Heute ist der 29.05.2026. Spannende Zeiten in Deutschland! Drei hochrangige Politiker der AfD haben sich entschieden, Anfang Juni nach St. Petersburg zu reisen, um an einem Wirtschaftskongress teilzunehmen. Diese Veranstaltung, die vom 3. bis 6. Juni stattfindet, hat Wladimir Putin als Schirmherrn und ist bekannt dafür, dass er in der Regel als prominenter Redner auftritt. Die Politiker Steffen Kotré, der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Jörg Urban, der sächsische AfD-Landeschef, und Markus Frohnmaier, außenpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion und Landeschef der AfD in Baden-Württemberg, werden dort erwartet. Vor einem Jahr hatte Frohnmaier bereits angekündigt, im Frühjahr nach Russland reisen zu wollen, und jetzt scheint es, als würde er sein Vorhaben tatsächlich umsetzen. Komischerweise ließ er jedoch vor zehn Tagen offen, ob er die Einladung nach St. Petersburg annehmen würde.
Kotré hat ganz klar geäußert, dass ein Ziel der Reise darin besteht, Friedensdiplomatie zu fördern und die Bundesregierung für ihre Kriegsrhetorik zu kritisieren. Urban hingegen betont die Notwendigkeit von Russland als Garant für Frieden und Wohlstand in Europa. Doch hier wird es interessant: Das Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg hat sich seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine im Februar 2022 erheblich verändert. Anstelle internationaler Spitzenpolitiker sind nun Vertreter der Taliban und eben auch die AfD eingeladen.
Verbindungen nach Russland
Die beiden AfD-Politiker Kotré und Frohnmaier sind nicht nur einfach Teilnehmer, sie haben auch tiefere Verbindungen nach Russland. Beide haben bereits an umstrittenen Russlandreisen teilgenommen, die oft in der Öffentlichkeit kritisch betrachtet werden. Der AfD-Parteichef Tino Chrupalla nutzt Gelegenheiten, in Moskau für ein Ende der Russland-Sanktionen zu plädieren, während seine Kollegin Alice Weidel ebenfalls ein Ende der westlichen Sanktionen fordert. Es ist fast so, als ob die AfD eine eigene Außenpolitik entwickelt, die sich stark an den russischen Interessen orientiert.
Frohnmaier und Kotré sind für das Wirtschaftsforum 2026 eingeladen, das von der Roscongress-Stiftung organisiert wird. Diese Organisation hat enge Verbindungen zur russischen Regierung und ist bekannt dafür, dass sie russische Narrative verbreitet. So nehmen auch andere AfD-Abgeordnete an verschiedenen Veranstaltungen in Russland teil, darunter die „Moskauer Konferenz für Internationale Sicherheit“, wo sie sich positiv über Russland äußern. Besonders auffällig ist, dass AfD-Mitglieder in der Vergangenheit als Wahlbeobachter zur russischen Präsidentschaftswahl gereist sind und diese im russischen Staatsfernsehen lobten.
Einfluss auf die deutsche Politik
Die Verbindungen zur AfD scheinen für Russland von Vorteil zu sein, da die Partei in der deutschen Politik Einfluss ausüben kann. Politikwissenschaftler warnen vor den tiefen Russland-Verbindungen innerhalb der AfD, die möglicherweise die politische Arbeit in Deutschland beeinträchtigen. Zwischen 2020 und 2025 stellte die AfD die meisten Kleinen Anfragen mit sicherheitsrelevanten Bezügen. Dazu kommen Abgeordnete, die heimlich nach Belarus reisen und dort Oligarchen mit Verbindungen zum FSB treffen. Ein gewisses Unbehagen macht sich breit, wenn man an die kommenden Wahlen denkt, besonders in Sachsen-Anhalt, wo die AfD möglicherweise eine Sperrminorität erreichen könnte.
Die Dynamik, die sich durch diese Reisen und Verbindungen entwickelt, lässt aufhorchen. Die AfD ist nicht nur eine politische Bewegung, sondern scheint sich auch als Vermittler in geopolitischen Fragen zu positionieren. All das geschieht in einer Zeit, in der die Spannungen in Europa so hoch wie seit Jahren nicht mehr sind. Man fragt sich, was als Nächstes kommt und wie sich diese Entwicklungen auf die deutsche Politik auswirken werden. Die Frage bleibt: Wie wird die Bundesregierung auf diese Aktivitäten reagieren?
