In der Innere Stadt von Wien tut sich was – und zwar richtig Spannendes! Seit dem Frühjahr 2024 läuft das Pilotprojekt „Zero Emission Transport“, und es zieht die Aufmerksamkeit von 50 Unternehmen auf sich. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und die Wirtschaftskammer Wien haben dieses zukunftsweisende Vorhaben ins Leben gerufen, um emissionsfreie Transportfahrten in den Innenstadtbezirken voranzutreiben. Nach drei Jahren intensiver Arbeit und Planung sind die Verantwortlichen nun im Endspurt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Bereits 5,1 Millionen Kilometer wurden emissionsfrei zurückgelegt, was zu Einsparungen von knapp 2.000 Tonnen CO2-Äquivalenten und mehr als einer Tonne Stickoxiden geführt hat.

Die beteiligten Unternehmen setzen auf eine Vielzahl von Teilnehmerfahrzeugen, darunter Pkw, Lieferwägen, vollelektrische Busse, Müllfahrzeuge und sogar Lkw mit Ladekran. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Herausforderungen: Während die Vorteile wie niedriger Wartungsaufwand und Umweltaspekte die E-Mobilität fördern, kämpfen die Unternehmen mit der geringen Reichweite und den hohen Anschaffungskosten von Spezialfahrzeugen. Die Firma Ankerbrot hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt – bis 2035 gänzlich emissionsfrei zu sein! Allerdings stehen sie vor der Herausforderung, emissionsfreie große Lkws zu beschaffen. Auch das Entsorgungsunternehmen Saubermacher zeigt, wie’s geht: Sie haben bereits neun Elektro-Lkws in Wien im Einsatz.

Begleitforschung und Zukunftsperspektiven

Unterstützt wird das Projekt von der Fachhochschule des BFI Wien, die die CO2-Einsparungen und die Hindernisse bei der Umsetzung erfasst. Die Erkenntnisse sind vielschichtig. Es zeigt sich, dass Unternehmen mehr Förderungen und günstigere Ladetarife wünschen, um den Übergang zur E-Mobilität zu erleichtern. Walter Ruck, der Präsident der Wirtschaftskammer, plant, das Projekt fortzuführen und weitere Bezirke zu integrieren – natürlich abhängig von der Expertise der Unternehmen.

Doch wie sieht die größere Perspektive aus? Weltweit werden jährlich über 100 Milliarden Pakete verschickt, und der Trend zeigt steil nach oben. Die Logistik- und Transportbranche ist für 5,5% bis 11% der globalen CO2-Emissionen verantwortlich, je nach Studie. In Europa ist es sogar so, dass jede fünfte bis zweite Transportfahrt auf der Straße eine Leerfahrt ist. Ein großes Potenzial für Nachhaltigkeit in der Logistik liegt also auf der Hand. Unternehmen müssen ihre Emissionen in den Logistikprozessen reduzieren und Ressourcen schonen.

Innovative Ansätze für nachhaltige Logistik

Die Fraunhofer IML unterstützt die Branche mit praxistauglichen Lösungen und Innovationen. Dabei stehen nicht nur Logistikdienstleister im Fokus, sondern auch produzierende Unternehmen und Kommunen. Ansätze zur ökologischen Nachhaltigkeit sind vielfältig: von der Reduzierung von Verpackungsmaterial über die optimale Auslastung von Lagern und Containern bis hin zu optimierten Routen und nachhaltigen Standortbedingungen. Die Herausforderungen sind enorm – Klimawandel, Ressourcenknappheit und der Umbruch in der Mobilität sind nur einige der Themen, mit denen sich die Branche auseinandersetzen muss.

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Die Forschung orientiert sich zudem an den Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen. Projekte, wie das in Wien, zahlen auf viele dieser globalen Nachhaltigkeitsziele ein. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die E-Mobilität und nachhaltige Logistik weiter entwickeln werden. Die ersten Schritte sind gemacht, und der Weg in eine emissionsfreie Zukunft ist geebnet.