In der Vorweihnachtszeit zieht der Duft von Keksen wieder durch viele Küchen. Auch die Neunkirchner Autorin Helen Marie Rosenits widmet sich in ihrem neuen Buch „Adventgeschichten und Lieblingskekse“ der stilleren Seite des Festes – und veröffentlicht es unter ihrem Pseudonym.

Rosenits wurde in Wiener Neustadt geboren und lebt heute in Neunkirchen. Ihr Buch verbindet fünf Kurzgeschichten über Erinnerungen und besondere Momente rund um Weihnachten mit passenden Keksrezepten. Zu den Geschichten zählen „Die Weihnachtsauslage“, „Die Christkindpuppe“ und „Ein Weihnachtswunder“. Auch biografische Elemente verarbeitet die Autorin darin.

Von der Weihnachtsauslage bis zum Vanillekipferl

Mit dem Backen ist Rosenits bestens vertraut. In ihren aktivsten Zeiten stellte sie rund zehn Kilogramm Weihnachtsgebäck her. Mürbgebäck bereitete sie besonders gern in verschiedenen Formen zu: pur, mit Schokolade überzogen oder mit Marmelade beziehungsweise Creme gefüllt. Vanillekipferl sind für sie ohnehin ein unverzichtbarer Klassiker.

Inzwischen backt die Autorin nach eigenen Angaben weniger. Sie lebt mit ihrem Mann nur noch zu zweit und ist Diabetikerin. Auf Birkenzucker als Zuckerersatz verzichtet sie außerdem, weil dieser für Hunde giftig ist und ihr Hund Daisy gerne davon fressen würde. Eine sehr konkrete Küchenregel – und eine, die Daisy vermutlich nicht freiwillig unterschreiben würde.

„Adventgeschichten und Lieblingskekse“ ist als Taschenbuch mit der ISBN 978-3-6967-3291-2 sowie als E-Book erhältlich. Zu bekommen ist es im lokalen Buchhandel und auf gängigen Online-Plattformen. Weitere Informationen finden sich auf www.helenmarierosenits.at sowie auf den Social-Media-Konten unter „Helen Marie Rosenits“.

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Rezepte, die in der Familie weiterwandern

Dass Weihnachtsbäckerei mehr sein kann als eine Liste von Zutaten, zeigt auch Marie Andrevskys Backbuch „Alt-Wiener Weihnachtsbäckerei“. Darin versammelt die hauptberufliche Roman-Autorin und Hobbybäckerin 30 traditionelle Weihnachtsrezepte. Das Kochen und Backen hat in ihrer Familie lange Tradition: Schon ihre Ururgroßmutter war Köchin.

Die Familienrezepte wurden über Generationen weitergegeben und jeweils an die Zeit angepasst. Andrevsky wollte sie sammeln und vor dem Vergessen bewahren. Jedes Jahr bäckt sie etwa zehn verschiedene Kekssorten; Vanillekipferl, Hausfreunde und Butterkekse sind immer dabei.

Das Buch ist in vier Kapitel gegliedert: Größere Backstücke wie Adventstollen, Kletzenbrot, Lebkuchen und Vanillekipferl stehen neben Keksen ausschließlich mit Eiklar – etwa Kokosbusserl, Witwenküssen und Zuckerkipferln. Ein weiteres Kapitel widmet sich Gebäcken mit Eidotter, darunter Dotterkrapferl, Husarenkrapferl und Adventtaler. Bei den Keksen mit ganzen Eiern finden sich unter anderem Hausfreunde, Mazarins und Weihnachtsmonde.

Neben Rezepten und Zubereitung nennt Andrevsky auch Backtemperaturen und Backzeiten. So bleibt die Alt-Wiener Weihnachtsbäckerei nicht bloß eine Sammlung alter Familienblätter, sondern wird als österreichische Mehlspeiskultur weitergegeben – mit dem Geruch von Butter, Gewürzen und dem ersten Blech, das meistens schneller leer ist, als man geplant hat.