Heute ist der 22.05.2026 und in Wien-Neubau tut sich so einiges im Bereich Fitness. Infrarot-Workouts haben sich in der Stadt wie ein Lauffeuer verbreitet. Immer mehr Studios setzen auf diese innovative Trainingsform, die den Körper „von innen heraus“ erhitzen soll. Ein spannendes Konzept, das viele Fitnessbegeisterte anlockt. Die Presse hat das Train & Tone-Studio besucht und einen Selbstversuch gestartet, um herauszufinden, was es mit diesen Trainingseinheiten auf sich hat.
Die Einheit im Studio trägt den Namen „Sculpt & Recover“ und dauert 50 Minuten. Der erste Teil der Stunde ist intensiv: Hier stehen Pilates-inspirierte Kraftübungen sowie Core-Arbeit und Hanteltraining auf dem Programm. Die letzten zehn Minuten sind dann für die Regeneration reserviert – Stretching und langsame Bewegungen helfen, den Puls zu beruhigen. Ein ganzheitliches Konzept, das den Körper und Geist gleichermaßen anspricht.
Die Wirkung der Infrarotwärme
Die Infrarotwärme hat einen besonderen Effekt. Sie dringt gezielt in die Muskulatur ein, ohne den gesamten Raum aufzuheizen, was natürlich für eine angenehme Atmosphäre sorgt. Während das Training voranschreitet, steigt die Herzfrequenz schnell an und die Schweißbildung ist intensiv. Ein Gefühl, das viele Teilnehmer als befreiend empfinden, auch wenn sie ordentlich ins Schwitzen kommen. Interessanterweise tragen die Teilnehmer Schutzbrillen, um ihre Augen vor den roten Lichtpunkten zu schützen. Und die Matten? Nichts mit unangenehmer Hitze – sie erzeugen vielmehr ein „tiefgehendes Wärmegefühl“ im Körper.
Olivia-Chelsea Lerner, die Gründerin von Alchemy37, beschreibt ihre Kurse als „Fusion Formate“. Das bedeutet eine spannende Mischung aus Pilates, Kraft und Cardio. Ihr Studio legt nicht nur Wert auf die Fitness, sondern auch auf Design und Ästhetik. Dunkles Licht und laute Musik schaffen eine Atmosphäre, die an eine Mischung aus Fitnessstudio, Spa und Nachtclub erinnert. Ein Ort, an dem man sich gerne aufhält.
Vorteile und Risiken
Die Vorteile dieser Trainingsform sind vielversprechend. Bessere Durchblutung, schnellere Muskelregeneration und Stressabbau – all das wird angepriesen. Die Infrarotwärme erhöht die Herzfrequenz schneller und führt zu einem höheren Flüssigkeitsverlust, was jedoch auch bedeutet, dass Menschen mit Kreislaufproblemen Vorsicht walten lassen sollten. Ausreichend Wasser und Elektrolyte sind hier ein Muss. Und die Wärme? Sie erhöht die Beweglichkeit, birgt allerdings auch das Risiko von Überdehnungen. Es ist also ein schmaler Grat, den es zu gehen gilt.
Insgesamt scheinen die neuen Studios mit ihren innovativen Konzepten und emotionalen Elementen wie Musik, Licht und Raumgefühl eine echte Bereicherung für die Fitnesslandschaft Wiens zu sein. Das Interesse an solchen Angeboten wächst, und es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Trends weiterentwickeln werden.
