In Wien-Landstraße gibt es eine traurige Neuigkeit für alle Liebhaber spanischer Küche. Der spanische Feinkostladen und die Tapas-Bar „Colono“ schließen am Freitag, dem 29. Mai, endgültig ihre Türen. Nach mehreren Jahren voller köstlicher Tapas und herzlicher Gastfreundschaft ziehen die Geschäftsführer Francisco Javier Betoret Catalá und Victor Garcia Benejam mit ihren Familien zurück nach Spanien. Dies ist eine persönliche Entscheidung, die es ihnen ermöglicht, Beruf und Familie besser unter einen Hut zu bringen.

Die Eröffnung des Lokals fand im Jahr 2019 statt und es hat sich schnell zu einem beliebten Treffpunkt für Freunde der spanischen Gastronomie entwickelt. Um sich von ihren treuen Stammgästen zu verabschieden, haben die Betreiber ein Abschiedsfest geplant, das mit einem Flohmarkt kombiniert wird. Hier können die Besucher Mobiliar, Geschirr, Dekorationen und Restbestände spanischer Spezialitäten erwerben. Das ist die letzte Gelegenheit, das Angebot des Colonos zu genießen und vielleicht auch ein kleines Stückchen spanische Lebensart mit nach Hause zu nehmen.

Öffnungszeiten und Abschiedsfest

Bis zur Schließung bleibt das Geschäft von Montag bis Samstag zwischen 10 und 19 Uhr geöffnet. Die Tapas-Bar bietet an den Wochentagen von 13 bis 23 Uhr und am Wochenende von 13 bis 24 Uhr die Möglichkeit, sich durch die vielfältige spanische Küche zu schlemmen. Das Abschiedsfest wird sicher ein emotionaler Moment, da sich viele Gäste persönlich von den Betreibern und den köstlichen Speisen verabschieden werden.

In der Gastronomie ist es nicht nur in Wien herausfordernd. Ähnliche Probleme kommen aus dem beliebten Urlaubsziel Mallorca. Hier kämpfen viele Restaurants mit sinkenden Besucherzahlen, was zu einer ernsthaften Bedrohung für die Branche führt. Gastronomen beklagen, dass trotz einer hohen Besucherzahl in der Hochsaison viele Restauranttische leer bleiben. „Bocadillo-Touristen“, die vermehrt zu Lebensmitteln aus Supermärkten greifen, sind ein weiteres Zeichen für die veränderten Essgewohnheiten der Urlauber. Der Präsident des Gastro-Unternehmerverbands CAEB Restauración, Juanmi Ferrer, warnt vor Hunderten von Schließungen aufgrund dieser Entwicklungen.

Die steigenden Kosten für Flüge und Hotels führen dazu, dass Urlauber beim Essen sparen. Der Umsatz pro Tisch ist um 10-12 Prozent gesunken. Trotz der malerischen Strände und der schönen Umgebung ist die Gastronomie in der Region stark unter Druck geraten. Wenn man dann noch bedenkt, dass im vergangenen Jahr 370 Restaurants schließen mussten und die Gesamtzahl der Gastronomiebetriebe um etwa drei Prozent gesunken ist, wird klar, dass die Branche vor einer Umstrukturierung steht. Vor allem Lokale im unteren Preissegment scheinen die besseren Überlebenschancen zu haben.

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Das Schicksal des „Colono“ ist also nicht isoliert. Es spiegelt die Herausforderungen wider, mit denen viele Gastronomiebetriebe konfrontiert sind, sei es in Wien oder Mallorca. Die Liebe zur Gastronomie bleibt, aber die Umstände verlangen nach Anpassung und Veränderung.