In Wien zeigt sich ein überraschendes Bild: Trotz einer Vielzahl an verfügbaren Parkplätzen, bleiben tausende Stellplätze ungenutzt. Das ist besonders auffällig bei den Stellplätzen von Wiener Wohnen. Am 23. Juni waren allein 8.175 von insgesamt 46.000 Stellplätzen unvermietet, was stolze 18% ausmacht. Das wirft Fragen auf, warum so viele Plätze leer stehen. Die Auslastung variiert dabei stark, je nach Standort und Typ des Stellplatzes.

Ein Grund für die sinkende Nachfrage könnte das veränderte Mobilitätsverhalten der Bevölkerung sein. Immer mehr Menschen entscheiden sich für alternative Verkehrsmittel oder kleinere Fahrzeuge, was den Bedarf an Parkplätzen beeinflusst. Zudem hat die Einführung des sogenannten Parkpickerls in vielen Bezirken zu einem Rückgang der Nachfrage geführt. Ein Parkpickerl kostet 13 Euro pro Monat und bietet die Möglichkeit, in der eigenen Kurzparkzone unbegrenzt zu parken.

Parkplatzpreise und Vermietung

Die Preise für Parkplätze bei Wiener Wohnen sind ebenfalls ein Thema für sich. Offene Stellplätze kosten zwischen 34 und 64 Euro pro Monat, während Garagenplätze zwischen 100 und 200 Euro kosten. In Wieden sieht es so aus: Von 379 Stellplätzen sind 111 unvermietet. Die Grünen fordern daher Maßnahmen zur effizienteren Vermietung, um den Druck von der Straße zu nehmen. Es wird bereits versucht, Stellplätze durch Aushänge in Wohnhäusern und E-Mail-Benachrichtigungen an umliegende Betriebe zu vermarkten. Auch die Website von Wiener Wohnen spielt eine Rolle, während externe Immobilienvermittler aus Kostengründen nicht engagiert werden.

Die flächendeckenden Kurzparkzonen in Wien tragen zusätzlich zur Situation bei. In diesen Zonen ist das Parken zu festgelegten Zeiten kostenpflichtig. Wer ein Parkpickerl besitzt, kann in der eigenen Kurzparkzone unbegrenzt parken. Interessanterweise ist das Parken in Geschäftsstraßen mit gültigem Parkpickerl für 1,5 Stunden kostenlos, wenn eine Parkuhr sichtbar eingelegt wird. Aber man kann nur ein Parkpickerl für den Hauptwohnsitz beantragen, was die Sache etwas komplizierter macht.

Voraussetzungen und Anträge

Die Voraussetzungen für den Antrag auf ein Parkpickerl sind ganz klar. Der Hauptwohnsitz muss im Bereich einer Kurzparkzone liegen, und das Fahrzeug muss auf die Adresse zugelassen sein. Außerdem darf das Fahrzeuggewicht maximal 3,5 Tonnen betragen. Ein Antrag kann auch online mit ID Austria gestellt werden, was oft zu geringeren Gebühren führt. Bei persönlichen Anträgen sind einige Unterlagen wie der Zulassungsschein und ein amtlicher Lichtbildausweis erforderlich.

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Die Parkometerabgabe beträgt 13 Euro pro Monat, was insgesamt 156 Euro für ein Jahr ergibt. Wenn man bedenkt, wie viele Stellplätze leer stehen, stellt sich die Frage, ob die Stadt Wien hier nicht besser steuern könnte. Denn der Bedarf an Parkplätzen könnte durch gezielte Maßnahmen und Anpassungen durchaus gesteigert werden.

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