Heute ist der 8.06.2026. Im Burgenland, genauer gesagt im Steinbruch von St. Margarethen, brodelt die Aufregung. Die Oper „Tosca“ wird hier inszeniert und das mit einem ganz besonderen Twist. Regisseur und Bühnenbildner Thaddeus Strassberger hat sich etwas ganz Spezielles ausgedacht. Der Steinbruch wird in das historische Rom der Napoleonischen Kriege verwandelt – da kann man sich wirklich was darunter vorstellen! Die Proben mit dem Ensemble haben bereits begonnen, und die Premiere steht am 15. Juli vor der Tür.

Die Kulisse wird grandios: Schauplätze wie die Basilika Sant’Andrea della Valle oder der Palazzo Farnese kommen zum Leben, während große Feuerwerke und Kanonenkugeln die Zuschauer in ihren Bann ziehen. Ein Hauptaltar, ein Kerzenständer und ein Weihrauchfass werden den Raum zieren und das Wechselspiel zwischen Schönheit und Bedrohung verdeutlichen. „Ganz Rom“ wird auf der Bühne dargestellt – eine Mischung aus Innen- und Außenansichten lässt die Zuschauer tief eintauchen in die Handlung.

Eine Neuinterpretation der klassischen Oper

Die Kostüme sind in strahlendem Weiß gehalten und bieten einen schönen Kontrast zur düsteren Atmosphäre des Bühnenbildes. Tosca selbst wird nicht einfach springen, sondern die Stufen hinauflaufen, um inmitten von Rauch und Licht als „Schutzengel“ in den Himmel zu steigen. Das klingt einfach nur spektakulär! Intendant Daniel Serafin zeigt sich begeistert von dieser Neuinterpretation des Werkes von Giacomo Puccini, die bereits 2015 auf der Bühne stand. Auch die musikalische Leitung hat mit Valerio Galli einen erfahrenen Dirigenten an Bord, der 2023 bereits bei „Carmen“ für Furore sorgte.

Besonders spannend ist die Premiere für das Kinderchorensemble der Gumpoldskirchner Spatzen, die erstmals den Kinderchor im Te Deum verkörpern werden. Die Titelrolle der Tosca wird von den talentierten Sängerinnen Joyce El-Khoury, Celine Byrne und Melissa Purnell alternierend gesungen. Hier entsteht wirklich ein beeindruckendes Ensemble, das die Oper lebendig werden lassen wird.

Ein Ort mit Geschichte und Bedeutung

Der Steinbruch St. Margarethen ist nicht nur ein Schauplatz für großartige Opernproduktionen, sondern auch ein kulturelles Erbe der Region. Seit 1996 ist er ein Treffpunkt für internationale Opernfreunde und bietet ein hochwertiges Angebot für Publikum, internationale Opernstars und Musikergrößen. Die Region Ruster Hügelland zwischen Leithagebirge und Steppensee ist sogar UNESCO-Welterbe. Es ist toll, dass dieser Ort, der in einer historisch bedeutenden Kulturlandschaft liegt, jetzt mit „Tosca“ zum Leben erweckt wird.

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Die Privatstiftung Esterházy ist Eigentümer des Steinbruchs, der 2006 ausgebaut wurde. Dies geschah durch die Architektengruppe AWG aus Wien, die für die beeindruckende Architektur des Raums verantwortlich ist. So wird der Steinbruch nicht nur zur Bühne für „Tosca“, sondern auch zu einem Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen.

Wenn man darüber nachdenkt, wie viele große Werke bereits hier aufgeführt wurden, wird einem klar, dass der Steinbruch St. Margarethen eine ganz besondere Atmosphäre hat. Inmitten der Natur und mit einer grandiosen Kulisse wird „Tosca“ sicher ein unvergessliches Erlebnis für alle Besucher. Die Vorfreude ist riesig, und wir sind gespannt, wie sich die Inszenierung entwickeln wird. Man darf gespannt sein!

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