RobertaCup 2025: Mädchen für MINT-Berufe begeistern
Am 10. September 2025 fiel der Startschuss für den neunten RobertaCup im Burgenländischen Schulungszentrum (BUZ) in Neutal. Ein aufregendes Event, das 269 Schülerinnen aus 17 burgenländischen Mittelschulen zusammenbrachte. Die Atmosphäre war elektrisierend, und die jungen Talente waren bereit, ihre kreativen Ideen in die Tat umzusetzen. Das Motto „Green Future – Mission Zukunft“ versprach nicht nur spannende Herausforderungen, sondern auch eine nachhaltige Perspektive auf Technik und Naturwissenschaften.
Die Landesrätin Daniela Winkler gab bei einer Pressekonferenz die Eröffnung bekannt und betonte die Bedeutung dieses Wettbewerbs. Es geht darum, Mädchen für Technik, Informatik und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern. Gerade in einer Zeit, in der MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) einen immer höheren Stellenwert erlangen, ist es entscheidend, dass junge Frauen in diesen Bereichen gefördert werden. Der Wettbewerb wird vom Burgenländischen Schulungszentrum Neutal in Kooperation mit MonA-Net und der Bildungsdirektion Burgenland durchgeführt und finanziert vom Referat Frauen, Antidiskriminierung und Gleichbehandlung des Landes Burgenland.
Das spannende Wettkampfgeschehen
Im Rahmen des Wettbewerbs traten die Teams in Schulausscheidungen, Regionalausscheidungen und schließlich in der Landesausscheidung gegeneinander an. Die Theresianum Eisenstadt setzte sich beim Landesfinale durch und sicherte sich den ersten Platz, gefolgt von der naturwissenschaftlichen Mittelschule Horitschon auf dem zweiten Platz und der Mittelschule Neuhaus am Klausenbach auf dem dritten Platz. Ganz ehrlich, die Leistungen der Schülerinnen waren beeindruckend! Sie bauten und programmierten Roboter, die Parcours bewältigen und Probleme lösen mussten. Es war eine Freude zu sehen, wie viel Teamarbeit, Kreativität und Problemlösekompetenz in diesen jungen Köpfen steckte.
Der RobertaCup ist nicht nur ein Wettbewerb, sondern auch ein Teil des MINT-Projekts Mittelburgenland. Dieses Projekt zielt darauf ab, ein Netzwerk zwischen Kindergärten, Schulen, Ausbildungsstätten und Unternehmen aufzubauen, um frühzeitig Interesse an den MINT-Fächern zu wecken. Und das ist mehr als notwendig! In einer Welt, die zunehmend technisiert wird, ist es unerlässlich, dass junge Frauen nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Motivation haben, in diesen Bereichen tätig zu werden.
Bedeutung und Perspektiven für die Zukunft
Die Erfahrung zeigt, dass es in der heutigen Zeit immer noch eine große Herausforderung ist, Frauen in MINT-Berufen zu fördern. In Hessen beispielsweise, wo zahlreiche Projekte zur frühen MINT-Bildung umgesetzt werden, arbeiten rund 110.000 Frauen in diesen Bereichen – das sind 26.000 mehr als vor zehn Jahren. Doch nur jede sechste MINT-Stelle ist mit einer Frau besetzt. In Österreich sieht es ähnlich aus, auch hier ist der Bedarf an weiblichen Fachkräften in MINT-Berufen hoch.
Die RobertaCup-Initiative zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, Mädchen für technische und handwerkliche Berufe zu motivieren. In den Workshops wird Wissen in Programmierung, Elektronik, Mechanik und Softwareentwicklung vermittelt. Ein Schritt in die richtige Richtung, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen und die Vielfalt in technischen Berufen zu erhöhen. Denn nur mit einer breiten Basis an Talenten – egal ob weiblich oder männlich – können wir die Herausforderungen der Zukunft meistern.
Der RobertaCup ist somit nicht nur ein Wettbewerb, sondern ein wichtiges Werkzeug, um Mädchen zu zeigen, dass Technik Spaß macht und Chancen bietet. Es bleibt zu hoffen, dass diese Begeisterung langfristig anhält und viele der Teilnehmerinnen ihren Weg in die Welt der MINT-Berufe finden.
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