In Wien-Wieden tut sich was! Der Baustart für ein umstrittenes Aparthotel auf der Wiedner Hauptstraße 52 steht bevor. Das Gebäude, welches seit längerer Zeit leer steht, wird nach der geplanten Sanierung sowohl Hotelzimmer als auch Apartmentwohnungen anbieten. Die Staycity Group, die ihren Sitz in Dublin hat, wird den Betrieb nach dem Bau übernehmen. Es wird das zweite Aparthotel der Marke in der österreichischen Hauptstadt sein. Der Erwerb des Grundstücks erfolgte bereits Ende 2019 durch JP Immobilien, und nun, laut den Planenden, soll im Sommer der große Baubeginn starten. Die Magistratsabteilung 37 hat die Sanierung bewilligt, doch den Behörden wurde der Baustart der bewilligten Arbeiten bisher noch nicht gemeldet.

Für viele Anwohner ist dieses Projekt ein rotes Tuch. Es gibt lautstarke Proteste, die sich gegen die Förderung des Leerstands richten und die Sorge um die Schaffung von Wohnraum in der Stadt betreffen. Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl von der SPÖ hat das Vorhaben scharf kritisiert. Die rechtliche Situation ist jedoch klar: Die Liegenschaft befindet sich nicht in einer Wohnzone. Vor etwa 15 Jahren wurde die Flächenwidmung geändert, was die Errichtung eines Hotels oder Beherbergungsbetriebs ermöglicht. Um ähnliche Projekte in Zukunft zu verhindern, prüft die Bezirksvorstehung derzeit die Errichtung neuer Wohnzonen in Wieden.

Ein neues Kapitel für das Hotelwesen in Wien

Das neue Aparthotel wird auf einer Grundstücksfläche von 5.665 m² errichtet und bietet seinen Gästen moderne, serviced Apartments mit einem nachhaltigen Konzept. Besonders interessant ist die flexible Aufenthaltsdauer, die sowohl für Kurz- als auch für Langzeitgäste (bis zu sechs Monate) geeignet ist. Die Apartments werden in drei Kategorien angeboten, mit Größen zwischen 18,5 und 32 m². Die größte Kategorie bietet zwei Zimmer und einen hohen Wohnkomfort. Zudem wird es Gemeinschaftsflächen wie ein Fitnessstudio, Co-Working-Bereiche und ein 24/7 Grab-and-Go-Konzept geben.

Die Lage könnte nicht besser sein: Die U-Bahn-Station Taubstummengasse ist in etwa vier Gehminuten erreichbar, und Bus- sowie Straßenbahnlinien halten direkt vor dem Gebäude. Das Projekt wird als langfristig nutzbares Hospitality-Projekt mit internationaler Ausstrahlung angepriesen, und die enge Zusammenarbeit zwischen JP Hospitality und der Staycity Group während der Projektentwicklung verspricht eine spannende Umsetzung.

Obwohl die Pläne vielversprechend erscheinen, bleibt abzuwarten, wie sich die Anwohner und die Stadtverwaltung weiterhin positionieren werden. Die Diskussion um Wohnraum und die Verdrängung von Touristenprojekten ist in vielen Städten ein heißes Eisen – und Wien ist da keine Ausnahme. Ein Blick auf die weiteren Entwicklungen ist definitiv angebracht!

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