Wismar kämpft gegen Schiffsbohrmuschel: Hafenanlagen in Sanierung
Heute ist der 4.06.2026 und Wismar hat es wieder einmal in die Schlagzeilen geschafft! Die Schiffsbohrmuschel, ein kleines, aber äußerst zerstörerisches Wesen, hat im Wismarer Westhafen erheblichen Schaden angerichtet. Holzpfähle, die unter der Pflasterung der Kaianlage verborgen sind, wurden durch die Muschelart „Teredo Navalis“ stark geschädigt. Das hat zur Folge, dass die gesamte Kaianlage saniert werden muss, was die Zufahrt für Autos im Westhafen vorübergehend sperrt. Doch keine Sorge, die Parkplatzsituation in der Stadt soll nicht darunter leiden, wie die Verantwortlichen betonen.
Die Ostseite des Hafenbeckens ist nun ebenfalls gesperrt, nachdem bereits die Westseite betroffen war. Um die Durchfahrt von Fahrzeugen zu verhindern, wurden entlang der Kaikante 80 Pfosten über eine Länge von etwa 100 Metern aufgestellt. Die Sanierungskosten für den Ostkai belaufen sich auf stolze 6,4 Millionen Euro, und der Beginn der Arbeiten ist für das Jahr 2028 geplant. Ganz frisch in Erinnerung ist die Sanierung des Brunkowkai im Überseehafen-Becken, die mit 8,5 Millionen Euro zu Buche schlug – ebenfalls aufgrund der Schiffsbohrmuschel. Die UNESCO hat inzwischen auch den Hochwasserschutz im historischen „Alten Hafen“ befürwortet, der für die Region von großer Bedeutung ist.
Sanierungen auf der Insel Poel
Doch nicht nur Wismar hat mit maroden Hafenanlagen zu kämpfen. Auf der Insel Poel müssen die Holzstege im Hafen von Kirchdorf saniert werden, und der Grund dafür ist ein Pilzbefall! Bürgermeister Florian Lechner (SPD) hat die Notwendigkeit dieser Maßnahmen bestätigt. Die Sanierungskosten von 133.000 Euro trägt die Gemeinde vollständig, da Fördermittel aufgrund der Dringlichkeit nicht beantragt werden können. Die Hochschule Wismar hatte bereits im vergangenen Jahr herausgefunden, dass die über 30 Jahre alten Stege massiv durch einen holzzerstörenden Pilz geschädigt sind. Bei den Reparaturen werden zudem alle Pfähle sorgfältig kontrolliert und bei Bedarf ersetzt.
Ein weiteres Beispiel ist der Timmendorfer Hafen, wo die Schiffsbohrmuschel ebenfalls für Probleme sorgt. Vor zwei Jahren brachen dort zwei Eukalyptuspfähle ab, die erst kürzlich eingebaut worden waren. Eine aktuelle Untersuchung zeigt nun, dass auch andere Pfähle aus Eiche und Eukalyptus betroffen sind. Komischerweise besteht der Großteil der Konstruktion im Timmendorfer Hafen aus Tropenholz Greenheart, welches als resistent gegen die Schiffsbohrmuschel gilt. Dennoch verdeutlichen die Schäden in Kirchdorf und Timmendorf den Handlungsdruck, der aufgrund biologischer Einflüsse auf hölzerne Hafenanlagen besteht.
Die Situation in Wismar und den umliegenden Regionen ist also angespannt. Auf der einen Seite die bedrohlichen Schäden durch die Schiffsbohrmuschel und auf der anderen Seite die Notwendigkeit, die maroden Hafenanlagen schnellstmöglich zu sanieren. Die Herausforderungen sind groß, aber die Gemeinden scheinen entschlossen, die Probleme anzugehen. Es bleibt spannend, wie sich die Situation weiterentwickeln wird und welche Lösungen gefunden werden. Wenn ihr mehr über die Hintergründe und die aktuellen Entwicklungen erfahren möchtet, schaut doch mal bei NDR vorbei – dort gibt es viele weitere Infos zu diesem Thema!
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