Das Fahrrad erfreut sich in Wien immer größerer Beliebtheit. Rund 610.000 Wienerinnen und Wiener nutzen es gelegentlich für ihre Alltagswege. Besonders spannend ist die Tatsache, dass etwa 250.000 Menschen täglich oder mehrmals pro Woche in die Pedale treten. Mit steigenden Spritpreisen wird das Fahrrad als ideales Verkehrsmittel angesehen. Es schont nicht nur den Geldbeutel, sondern fördert auch die Gesundheit und Fitness. Aber wie steht es um die Rad-Infrastruktur in den verschiedenen Bezirken? Eine aktuelle Umfrage des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) beleuchtet genau das und untersucht die Radfreundlichkeit in Wien.

Die Umfrage, die bis zum 21. Juni läuft, legt ihren Fokus auf verschiedene Aspekte wie Infrastruktur, Verkehrssicherheit, Erreichbarkeit und den Fahrkomfort. Spannend dabei ist, dass die Ergebnisse nach Abschluss direkt den Bezirken zur Verfügung gestellt werden. Der VCÖ fordert zudem den Ausbau sicherer Radwege und den Lückenschluss im bestehenden Radwegenetz. Verkehrsberuhigungen und Tempo-30-Zonen sollen dazu beitragen, die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen. Wer sich an der Umfrage beteiligen möchte, kann dies auf der Website des VCÖ unter www.vcoe.at/radfahren tun.

Radverkehr in den Bezirken

Das Ergebnis der VCÖ-Analyse zeigt, dass es große Unterschiede im Radverkehrsanteil zwischen den Wiener Bezirken gibt. So haben zum Beispiel die Leopoldstadt mit 18%, Wien-Landstraße mit 16% und die Innere Stadt mit 14% die höchsten Radverkehrsanteile. Im Gegensatz dazu liegt der Anteil in Liesing nur bei 4%. Insgesamt variiert der Radverkehrsanteil stark, während in zehn Wiener Bezirken mehr als 50% der Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt werden. Die Innere Stadt ist hier mit 71% der Spitzenreiter, gefolgt von Mariahilf und Neubau mit 62% und Leopoldstadt mit 58% aktiver Mobilität.

Es ist auffällig, dass im Zeitraum von 2015 bis 2019 nur in der Inneren Stadt der Anteil aktiver Mobilität über 50% lag. Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass der niedrigste Anteil aktiver Mobilität in der Donaustadt mit nur 31% zu finden ist. Das zeigt, dass nicht nur die Radwege, sondern auch die gesamte Infrastruktur entscheidend ist, um das Radfahren in der Stadt zu fördern.

Ein Blick auf die Umwelt

Radfahren hat nicht nur persönliche Vorteile, sondern auch immense positive Auswirkungen auf die Umwelt. Es verursacht keine schädlichen Klimagase, spart Platz und ist geräuscharm. Das Umweltbundesamt betont, dass durch Rad- und Fußverkehr rund 166 g Treibhausgas-Emissionen pro Personenkilometer im Vergleich zum Pkw eingespart werden können. Wer täglich 5 km mit dem Rad zur Arbeit fährt, kann jährlich etwa 365 kg CO2-Emissionen vermeiden. Das ist nicht nur gut für das eigene Gewissen, sondern auch für die Gesundheit des Planeten.

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In Deutschland beispielsweise sind über 22% der bundesweiten Treibhausgas-Emissionen auf den Verkehr zurückzuführen. Eine Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr hin zum Rad- und Fußverkehr könnte dazu beitragen, diese Emissionen erheblich zu senken. Da über 40% der Autofahrten kürzer als 5 km sind, bietet sich das Rad als ideales Verkehrsmittel für diese Distanzen an. Es ist also nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit, sondern auch eine umweltpolitische Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen kann.