Kärntens Windpark Lavamünd: Ein neues Kapitel der erneuerbaren Energien beginnt
Heute ist der 21.09.2026 und in Kärnten tut sich etwas Spannendes. Der Bau des Windparks Lavamünd hat begonnen! Ja, richtig gehört. In der malerischen Region am Dreiländereck Kärnten-Steiermark-Slowenien werden bald sieben Windräder in die Höhe schießen. Die ersten Überlegungen dazu gab es bereits vor mehr als fünf Jahren. Und jetzt, wo die Bauarbeiten für die Fundamente und das Umspannwerk im Gange sind, sind die ersten Windtürme für Herbst 2026 geplant.
Mit einer Gesamtleistung von 47,6 Megawatt wird dieser Windpark jährlich etwa 79 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Das reicht für ungefähr 23.000 Haushalte – ein echter Gewinn für die Region! Ziemlich beeindruckend, oder? Die Windräder werden auf Höhen zwischen 1240 und 1430 Metern errichtet, mit Nabenhöhen von 118 bis 164 Metern. Die gesamte Investitionssumme hat sich auf 87 Millionen Euro erhöht, ursprünglich waren es 60 Millionen Euro. Ein Zeichen dafür, dass das Projekt aufgrund technologischer Weiterentwicklungen und der Marktverfügbarkeit angepasst wurde.
Bau in vollem Gange
Die Zufahrt zum Baugebiet erfolgt über die Südsteirische Grenzstraße (B69). Und das Besondere ist, dass die Windkraftanlagen über ein 30-kV-Erdkabelsystem miteinander verbunden werden. Der Anschluss erfolgt über ein neu errichtetes 20/110-kV-Umspannwerk, das derzeit ebenfalls im Bau ist. Man könnte sagen, hier wird kräftig angepackt, um die Zukunft der erneuerbaren Energien in Österreich voranzutreiben.
Insgesamt wurden 177 Auflagen erteilt, vor allem im Bereich Naturschutz. Die Volksbefragung am 12. Januar 2025 hat ergeben, dass 8 von 9 Gemeinden für ein Verbot des weiteren Ausbaus gestimmt haben. Ein spannendes Thema, das die Gemüter bewegt. Dennoch steht der Bau des Windparks Lavamünd im Einklang mit der Vier-Parteien-Einigung zur Windkraft in Kärnten.
Neues von der Windkraft in Österreich
Die Region Lavanttal ist mittlerweile ein Hotspot für Windkraft. Eine neue Zonierung wurde beschlossen, die Windkraftanlagen auf vier Zonen konzentriert. Diese Zonen umfassen rund 7,35 Quadratkilometer, mit einem Maximum von 50 Anlagen. Neben dem Windpark Lavamünd gibt es bereits einige bestehende und geplante Windparks in der Umgebung, darunter die Windparks Steinberger Alpe, Soboth und Bärofen.
Österreich hat in den letzten Jahren viel getan, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern. Der Windkraftausbau hat in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen, und mit dem Erneuerbare-Ausbau-Gesetz (EAG) ist ein klarer Rahmen geschaffen worden. Bis 2030 strebt Österreich eine 100 %ige Stromversorgung aus erneuerbaren Energiequellen an. Das klingt doch nach einem ambitionierten Ziel! Bis 2030 könnten rund 26 TWh Windstrom in Österreich möglich sein, was einen erheblichen Beitrag zur Stromversorgung leisten würde.
Ein Blick in die Zukunft
Die Windkraft hat das Potenzial, mehr Strom zu erzeugen als aktuell benötigt wird. Tatsächlich könnten Windparks auf nur 2 % der Landesfläche jährlich bis zu 83 TWh Windstrom liefern – das übersteigt den gesamten jährlichen Stromverbrauch in Österreich. Es bleibt spannend, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln wird. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Windpark Lavamünd ein voller Erfolg wird und ob die Bürgerinnen und Bürger in der Region von den erneuerbaren Energien profitieren können.
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