Heute ist der 12.05.2026, und die Waldbrandsaison hat in diesem Jahr extrem früh und heftig begonnen. Wenn man sich die Zahlen anschaut, wird einem schnell klar, dass die Lage alles andere als entspannt ist. Von Januar bis April wurden weltweit über 150 Millionen Hektar Land verbrannt – das ist über ein Fünftel mehr als der bisherige Negativrekord! Die Ursachen sind vielfältig, aber das Klimaphänomen El Niño spielt eine zentrale Rolle. Es erwärmt den östlichen Pazifik auf ungewöhnliche Weise und führt weltweit zu extremen Wetterlagen. So warnte die Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA) vor katastrophalen Zuspitzungen, die uns in den kommenden Monaten ins Haus stehen könnten. Die WWA-Mitbegründerin Friederike Otto erklärt, dass ein starker El Niño in Kombination mit dem Klimawandel zu beispiellosen Unwettern und Hitzewellen führen könnte.
Besonders brisant ist die Erwartung eines Super-El-Niño bis Ende des Jahres. Der Höhepunkt dieses Phänomens wird zwischen November 2026 und Januar 2027 erwartet, und Prognosen deuten darauf hin, dass 2027 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden könnte. Auch wenn Europa nicht direkt von den extremsten Auswirkungen betroffen sein wird, müssen wir uns auf wirtschaftliche Folgen einstellen. Ernteausfälle in anderen Regionen könnten ab Herbst zu steigenden Lebensmittelpreisen führen. Das macht einem schon ein wenig Sorgen, oder? Wer denkt schon gerne an leere Regale im Supermarkt…
Extreme Waldbrände weltweit
Die Waldbrandsaison 2023 hat nicht nur in Österreich, sondern weltweit für Aufsehen gesorgt. Laut Berichten haben allein zwischen Januar und der ersten Maiwoche 2023 über 163 Millionen Hektar gebrannt – das ist rund 20 Prozent über dem bisherigen Rekord seit 2012! Besonders betroffen sind Westafrika, die Sahelzone, Sudan und Südsudan, wo die Brände Rekorde brechen. Auch in Asien wird eine fast 40-prozentige Zunahme der verbrannten Fläche im Vergleich zu 2014 verzeichnet. Irgendwie verstörend, wenn man bedenkt, wie sehr das die Umwelt und die Menschen dort beeinflusst.
In den USA und Australien sind ebenfalls ungewöhnlich große Flächen verbrannt, und auch Europa bleibt nicht verschont. Anfang Mai gab es in Brandenburg und Ende April in den Niederlanden verheerende Brände. Theodore Keeping vom Londoner Imperial College äußert sich dazu, dass die Wahrscheinlichkeit verheerender Brände „die höchste“ in der jüngeren Geschichte sein könnte, sollte ein starker El Niño tatsächlich entstehen. Das ist schon ein ziemlich düsteres Bild, das sich da abzeichnet, und es wird nicht einfacher, wenn man bedenkt, dass El Niño ein natürliches Wetterphänomen ist, das weltweit Veränderungen in Wind, Luftdruck und Niederschlägen verursacht.
Ein Blick in die Zukunft
Die Kombination von Klimawandel und El Niño könnte uns also in den kommenden Monaten vor beispiellose Herausforderungen stellen. Die Forscher warnen vor „besonders heftigen“ Waldbränden, und das Gefühl, dass wir uns in einer kritischen Phase befinden, wird immer stärker. El Niño hat sich 2023 zwar noch nicht gebildet, könnte aber stärker ausfallen als bisher – vielleicht sogar vergleichbar mit einem „Super“-El-Niño. Das klingt fast schon nach einem Science-Fiction-Film, ist aber leider bittere Realität. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die Auswirkungen des Klimawandels und dieses extremen Wetterphänomens in den Griff zu bekommen.
Wer mehr über die Hintergründe erfahren möchte, kann die Details in diesen Artikeln nachlesen: Heute und Spiegel. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Menschheit vor diesen extremen Wetterlagen zu schützen. Der Klimawandel ist da, und wir müssen uns ihm stellen. Die Zeit zum Handeln ist jetzt.