Abschied von langjährigen Schuldirektoren in Güssing: Ein emotionaler Übergang in die Zukunft
Heute, am 8. Juli 2026, steht in Güssing ein Abschied an, der in den Herzen vieler bleibt. In einer bewegenden Feier wurden die langjährigen Schuldirektoren Karl Knor, Gerd Kirschner, Erika Venus und Doris Kottas in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Nach insgesamt 52 Jahren, die sie in den Bezirken Güssing und Jennersdorf gewirkt haben, hinterlassen sie nicht nur eine Lücke, sondern auch unzählige Erinnerungen.
Karl Knor, der beeindruckende 42 Jahre Lehrer war – davon 16 Jahre als Schulleiter der Volksschule Neuberg – wurde mit viel Dank und Anerkennung geehrt. Seine Leidenschaft für die Bildung und sein unermüdlicher Einsatz werden in Neuberg sicherlich nicht vergessen. Gerd Kirschner, der 14 Jahre die Mittelschule Rudersdorf leitete, hinterlässt ebenfalls große Fußstapfen. Auch Erika Venus, die ebenso lange Direktorin der benachbarten Volksschule war, und Doris Kottas, die 8 Jahre die Volksschulen Stegersbach, Bocksdorf und Burgauberg führte, wurden mit herzlichen Worten und Anekdoten von Kindern, Kolleginnen und ehemaligen Schülern gewürdigt. Es war ein emotionaler Abschied, der viele zusammenbrachte – die Gemeinde, die Pfarre und die Schulgemeinschaft standen zusammen und feierten die Verdienste dieser außergewöhnlichen Pädagogen.
Ein neuer Abschnitt beginnt
Die Nachfolgeregelungen sind bereits getroffen. Roswithe Staudinger wird die Leitung der Volksschule Neuberg übernehmen. Aaron Kroboth wird vorläufig als Direktor der Mittelschule Rudersdorf agieren, während Tamara Bauer die neue Direktorin der Rudersdorfer Volksschule wird. In Burgauberg wird Christina Lindner die Geschicke leiten, Gabriele Zwitkovits übernimmt in Stegersbach, und Sarah Ballmüller wird in Bocksdorf tätig sein. Es zeigt sich, dass auch die nächste Generation bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und die Tradition der guten Bildung fortzuführen.
Doch der Abschied von so vielen langjährigen Wegbegleitern wirft auch Fragen auf. Lehrpersonen, die Jahrgang 1964 und älter sind, sehen sich neuen Herausforderungen gegenüber. Ab dem 1. Januar 2026 treten Änderungen der Anspruchsvoraussetzungen für die Korridorpension in Kraft, was für einige von ihnen Verunsicherung bedeutet. Der Begutachtungsentwurf „Budgetbegleitgesetz 2025“ könnte die Pläne mancher Lehrer in einem neuen Licht erscheinen lassen. Am 16. Juni 2025 wird im Nationalrat über diese Änderungen abgestimmt und die Details dazu in der GÖD-Info veröffentlicht. Diese Entwicklungen bringen frischen Wind, aber auch ein wenig Nervosität in die Runde.
Die Verabschiedung der Direktoren steht somit nicht nur für einen Neuanfang, sondern auch für die Herausforderungen, die die Zukunft bereithält. Die emotionale Bindung zwischen Lehrern und Schülern, die in solchen Momenten spürbar wird, bleibt bestehen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Schullandschaft in den kommenden Jahren entwickeln wird.
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