Renaturierung des Liesingbachs: Ein Schritt in eine grünere Zukunft für Wien
Heute ist der 14.07.2026 und in Wien-Liesing tut sich so einiges! Die Renaturierung des Liesingbachs, die seit 2020 in vollem Gange ist, schreitet mit großen Schritten voran. Aktuell wird zwischen dem Atzgersdorfer Platz und der Gutheil-Schoder-Gasse, im Rahmen des zweiten Bauteils, fleißig gearbeitet. Das Ziel? Ein naturnäher gestalteter Bach, der nicht nur die Hochwassergefahr mindert, sondern auch die Wasserqualität langfristig verbessert. Und das ist ganz wichtig, schließlich liegt uns die Umwelt am Herzen!
Ein spannendes Projekt, das sich über insgesamt 9,2 Kilometer erstreckt, wird hier realisiert. Die Stadt Wien und der Bund arbeiten Hand in Hand, um den Liesingbach von einer harten Betonlandschaft zu befreien und ihm einen naturnahen Sohlauf zu verpassen. Ein Regenwasserkanal, der zur Kläranlage in Simmering führt, wird ebenfalls neu errichtet, um verschmutztes Oberflächenwasser aufzufangen. Aktuell umfasst der Bauabschnitt 2,8 Kilometer, von denen bereits 2,3 Kilometer fertiggestellt sind.
Umweltfreundliche Maßnahmen und innovative Ansätze
Ein Highlight der aktuellen Arbeiten sind die ersten Gewässerzonen mit Sand- und Schotterbänken, die bereits auf Höhe von Alterlaa geschaffen wurden. Hier wird nicht nur die Biodiversität gefördert, sondern auch ein Platz für die zukünftige naturnahe Erholungsinsel im Bereich der Riegermühle vorbereitet. Und das Beste daran? Rund 400 hitzetolerante Bäume und über 600 heimische Sträucher werden entlang des Bachs gepflanzt. Für ein besseres Mikroklima und mehr Schatten sorgt das „Schwebende Grün“ beim Steinsee, das mit Kletterpflanzen ausgestattet ist.
Die Gesamtkosten für dieses ambitionierte Projekt belaufen sich auf etwa 85 Millionen Euro. Davon stellt das Umweltministerium über eine Million Euro für den Wasserbau im aktuellen Bauabschnitt bereit – insgesamt wird der Wasserbau rund drei Millionen Euro kosten. Und auch wenn die Zahlen beeindruckend sind, zählt vor allem das Ergebnis: Ein ökologisch intaktes Gewässer, das für die Anrainer Sicherheit und Lebensqualität bietet.
Ein Schritt in die Zukunft
Am 5. September 2025 fiel der Startschuss für den zweiten Bauteil des Projekts „Integrativer Hochwasserschutz Liesingbach“. Monika Mörth, Sektionschefin der Wasserwirtschaft im BMLUK, hielt die Eröffnungsrede und gab damit den offiziellen Startschuss für die weiteren Maßnahmen, die bis 2028 andauern werden. Hierbei wird ein weiterer Abschnitt des Liesingbaches im 23. Bezirk verbessert. Ein ambitioniertes Vorhaben, das nicht nur Hochwasserschutz und ökologische Aufwertung vereint, sondern auch die Aufenthaltsqualität für die Bevölkerung steigert.
Die Renaturierung ist nicht nur ein technisches Unterfangen, sondern auch eine Rückführung eines vom Menschen veränderten Gewässers zu einem natürlicheren Zustand. Die Maßnahmen sind darauf ausgelegt, die eigendynamische Entwicklung des Flusses zu fördern – das heißt, die Natur soll ihren eigenen Weg finden. Dabei wird viel Wert auf die Planung gelegt, denn jede Baumaßnahme greift in das empfindliche Ökosystem „Fließgewässer“ ein.
Das Prinzip der Renaturierung ist klar: „Entwickeln lassen statt Umbauen“. Es ist ein langwieriger Prozess, der Geduld erfordert und oft Jahre in Anspruch nimmt. Aber die Mühe lohnt sich! Schließlich profitieren wir alle von einem gesunden, lebendigen Gewässer, das nicht nur für die Natur, sondern auch für uns Menschen von großer Bedeutung ist.
Mit all diesen Maßnahmen auf dem Weg zur Renaturierung des Liesingbachs kann man nur hoffen, dass das Ergebnis ebenso beeindruckend wird wie die Vision, die dahintersteckt. Wer hätte gedacht, dass mitten in Wien so viel für die Natur getan wird?
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