Heute ist der 17.06.2026 und ich möchte euch von einer etwas traurigen, aber auch spannenden Nachricht aus Gießen berichten. Während der American Field Service (AFS) seit 75 Jahren Austauschschüler vermittelt, sieht die Situation in der Stadt momentan nicht allzu rosig aus. Fünf Jugendliche aus Thailand, Ecuador, Japan und den USA suchen dringend Gastfamilien. Ja, richtig gehört! Diese jungen Menschen sind bereit, ihre Heimat zu verlassen, um ein neues Leben in Deutschland zu beginnen, doch die Gastfamilien fehlen. Ein Dilemma, das nachdenklich macht.

Eine aktuelle Studie der Universität Münster hat gezeigt, dass Schüleraustausche das Selbstwertgefühl von Jugendlichen erheblich fördern können. Das klingt doch toll, oder? Aber in Gießen ist die Lage anders. Während die Teilnehmerzahlen an Austauschprogrammen bundesweit seit der Corona-Pandemie steigen, hat die Stadt hier einen Rückgang zu verzeichnen. In diesem Jahr haben nur drei deutsche Jugendliche den Schritt ins Ausland gewagt – zwei nach Argentinien und einer in die Dominikanische Republik. Die Gründe dafür sind vielfältig, von Zeit- und Platzmangel bis hin zu finanziellen Aspekten. Vor der Pandemie gab es noch 30 Gastfamilien für 15 Austauschschüler.

Die Suchenden

Jetzt kommen wir zu den fünf Austauschschülern, die in Gießen ein neues Zuhause suchen. Da haben wir Rujaree, 16 Jahre alt aus Thailand. Sie lernt Deutsch und ist sportlich. Dann ist da Emilio, 17 aus Ecuador, der ebenfalls sportlich ist. Serina, 16 Jahre alt aus Japan, bringt eine kreative und musische Ader mit. Annabelle, 14 Jahre alt aus den USA, ist trilingual und hat eine Mutter aus Deutschland. Und schließlich Isaac, 16 Jahre aus den USA, der vier Sprachen spricht, sportlich ist und sich ehrenamtlich engagiert. Ein bunter Haufen, der viel zu bieten hat!

Doch das Problem bleibt: Es gibt derzeit keine Anmeldungen von Gastfamilien in Gießen. Das ist wirklich schade, denn der AFS erinnert an eine Familie, die mehrfach mit ihnen in Kontakt war und als „AFS-Familie“ gilt. Vielleicht könnte das ein Anstoß für andere Familien sein, sich ebenfalls zu engagieren? Gastfamilien können ganz unterschiedlich sein – Familien mit Kindern, Alleinstehende oder Senioren. AFS bietet zudem Unterstützung und kann die Schüler bei Bedarf umplatzieren. Ein bisschen Engagement und Unterstützung kann hier den Unterschied ausmachen!

Ein Blick auf die Zukunft

Die Integration in die Gastfamilie erfordert natürlich Engagement. Es ist nicht nur eine Frage des Wohnraums, sondern auch der Bereitschaft, Zeit miteinander zu verbringen und sich aufeinander einzulassen. Austauschschüler verbringen in der Regel zwischen drei und elf Monaten in ihrer Gastfamilie, wobei ein ganzes Jahr oft bevorzugt wird. Da kommt es auf eine gute Mischung aus Neugier und Herzlichkeit an, um ein erfolgreiches Austauschjahr zu gestalten.

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Die Situation in Gießen ist ein Spiegelbild einer größeren Herausforderung: In vielen Städten gibt es einen Rückgang an Gastfamilien. Vielleicht könnten engagierte Eltern, die bereits Erfahrungen im Schüleraustausch haben, als Vorbilder dienen. Literatur darüber gibt es jede Menge, und einige Ratgeber könnten helfen, sowohl Schülern als auch Eltern die Entscheidung für oder gegen einen Austausch zu erleichtern. So gibt es Bücher wie „Ein Schuljahr in Neuseeland“ von Alexandra Albert, das wertvolle Tipps und Erfahrungsberichte bietet, oder „Schüleraustausch weltweit“ von Barbara Engler, das einen Vergleich der Anbieter bietet. Die Möglichkeiten sind vielfältig!

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Situation in Gießen bald bessert und die fünf Austauschschüler ein warmes Zuhause finden. Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail oder Telefon als Gastfamilie melden. Vielleicht wird die eigene Familie ja bald Teil einer internationalen Austauschgemeinschaft, die das Leben aller Beteiligten bereichern kann. Es wäre doch einfach nur schön, oder?

Für weitere Informationen über Austauschprogramme und Unterstützungsmöglichkeiten kann man auch die Webseite von AFS besuchen: aja-org.de.

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