Heute ist der 13.05.2026 und in Oberpullendorf schaut es mit der Wasserversorgung ganz ordentlich aus. Trotz der anhaltenden Trockenheit, die in Österreich für einige Besorgnis sorgt, bleibt die Trinkwasserversorgung im Mittelburgenland gesichert. Laut Greenpeace sind rund 70 Prozent der Grundwassermessstellen auf niedrigem Niveau und mehr als jede zehnte zeigt sogar Rekordtief. Das weckt natürlich die Frage: Wie steht es um unsere Wasserversorgung?
Christian Zörfuss vom Wasserverband Mittleres Burgenland hat jedoch positive Nachrichten. Er betont, dass die Versorgungslage stabil ist und es derzeit keine spürbaren Auswirkungen der Trockenheit auf die Wasserversorgung gibt. In den Gemeinden des Bezirks Oberpullendorf sind keine Engpässe oder kritischen Situationen zu verzeichnen. Zörfuss hebt hervor, wie wichtig ein sorgsamer Umgang mit unseren Wasserressourcen ist. Schließlich hängt die Entwicklung der Wasserversorgung stark vom Niederschlag in den kommenden Wochen ab.
Wasserversorgung im Bezirk Oberpullendorf
Die Wasserversorgung in Oberpullendorf ist ein gut organisiertes System. Der Wasserverband Mittleres Burgenland versorgt insgesamt 18 Gemeinden mit 36 Ortsteilen und beliefert etwa 24.383 Einwohner über 12.380 Hausanschlüsse. Die Infrastruktur umfasst beeindruckende 129 Kilometer Transportleitungen und 344 Kilometer Ortsnetzleitungen. Auch die Hochbehälter und Pumpwerke sind gut aufgestellt, um die Versorgung auch bei erhöhtem Wasserverbrauch sicherzustellen.
- Die Gesamtförderleistung liegt bei rund 200 Litern pro Sekunde.
- Jährlich werden etwa 2 Millionen Kubikmeter Wasser gefördert.
- Die Wasserversorgung beruht auf Tiefengrundwasser aus Brunnenfeldern in Neckenmarkt und Lackendorf.
In Neckenmarkt fördern drei Brunnen bis zu 43 Liter pro Sekunde, während in Lackendorf sieben Brunnen sogar bis zu 157 Liter pro Sekunde liefern. Das Wasser, das hier gefördert wird, kann bis zu 8.000 Jahre alt sein! Das klingt fast wie ein magisches Elixier, oder? Die aktuelle Fördermenge liegt im Durchschnitt der vergangenen Jahre, sodass auch bei erhöhtem Wasserverbrauch keine Einschränkungen für die Bevölkerung notwendig sind.
Herausforderungen und Ausblick
Allerdings bleibt der Grundwasserspiegel ein sensibles Thema. Ein langfristiger Rückgang der Wasserstände um rund einen Meter seit etwa 2010 ist nicht zu übersehen. Das Grundwasser muss durch Niederschlag nachgefüllt werden, und die topografischen Gegebenheiten in der Region machen den Wassertransport zusätzlich anspruchsvoll. Über 470 Höhenmeter müssen überwunden werden, was die Sache nicht einfacher macht. Dennoch zeigen die vorhandenen Wasserbehälter Reserven für Spitzenverbräuche, was die Stabilität der Versorgung unterstreicht.
Während die aktuellen Umstände eine zusätzliche Versorgung benachbarter Gebiete nicht erforderlich machen, bleibt es wichtig, die Entwicklungen aufmerksam zu beobachten. Schließlich ist die Wasserversorgung eine regionale Angelegenheit, und der Verbrauch darf den Niederschlag nicht übersteigen. Für weitere Informationen zur Wasserwirtschaft in Österreich, inklusive Statistiken und Berichten, verweist das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus auf das WISA-Wasserinformationssystem Austria. Hier finden sich viele interessante Zahlen und Fakten zur Hydrographie, Trinkwasser und den notwendigen Investitionen.