und Jahren sicher an Bedeutung gewinnen.