In Krefeld wird am Samstag, den 4. Juli, ein ganz besonderes Event stattfinden, das die Nachbarschaft auf eine charmante Art und Weise zusammenbringt: das „Dinner in Weiß“. Inspiriert von der ursprünglichen Idee, die Francois Pasquier im Sommer 1988 in Paris ins Leben rief, wo er eine Gartenparty veranstaltete, um seine Freunde einzuladen, hat sich diese Tradition mittlerweile weltweit verbreitet. Die erste Veranstaltung fand im Bois de Boulogne statt und mehr Gäste als erwartet erschienen. Das „Dinner in Weiß“ ist seither ein beliebtes Ereignis, das Leute in weißer Kleidung zusammenbringt, um gemeinsam zu speisen und zu feiern.

Der Bürgerverein Kliedbruch hat nun die Initiative ergriffen und organisiert die Feierlichkeit auf dem Gelände der Hubert-Houben-Kampfbahn, Appellweg 3, von 17 bis 22 Uhr. Der Eintritt ist frei – eine tolle Gelegenheit für Nachbarn und Krefelder, die aus anderen Stadtteilen kommen, um miteinander zu feiern. Die Idee hinter diesem Event ist es, das nachbarschaftliche Miteinander zu fördern, insbesondere da es in Kliedbruch keinen Schützenverein oder Stadtteilfest gibt. Unterstützt wird die Veranstaltung zudem mit Fördermitteln aus dem Projekt „Heimatreisen“ der Stadt Krefeld.

Unterhaltung und kulinarische Freiheit

Die geplante Unterhaltung verspricht ein buntes Programm: Das ukrainische Vokalensemble „Talisman“ wird mit seinen Klängen verzaubern, während der Zauberer „Der Traumwandler“ die Gäste mit seinen Tricks in Staunen versetzen wird. Auch der Künstler „Tett der Landstreicher“ und Live-Musik von Ralf Küntges stehen auf dem Programm. Diese Vielfalt sorgt für eine lebendige Atmosphäre, die das Fest zu einem besonderen Erlebnis machen wird.

Die Gäste werden gebeten, in weißer Kleidung zu erscheinen, wobei Männer auch in Jeans und einem weißen Oberhemd willkommen sind. Was die Speisen und Getränke angeht, hier haben die Teilnehmer die Freiheit, ihre eigenen Köstlichkeiten mitzubringen – ganz egal, in welcher Farbe. Rund 150 Plätze an weißen Bierzeltgarnituren stehen zur Verfügung, und ich kann mir vorstellen, dass es ein wirklich schöner Anblick sein wird, wenn all diese Menschen in Weiß zusammenkommen und die Nachbarschaft feiern.

Dîner en blanc – eine wachsende Tradition

Die Idee des Dîner en blanc hat auch im deutschen Sprachraum Fuß gefasst. In Hannover fand das erste Dîner en blanc 2008 statt, und die Teilnehmer organisieren sich über soziale Netzwerke, um an geheimen Orten zusammenzukommen. Auch in Berlin und München erfreuen sich diese Veranstaltungen großer Beliebtheit. Das erste Dîner en blanc in Berlin fand am 29. Mai 2010 am Bebelplatz statt, mit etwa 400 Teilnehmern. Ein Jahr später feierten in München bereits rund 800 Gäste auf dem Wittelsbacherplatz.

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Die Veranstaltungen sind nicht nur ein schöner Anlass, um zusammenzukommen, sondern auch eine Art von sozialem Netzwerk, das die Menschen verbindet. Ursprünglich war das Dîner en blanc nicht kommerziell, doch mittlerweile gibt es auch professionelle Veranstaltungen mit Eintrittspreisen und Catering – was die Gründer jedoch ablehnen. Aymeric Pasquier, der Sohn des Gründers, plant sogar, ein weltweites Netzwerk für Dîner en blanc zu schaffen.

Für alle, die also Lust auf ein einzigartiges Erlebnis haben, sollten sich das „Dinner in Weiß“ in Krefeld nicht entgehen lassen. Es wird mit Sicherheit ein schöner Abend, um die Nachbarschaft zu feiern und neue Bekanntschaften zu schließen.

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