In der lebhaften Wieden tut sich was! Zwei spannende Projekte stehen vor der Umsetzung und versprechen, das Stadtbild und Lebensgefühl im Bezirk zu bereichern. Die Neugestaltung des Rubensparks und die Schaffung einer begrünten Fußgängerzone in der Mühlgasse sollen noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Ursprünglich durch Budgetprobleme verzögert, sind beide Vorhaben nun dank Finanzierungszusagen endlich in greifbarer Nähe. Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl (SPÖ) zeigt sich optimistisch und möchte die Projekte vorantreiben.

Der Rubenspark wird mit neuen Spiel- und Sportgeräten, attraktiveren Sitzbereichen und insgesamt 25 neuen Bäumen aufgewertet. Auch der Ballspielbereich und die Hundezone werden erneuert. Die geschätzten Kosten für die Umsetzung liegen bei rund 2,4 Millionen Euro. Für die Fußgängerzone in der Mühlgasse, wo eine Bürgerinitiative sich für mehr Grün eingesetzt hat, sollen Klimaförderungen des Bundes genutzt werden. Hier ist die Umgestaltung besonders ambitioniert: Etwa 1.350 Quadratmeter sollen entsiegelt werden, und es sind elf neue Bäume geplant. Allerdings werden durch die Umgestaltung rund 30 Parkplätze verloren gehen. Hier belaufen sich die Kosten auf etwa 1,2 Millionen Euro. Entscheidend für die Freigabe der Finanzmittel ist die Entscheidung der Bezirksgremien im Juni.

Rubenspark im Fokus

Der Rubenspark ist ein beliebter Treffpunkt für alle Altersgruppen im Bezirk und wird intensiv genutzt. Die Einrichtungen im Park, darunter ein Ballspiel-Käfig, eine Hundezone und ein Spielplatz, sind bei den Anwohnern sehr geschätzt. Die Herausforderungen durch die unterschiedlichen Nutzungsbedürfnisse auf der kleinen Fläche sind nicht zu unterschätzen. Dennoch gibt es bereits Ideen, den Park zu entsiegeln und sogar zu erweitern. Die Bezirksvertretung Wieden hat sich klar für eine umfassende Neugestaltung ausgesprochen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Anwohnerinnen – eine Online-Umfrage im Juni 2024 brachte über 450 Rückmeldungen mit Wünschen nach mehr Bäumen, kreativen Spielgeräten und Verbesserung der Hundezone. Am 24. Juni 2025 wurde ein erster Entwurf zur Neugestaltung präsentiert, inklusive einer Diskussion vor Ort mit Lea Halbwidl und Expertinnen.

Gestaltung der Mühlgasse

Die Mühlgasse wird ebenfalls umgestaltet, und die Anwohner haben hier ganz klar ihre Stimme erhoben: In einer Befragung sprachen sich 61% der Grätzlbewohner für eine begrünte Fußgängerzone aus. Die Umgestaltung umfasst nicht nur die Entsiegelung von Flächen, sondern auch die Schaffung durchgezogener Grünbeete und neuer, schattenspendender Bäume. Natürlich gibt es auch Kritik – etwa der Verlust von Parkplätzen könnte für einige eine Herausforderung darstellen. Aber die Vorteile einer lebendigen und grünen Fußgängerzone überwiegen in den Augen vieler Anwohner.

Die geplanten Baustarts sind für 2026 angesetzt, mit einer voraussichtlichen Fertigstellung bis zur Mitte des Jahres 2027. Man kann also gespannt sein, wie sich Wieden in den kommenden Jahren entwickeln wird. Anwohner sollen zu Präsentationen in der Mühlgasse und im Rubenspark eingeladen werden. Es bleibt abzuwarten, wie diese Projekte in der Nachbarschaft aufgenommen werden und welche neuen Möglichkeiten sich durch die Begrünungen und Umgestaltungen ergeben.

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