Am späten Montagabend, dem 27. Oktober 2026, ist es gegen 22:30 Uhr auf der A4-Ostautobahn in Fahrtrichtung Wien zwischen Mönchhof und Gols zu einem schweren Auffahrunfall gekommen. Zwei Lenker wurden verletzt.

Laut Polizei scherte ein bislang unbekanntes Fahrzeug vor dem Pkw eines 25-jährigen rumänischen Lenkers ein. Der Mann musste stark abbremsen. Ein nachfolgender Klein-Lkw konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten und prallte auf das Heck des Autos. Am Steuer saß ein 67-jähriger ungarischer Staatsbürger.

Autos auf Pannenstreifen und Leitschiene

Durch die Kollision wurde der Pkw auf den Pannenstreifen geschleudert. Der Klein-Lkw kam von der Fahrbahn ab, kollidierte mit der Leitschiene und blieb seitlich auf dieser liegen. Dabei wurde auch die Ölwanne beschädigt.

Beide Fahrzeuglenker erlitten Verletzungen unbestimmten Grades. Nach der Erstversorgung brachte der Rettungsdienst sie ins Krankenhaus Eisenstadt. Die Alkotests verliefen bei beiden Lenkern negativ.

Aufwendige Bergung in der Nacht

Für die Einsatzkräfte war die Bergung des Klein-Lkw aufwendig. Die Feuerwehren Zurndorf, Neusiedl am See und Mönchhof rückten mit rund 30 Einsatzkräften und zehn Fahrzeugen aus. Ein Kranfahrzeug war nötig, um den seitlich liegenden Klein-Lkw zu bergen. Auch das Unfallfahrzeug wurde mithilfe eines Krans geborgen.

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Während der Bergungs- und Aufräumarbeiten musste die A4 mehrmals kurzzeitig gesperrt werden. Auf der nächtlichen Autobahn ging es daher immer wieder nur abschnittsweise weiter.

397 Verkehrstote im Jahr 2025

Der Unfall fällt in ein Jahr, in dem Österreichs Verkehrsunfallbilanz wieder deutlich angestiegen ist. 2025 starben 397 Menschen bei Verkehrsunfällen – 46 Todesopfer beziehungsweise 13,1 Prozent mehr als 2024 mit 351. Die Zahl lag ungefähr auf dem Niveau von 2023, als 402 Menschen ums Leben kamen, und war die fünftniedrigste seit Beginn der Aufzeichnungen 1950. Nur 2020 bis 2022 sowie 2024 wurden weniger als 400 Verkehrstote verzeichnet.

Zum Vergleich: 1972 gab es mit 2.948 Todesopfern die meisten Verkehrstoten. Die 397 Todesfälle des Jahres 2025 entsprechen weniger als einem Siebtel davon. Gleichzeitig stieg die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge von 2,5 Millionen im Jahr 1972 auf 7,4 Millionen im Jahr 2025.

Im Burgenland kamen 2025 19 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, nach 15 im Jahr 2024. Niederösterreich verzeichnete 108 Verkehrstote, Oberösterreich 73, die Steiermark 65, Tirol 44, Kärnten 35, Salzburg 24, Wien 15 und Vorarlberg 14.

Autobahnen: 45 Todesopfer

Nach Verkehrsteilnahme waren 164 der Getöteten Pkw-Insassen. 81 Menschen starben auf Motorrädern, darunter 22 mit Leichtmotorrädern, 65 waren Radfahrer – 31 davon mit E-Bikes – und 53 Fußgänger. Unter den Todesopfern waren außerdem elf Lkw-Insassen, davon neun in Klein-Lkw, acht Lenker von Zug- und Arbeitsmaschinen, sieben Mopedfahrer, sechs E-Scooter-Lenker und zwei sonstige Beteiligte.

Die Zahl der getöteten Radfahrer und E-Bike-Lenker verdoppelte sich gegenüber 2024 von 32 auf 65. Langfristig war das die höchste Zahl seit 2002, als 80 Radfahrer ums Leben kamen. 2025 fanden dazu vermehrt straßenpolizeiliche Schwerpunktaktionen statt.

Auf Autobahnen und Schnellstraßen starben 45 Menschen, das waren 11,3 Prozent und deutlich mehr als 2024 mit 32. Auf ehemaligen Bundesstraßen gab es 147 Todesopfer, auf Landesstraßen 114 und auf sonstigen Straßen 91. 294 Menschen, also 74,1 Prozent, starben im Freiland; im Ortsgebiet kamen 103 Menschen oder 25,9 Prozent ums Leben.

Häufigste Ursache tödlicher Verkehrsunfälle war Unachtsamkeit beziehungsweise Ablenkung mit 30,5 Prozent. Nicht angepasste Geschwindigkeit folgte mit 25,3 Prozent, Vorrangverletzungen machten 16,6 Prozent aus. Fehlverhalten von Fußgängern wurde in 6,3 Prozent der Fälle genannt, gesundheitliche Beeinträchtigungen in 4,5 Prozent, die Missachtung von Geboten oder Verboten in 3,9 Prozent und Überholen in 3,7 Prozent. Sonstige Ursachen entfielen auf 2,4 Prozent.

Bei 26 Unfällen beziehungsweise 6,8 Prozent waren Alkohol, Drogen oder Medikamente beteiligt. Bei den wichtigsten Ursachen gab es gegenüber 2024 leichte Anstiege, während bei Überholen, Alkohol, Drogen und Medikamenten sowie gesundheitlichen Beeinträchtigungen Rückgänge verzeichnet wurden. 149 von 381 tödlichen Unfällen, also 39,1 Prozent, waren Alleinunfälle mit nur einem beteiligten Fahrzeug.

Acht Kinder bis 14 Jahre starben 2025 im Straßenverkehr. Drei waren mit dem Fahrrad unterwegs, jeweils zwei zu Fuß oder im Pkw und eines mit einem E-Scooter. 2024 waren vier Kinder ums Leben gekommen, 2023 sieben. Unter den Fällen war auch ein siebenjähriges Kind, das bei einem Schulwegunfall starb.

Der schwerste Unfall des Jahres ereignete sich am 1. April 2025 auf der A2 bei Neunkirchen in Niederösterreich: Ein Pkw fuhr auf einen Sattelzug auf, fünf weibliche Pkw-Insassen aus der Ukraine starben.

Die Entwicklung über längere Zeit zeigt dennoch einen starken Rückgang: 1983 wurden 1.967 Verkehrstote registriert, 1990 waren es 1.558, 2000 noch 976 und 2010 552. Für 2020 weist die Statistik 344 Tote aus, für 2021 362, für 2022 370, für 2023 402, für 2024 351 und für 2025 397. Die Statistik des Innenministeriums wurde am 2. Jänner 2026 aktualisiert.