Heute ist der 8.05.2026 und ich sitze hier in Wien-Meidling, einem Bahnhof, der in einer aktuellen Studie der „Consumer Choice Center“ nicht gerade glänzen kann. Immerhin, die Untersuchung über die 50 größten Bahnhöfe Europas hat ergeben, dass dieser Bahnhof auf Platz 47 gelandet ist. Das ist nicht gerade ein Ruhmesblatt, aber es gibt noch schlimmere Plätze, wie die deutschen Bahnhöfe, die anscheinend die „Flop 10“ der Studie dominieren.

Die Studie, die 2025 zum sechsten Mal stattfand, bewertete die Bahnhöfe nach verschiedenen Kriterien: von Ticketoptionen über Service bis hin zu Barrierefreiheit und der Verfügbarkeit von Ridesharing. Dabei sticht der Hauptbahnhof Zürich als unangefochtener Sieger hervor, gefolgt von Wrocław Główny in Polen und dem Hauptbahnhof Bern in der Schweiz. Interessanterweise hat der Berliner Hauptbahnhof einen bemerkenswerten Sprung gemacht – von Platz 14 im Jahr 2024 auf nun Platz 4! Das lässt einen ja schon fast hoffen, dass es in Deutschland noch nicht zu spät ist. Auf der anderen Seite gibt es auch die Schattenseiten: Der Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen ist ganz am Ende der Liste – Platz 50! Und auch der Bahnhof Dortmund hat mit Platz 48 nicht unbedingt einen Grund zum Feiern.

Barrierefreiheit im Fokus

Ein weiteres Thema, das in der Diskussion um die Bahnhöfe nicht fehlen darf, ist die Barrierefreiheit. Laut einer Studie von Omio ist jeder fünfte Bahnhof in Deutschland nicht barrierefrei. Das ist schon eine ziemlich ernüchternde Zahl, wenn man bedenkt, dass die Niederlande in puncto Barrierefreiheit als Sieger hervorgehen. Dort sind nur 3% der Bahnhöfe nicht barrierefrei. In Deutschland allerdings gibt es noch einiges zu tun. Zwar haben wir Fortschritte gemacht und werden als „Vorreiter in der Bahn-Barrierefreiheit“ bezeichnet, doch die Realität zeigt, dass 81% der Bahnhöfe und 87% der Bahnsteige immer noch nicht barrierefrei sind. Das ist ein Problem, das viele Reisende betrifft und dringend angegangen werden sollte.

Die Studie von Omio hat auch einige positive Aspekte aufgezeigt: Alle Züge in Deutschland bieten mittlerweile barrierefreien Zugang, und fast 97% der Bahnhöfe sind mit Blindenführungssystemen ausgestattet. Das ist doch etwas, worauf man stolz sein kann! Dennoch bleibt die Frage, ob das ausreicht, wenn man bedenkt, dass es immer noch so viele Bahnhöfe gibt, die für Menschen mit Einschränkungen eine Herausforderung darstellen.

Ein Blick in die Zukunft

Mit all diesen Informationen im Hinterkopf, bleibt die Hoffnung, dass die Verantwortlichen endlich die nötigen Schritte unternehmen, um die Bahnhöfe in Deutschland und Europa insgesamt zu verbessern. Es ist wichtig, dass wir nicht nur über die Rankings sprechen, sondern auch über die tatsächlichen Erlebnisse der Reisenden. Denn am Ende sind es die Menschen, die durch diese Bahnhöfe reisen – und die verdienen eine positive Erfahrung, egal ob sie mit dem Zug fahren oder einfach nur auf ihren Anschluss warten.

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Wie es aussieht, bleibt der Bahnhof Wien-Meidling noch eine Weile in den hinteren Rängen der Bahnhofs-Rankings. Vielleicht sollten wir einfach mal einen Blick über die Grenzen werfen und von den Besten lernen. Es gibt viel zu tun, und die Zeit drängt!