Am Mittwochabend, 28. Oktober 2026, ist es in Wiener Neustadt kurz vor 17.30 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Im Kreuzungsbereich der B17 mit der Molkereistraße kollidierten zwei Pkw.

Eine 2005 geborene Lenkerin wurde dabei in ihrem in Wien zugelassenen Renault Twingo eingeklemmt und schwer verletzt. Polizei und Rettungsdienst waren beim Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt bereits vor Ort.

Rettung mit hydraulischem Gerät

Kurz vor 17:30 Uhr begann die Feuerwehr mit der technischen Menschenrettung. In Abstimmung mit dem Notarztteam und dem Rettungsdienst schufen die Einsatzkräfte mithilfe hydraulischer Rettungsgeräte eine ausreichend große Öffnung im Unfallfahrzeug.

So konnte die junge Frau möglichst schonend und wirbelsäulenschonend aus dem Wrack befreit werden. Nach der Erstversorgung und notfallmedizinischen Versorgung brachte sie das Notarztteam gemeinsam mit dem Roten Kreuz mit Verletzungen unbestimmten Grades in ein Krankenhaus.

Nach der Freigabe der Unfallstelle durch die Polizei barg die Feuerwehr beide beschädigten Fahrzeuge. Die Pkw wurden gesichert abgestellt, ausgelaufene Betriebsmittel gebunden und die Unfallstelle geräumt. Nach rund einer Stunde war der Feuerwehreinsatz beendet. Die genaue Unfallursache wird polizeilich ermittelt.

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397 Verkehrstote im Jahr 2025

Der Unfall reiht sich in eine österreichische Verkehrsunfallstatistik ein, die zuletzt wieder nach oben zeigte. Im Jahr 2025 starben in Österreich 397 Menschen bei Verkehrsunfällen – 46 Todesopfer beziehungsweise 13,1 Prozent mehr als 2024, als 351 Tote registriert wurden. Die Zahl lag ungefähr auf dem Niveau von 2023 mit 402 Todesopfern und war die fünftniedrigste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950.

Nur in den Jahren 2020 bis 2022 sowie 2024 wurden weniger als 400 Verkehrstote gezählt. 1972 hatte es mit 2.948 Todesopfern den Höchststand gegeben. Die 397 Toten von 2025 entsprechen damit weniger als einem Siebtel dieses Werts – obwohl die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge von 2,5 Millionen im Jahr 1972 auf 7,4 Millionen im Jahr 2025 gestiegen ist.

In Niederösterreich kamen 2025 insgesamt 108 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, nach 84 im Jahr davor. Zum Vergleich: Im Burgenland waren es 19 Tote nach 15, in Kärnten 35 nach 30, in Oberösterreich 73 nach 72, in Salzburg 24 nach 28, in der Steiermark 65 nach 63, in Tirol 44 nach 32, in Vorarlberg 14 nach 7 und in Wien 15 nach 20.

Pkw-Insassen größte Opfergruppe

Die größte Gruppe unter den Verkehrstoten waren 2025 Pkw-Insassen mit 164 Todesopfern. Dazu kamen 81 Motorradfahrer, darunter 22 mit Leichtmotorrädern, sowie 65 Radfahrer, von denen 31 mit E-Bikes unterwegs waren. Außerdem starben 53 Fußgänger, elf Lkw-Insassen – neun davon in Klein-Lkw –, acht Lenker von Zug- und Arbeitsmaschinen, sieben Mopedfahrer, sechs E-Scooter-Lenker und zwei sonstige Beteiligte.

Besonders stark stieg die Zahl der getöteten Radfahrer und E-Bike-Lenker: Sie verdoppelte sich gegenüber 2024 von 32 auf 65. Damit wurde langfristig die höchste Zahl getöteter Radfahrer seit 2002 erreicht; damals waren es 80. Im Jahr 2025 fanden in diesem Bereich verstärkt straßenpolizeiliche Schwerpunktaktionen statt.

Als häufigste Ursache tödlicher Verkehrsunfälle wurde Unachtsamkeit oder Ablenkung festgestellt, mit einem Anteil von 30,5 Prozent. Danach folgten nicht angepasste Geschwindigkeit mit 25,3 Prozent und Vorrangverletzungen mit 16,6 Prozent. Fehlverhalten von Fußgängern machte 6,3 Prozent aus, gesundheitliche Beeinträchtigungen 4,5 Prozent, die Missachtung von Geboten oder Verboten 3,9 Prozent und Überholen 3,7 Prozent. Auf sonstige Ursachen entfielen 2,4 Prozent.

Bei 26 tödlichen Unfällen beziehungsweise 6,8 Prozent waren Alkohol, Drogen oder Medikamente beteiligt. Gegenüber 2024 nahmen die wichtigsten Unfallursachen leicht zu. Rückgänge gab es beim Überholen, bei Alkohol, Drogen oder Medikamenten sowie bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen. 149 von 381 tödlichen Unfällen, also 39,1 Prozent, waren Alleinunfälle mit nur einem beteiligten Fahrzeug.

Schwerster Unfall auf der A2

Nach Straßenarten entfielen 45 Verkehrstote auf Autobahnen und Schnellstraßen, was einem Anteil von 11,3 Prozent entspricht; 2024 waren es dort 32. Auf ehemaligen Bundesstraßen starben 147 Menschen, auf Landesstraßen 114 und auf sonstigen Straßen 91. 294 Personen oder 74,1 Prozent kamen im Freiland ums Leben, 103 beziehungsweise 25,9 Prozent im Ortsgebiet.

Acht Kinder bis 14 Jahre starben 2025 bei Verkehrsunfällen: drei als Radfahrer, je zwei als Fußgänger und Pkw-Insassen sowie eines mit einem E-Scooter. 2024 waren vier Kinder ums Leben gekommen, 2023 sieben. Unter den Fällen war auch ein siebenjähriges Kind, das bei einem Schulwegunfall starb.

Der schwerste Unfall des Jahres ereignete sich am 1. April 2025 auf der A2 Südautobahn im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich. Bei einem Auffahrunfall eines Pkw auf einen Sattelzug starben fünf weibliche Pkw-Insassen aus der Ukraine.

Die langfristige Entwicklung zeigt dennoch einen deutlichen Rückgang: 1983 wurden 1.967 Verkehrstote gezählt, 1990 waren es 1.558, im Jahr 2000 976 und 2010 noch 552. 2015 lag die Zahl bei 479, 2020 bei 344, 2021 bei 362, 2022 bei 370, 2023 bei 402, 2024 bei 351 und 2025 bei 397. Die Statistik wurde am 2. Jänner 2026 aktualisiert.