In Amstetten steht eine spannende Initiative auf dem Plan, die unsere Gemeinschaft bereichern könnte! Das „Zeitpolster“ ist ein österreichweites, soziales Vorsorgemodell, das auf dem Prinzip der Nachbarschaftshilfe basiert. Es zielt darauf ab, älteren Menschen sowie Familien im Alltag unter die Arme zu greifen. Stellt euch vor, jemand begleitet euch beim Spazierengehen, beim Einkaufen oder zu Arztbesuchen – genau dafür sind die Freiwilligen da. Wer hilft, erhält für jede geleistete Stunde eine Zeitgutschrift. Diese kann dann für eigene Unterstützungsleistungen genutzt oder sogar verschenkt werden. Ein persönliches „Zeitkonto“ wird also aufgebaut, das im Alter sehr nützlich sein kann.

Das Besondere an diesem Modell? Es bietet flexible und kostengünstige Angebote, die sich ganz nach den Bedürfnissen der Bürger richten. Eine Infoveranstaltung zur „Zeitpolster“-Initiative findet am 8. Oktober 2026 um 19:00 Uhr im Rathaussaal statt. Wer Fragen hat oder sich anmelden möchte, kann sich unter team.amstetten@zeitpolster.com oder telefonisch unter 0664/88 487 926 melden. Weitere Informationen sind auch auf der Webseite zeitpolster.com zu finden.

Nachbarschaftshilfe – Ein wichtiger Baustein

Nachbarschaftshilfe ist mehr als nur ein Schlagwort – es ist eine wertvolle Ergänzung zur Unterstützung im Pflegealltag. Wenn Angehörige oder professionelle Dienste an ihre Grenzen stoßen, springen Nachbarn, Freunde oder sogar Vereine und Kirchengemeinden ein. Die Betreuung erfolgt in der Regel ehrenamtlich, und in bestimmten Fällen kann eine pauschale Aufwandsentschädigung gezahlt werden. Aber Achtung: Die Anerkennung und Ausgestaltung dieser Hilfe ist Ländersache. In jedem Bundesland gibt es unterschiedliche Voraussetzungen und Regelungen.

Wusstet ihr, dass Nachbarschaftshilfen oft Schulungen durchlaufen müssen? Ja, das ist nötig, damit sie sich bei den zuständigen Stellen registrieren können. Jede Person, die nicht eng verwandt ist, darf Nachbarschaftshilfe leisten, sofern sie über eine entsprechende Qualifikation verfügt. Die Aufgaben umfassen beispielsweise Begleitungen zu Arztbesuchen, gemeinsame Spaziergänge oder Unterstützung im Haushalt. Die medizinische Pflege bleibt jedoch Fachleuten vorbehalten.

Finanzielle Unterstützung durch die Pflegeversicherung

Ein ganz spannendes Detail ist, dass Nachbarschaftshilfe für Pflegebedürftige von der Pflegeversicherung finanziert wird, wenn sie als Unterstützung im Alltag anerkannt ist. Das heißt, pflegebedürftige Menschen können unter bestimmten Bedingungen von einem Entlastungsbetrag von 131 Euro pro Monat profitieren. Um diese Unterstützung zu erhalten, muss die gepflegte Person allerdings einen anerkannten Pflegegrad haben und zuhause betreut werden.

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Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Pflegesachleistungen für Nachbarschaftshilfe umzuwandeln, wenn mindestens Pflegegrad 2 vorliegt. Das kann eine echte Erleichterung für viele Betroffene sein! Und wenn die reguläre Pflegeperson mal ausfällt, kann die Verhinderungspflege auch von Nachbarschaftshilfen abgedeckt werden. Aber aufgepasst: Die Voraussetzungen sind je nach Bundesland unterschiedlich und es lohnt sich, die Angebote genau zu prüfen.

In Amstetten wird die „Zeitpolster“-Initiative sicherlich dazu beitragen, das Bewusstsein für die Bedeutung von Nachbarschaftshilfe zu schärfen und neue Möglichkeiten für die Unterstützung unserer Mitmenschen zu schaffen. Ein gutes Miteinander, das auf Vertrauen und Respekt basiert, ist der Schlüssel zu einer lebendigen und hilfsbereiten Gemeinschaft. Bleibt also dran und schaut vorbei bei der Infoveranstaltung! Es könnte der erste Schritt zu etwas ganz Besonderem sein.