Schließung des Recyclinghofs in Gurtweil zum Jahresende 2023
Es ist eine kleine, aber bedeutende Änderung für die Abfallwirtschaft in der Region Waldshut: Der Recyclinghof in Gurtweil schließt zum Jahresende 2023. Diese Entscheidung kommt nicht ganz überraschend, denn der Landkreis hat entschieden, keine Alternativen zu suchen und verweist auf die anderen Recyclinghöfe in der Umgebung. Auf Badische Zeitung wird berichtet, dass die Schließung bereits feststeht und der Landkreis einen klaren Kurs fährt.
Diese Schließung hat ihre Gründe. Der Ausschuss für Technik, Umwelt und Verkehr des Kreistags hat den Plan des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft bereits zur Kenntnis genommen. Der Recyclinghof, der sich auf dem Betriebsareal der Firma Klefenz befindet, hat in den vergangenen Jahren ein eher geringes Anlieferungsaufkommen verzeichnet. Im Jahr 2022 wurden dort lediglich 653 Tonnen Grünschnitt und 21,13 Tonnen Altglas angeliefert. Elmar Weißenberger, der Chef des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft, hat das Anlieferungsvolumen als eher gering eingestuft. Zum Vergleich: Der Recyclinghof in Waldshut-Bleiche verzeichnet ein fünf- bis siebenmal höheres Aufkommen.
Die Hintergründe der Schließung
Die Entscheidung zur Schließung resultiert auch aus einer Kündigung des Bauunternehmens Klefenz, das im November 2025 die Zusammenarbeit mit dem Landkreis aufkündigte und den Platz selbst benötigte. Damit wurde die Suche nach einem Alternativstandort überflüssig, da es bereits andere Recyclinghöfe in der Region gibt, die die Bevölkerung bedienen können. Nach der Schließung des Standorts in Gurtweil bleiben im Großraum Waldshut-Tiengen und Lauchringen noch drei Recyclinghöfe erhalten.
Die gute Anbindung an die Grünabfallkompostierungsanlage in Ettikon ist ein weiterer Pluspunkt. Es werden keine erheblichen Einschränkungen für die Bürger erwartet, was sicherlich ein wenig Erleichterung bringt. Die Schließung dieser Einrichtung wird dem Landkreis zudem jährlich rund 30.000 Euro an Pacht- und Personalkosten sparen. Das ist schon ein ganz schöner Batzen Geld, der da eingespart wird!
Ein Blick auf die Abfallwirtschaft in Deutschland
Wenn wir uns die allgemeine Abfallbilanz in Deutschland anschauen, wird deutlich, wie wichtig die effiziente Entsorgung und das Recycling von Abfällen sind. Jährlich werden umfassende Statistiken erstellt, die das inländische Abfallaufkommen nach verschiedenen Kategorien dokumentieren. Dazu zählen stoffliche Verwertungs- und Recyclingquoten sowie die Erhebung über Haushaltsabfälle. Ein reger Austausch und eine transparente Dokumentation sorgen dafür, dass die Abfallwirtschaft in Deutschland zunehmend optimiert wird.
Die Schließung des Recyclinghofs in Gurtweil könnte also als Teil eines größeren Puzzles angesehen werden, das die Abfallwirtschaft betrifft. Es bleibt spannend, wie sich die Strukturen in der Region weiterentwickeln werden, insbesondere mit den geplanten 21 Recyclinghöfen, die ab 2027 im ganzen Landkreis verfügbar sein sollen. Vielleicht kann man ja auch mit weniger Standorten effizienter arbeiten – das wird die Zukunft zeigen.
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